Erste Millionenstadt beschließt Katzenschutzverordnung

 

 

Sulzbach/Ts., 7. Februar 2018 – Mit der Stadt Köln hat in dieser Woche die erste deutsche Millionenstadt eine Verordnung zum Schutz freilebender Katzen beschlossen. Für die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die sich seit Jahren dafür einsetzt, dass Kommunen mit Streunerkatzenproblematik entsprechende Regelungen treffen, ist dies ein Grund zur Freude.

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Streunerkatzen, weil sie entweder bereits auf der Straße geboren wurden, entlaufen sind oder ausgesetzt beziehungsweise zurückgelassen wurden. „Ohne Hilfe durch den Menschen können diese freilebenden verwilderten Hauskatzen kaum überleben und leiden erheblich unter Hunger, Krankheiten und Verletzungen“, erklärt Dr. Cristeta Brause, Tierärztin und Projektmanagerin Streunerkatzen bei TASSO.

Da die unkontrollierte Vermehrung der Tiere dieses Elend fortwährend verschlimmert, sind Tierschützer auch in Köln bereits seit Jahren damit beschäftigt, Streunerkatzen einzufangen und zu kastrieren. Mehrere tausend Tiere wurden allein seit 2013 kastriert. Derzeit versorgen die Tierschützer in Köln etwa 700 Tiere an rund 55 Futterstellen mit dem Notwendigsten. „Doch das alleine ist nicht ausreichend, solange unkastrierte Hauskatzen mit Freigang immer wieder durch die Paarung mit Streunerkatzen zu einer Verschärfung des Problems beitragen“, führt Dr. Cristeta Brause aus.

Daher hat der Rat der Stadt Köln in dieser Woche beschlossen, dass in Zukunft alle Kölner Hausatzen mit Freigang kastriert, mit einer Tätowierung oder einem Mikrochip gekennzeichnet und beispielsweise beim Haustierregister von TASSO e.V. registriert werden müssen. „Diese Registrierung hat für den Halter den Vorteil, dass er ein entlaufenes und aufgegriffenes Tier möglichst schnell zurückbekommt“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Die Situation der Streunerkatzen in Köln dürfte sich durch die neue Verordnung langfristig bessern, ist Dr. Cristeta Brause überzeugt. Grundlage der Regelung ist Paragraph § 13b Tierschutzgesetz. Dieser ermächtigt die Landesregierungen durch Rechtsverordnungen zum Schutz freilebender Katzen Gebiete festzulegen, in denen große Populationen mit erheblich leidenden Katzen leben. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Verminderung der Anzahl dieser Katzen angeordnet werden. Nordrhein-Westfalen hat diese Ermächtigung an die Kreisordnungsbehörden übertragen, so dass neben Köln auch bereits Städte wie Bochum, Düsseldorf und Essen entsprechende Verordnungen eingeführt haben. Eine Liste mit Städten und Gemeinden, in denen Katzenschutzverordnungen gelten, ist auf der TASSO-Homepage zu finden.

„Wir freuen uns, dass immer mehr Gemeinden Verordnungen zum Schutz freilebender Katzen erlassen“, sagt Dr. Cristeta Brause und fügt abschließend hinzu: „Hoffentlich hat der Kölner Beschluss eine weitere Signalwirkung für andere Städte und Gemeinden, in denen noch immer Streunerkatzen leiden und täglich ums Überleben kämpfen müssen.“

TASSO

 

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