Vereint gegen Wilderei

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Die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hat am Freitag eine Resolution gegen den illegalen Wildartenhandel beschlossen. Die internationale Staatengemeinschaft erneuerte damit ihren Aufruf, Wilderei und den illegalen Handel mit Arten als schwere Verbrechen einzustufen und entschieden zu bekämpfen. Der WWF begrüßte den Beschluss: „Die Resolution sendet ein wichtiges Signal an die Welt, dass der illegale Artenhandel eines der großen und drängenden Probleme unsere Zeit ist. Jedes Jahr werden Millionen Tiere und Pflanzen gewildert und über den Globus hinweg geschmuggelt. Es ist ein vom Organisierten Verbrechen dominiertes Milliardengeschäft. Aber nicht nur die Artenvielfalt leidet. Ökosysteme werden geschädigt, lokale Einkommensmöglichkeiten zerstört, Gewalt und Korruption halten Einzug“, sagt Katharina Trump, Referentin für illegalen Wildartenhandel beim WWF Deutschland.

Die Vereinten Nationen stellen in der Resolution die Bedrohung durch den weltweiten Verlust der Biodiversität heraus. Die Vielfalt an Arten und Lebensräumen sei ein Wert an sich, hätte aber auch eine unschätzbare Bedeutung für den Menschen. Die Geschwindigkeit des derzeitigen Artensterbens sei besorgniserregend und müsse dringend gestoppt werden. Dafür soll das Problem auf möglichst vielen Ebenen angegangen werden: Durch die Bekämpfung von Armut und Korruption, einer effektiveren Strafverfolgung, aber auch der Schaffung alternativer Einkommensquellen und den erhöhten Schutz von Schutzgebieten, etwa durch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Rangerinnen und Rangern.

Der Beschluss ruft die Mitgliedsstaaten außerdem dazu auf, die Verbindung von menschlicher Gesundheit und dem Handel mit Wildtieren zu berücksichtigen. Wildtierhandel dürfe nur unter strengen hygienischen Bedingungen stattfinden und müsse entsprechend reguliert werden. Der illegale Handel ist dabei ein besonderes Risiko, da er sich naturgemäß jeglicher Kontrolle entzieht, so der WWF. „Die Corona-Pandemie hat uns schmerzlich vor Augen geführt, wie stark unser Umgang mit der Natur und die menschliche Gesundheit zusammenhängen“, so Katharina Trump. „Schließlich war der Sprung des Virus vom Wildtier auf den Menschen wohl Auslöser dieser Katastrophe. Es gilt in der Wissenschaft als Konsens, dass Umweltzerstörung Krankheits-Übersprünge von Wildtieren auf Menschen wahrscheinlicher machen. Die Plünderung der Natur gehört dabei ebenso dazu wie die Zerstörung von Ökosystemen und das Vordringen in natürliche Lebensräume. So kommen Mensch, Vieh und Wildtiere mehr und mehr in Kontakt, was das Risiko einer Übertragung erhöht.“

Laut WWF ist die Resolution ein wichtiges Bekenntnis der Staatengemeinschaft, die internationale Wilderei- und Biodiversitätskrise anzugehen. Nun komme es auf die Umsetzung an. Lobende Worte kommen von den Umweltschützern auch für die Rolle Deutschlands, das die Resolution gemeinsam mit Gabun auf den Weg gebracht und trotz schwieriger Verhandlungen zum Abschluss gebracht hat.

 

Ov von WWF Deutschland

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