Bauwahnsinn Berlin: Nachbar will Baukran nicht haben

Nachricht an alle Nachbarn...

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In Berlin herrscht Wohnungsnot. In Berlin steigen die Mieten. In Berlin wartet alles auf Bauland. In Berlin wird nicht genug gebaut. In Berlin sollen Wohnungseigentümer enteignet werden.
Aber: in Berlin müssen Baukräne abgebaut werden, weil beim Überschwenken über Nachbargrundstücke Vögel auf das benachbarte Grundstück koten (i.e.S. von scheissen!)  könnten und die Kinder Angst(!) vor dem Kran haben…

Fragt sich hier wirklich noch einer, warum dieses Land immer mehr zur Lachnummer wird? Mit Berlin als zentraler Bühne?

Das von Schilling-Projektbau projektierte Gebäude in der Körnerstarsse 33 in Berlin Pankow, einem recht hippen und angesagten Wohngegend, soll so aussehen. 

Quelle: Schilling-Projektbau : Körnerstrasse 33

 

Quelle: Schilling-Projektbau: Körnerstrasse 33

 

Schilling-Projektbau ist seit 25 Jahren ein geschätzter Vertragspartner für Bauherren, die ihren Traum auf ein Eigenheim Wirklichkeit werden lassen wollen. Als Rundumservice, schlüsselfertig und gern auch fristgerecht. Dafür arbeitet das Unternehmen mit ausgesuchten Partnern und Dienstleistern zusammen, und dokumentiert den Baufortschritt der Projekte auf seiner Homepage (HIER)

Leider hatte der Nachbar in der Hausnummer 34, Herr Meyer-Siebert (herzlichen Dank für die öffentliche Verhandlung, da wir so alle den Namen nennen dürfen!), Bedenken, dass der für den Bau nötige Festkran all das gefährden könnte, was ihm wichtig ist. Er fand eine Richterin, die das auch so sah, zumal es ähnlich gelagerte Fälle schon gab, wo Kräne auch abgebaut werden mussten.

Folgerichtig muss das Haus nun anders fertiggestellt werden. Mobilkräne werden nun zeitweise die Strasse etwas blockieren und es wird vermutlich auch länger dauern. Letzteres wird die Eigentümer der Wohnungen freuen zu hören, da nun auch ihre Planungen betroffen sind.

Schilling Bauprojekte nahm das zum Anlass schon einmal im Vorfeld die Nachbarschaft in dem Viertel über zwangläufige Änderungen der Planung und Durchführung des Neubaus zu informieren. Unnötig zu erwähnen, dass dieses Schild in den sozialen Medien viral ging.

Nachricht an alle Nachbarn…

Nach telefonischer Rückfrage mit den Schilling-Projektbau rechnet man mit mehreren zehntausend Euro Mehrkosten durch diese kleinere Einschränkung.

Wir alle kennen Bauvorhaben, die durch dies und das etwas länger dauern.  Der BER zum Beispiel. Die Oper in Köln. Stuttgart 21. Oder gewissen Autobahn- und ICE-Abschnitte, wo die Brücken seit Jahrzehnten schon fertig sind, aber die Autobahn oder Bahntrasse fehlt. 
Wo Tunnel gebaut wurden, um die Krötenwanderung nicht zu stören. Wo Gewerbeflächen reine und voll erschlossene Flächen aber ohne Gewerbe sind, weil da mal ein seltener Salamander gesehen wurde, der danach aber nie wieder gesehen wurde.
Wo jeder nach Windkraft und Solarstrom schreit, aber die Stromtrasse keiner haben will, so dass es gewisse Off-Shore Windanlagen gibt, die keine Kabelverbindung zum Land haben. Seit dem Bau… vor zehn Jahren.

Manchmal aber reichen auch ein paar Leutchen aus, deren Individualität schon so weit geht, dass die Kinder Angst vor Alltäglichkeiten im elterlichen Umfeld haben. Ein Kran zum… Angstobjekt wird.
Es gab da mal Zeiten, vor Walldorfschule und um sich greifenden Doppelnamen, da hatten Kinder Spaß daran Kränen bei der Arbeit zuzusehen. OK: das war vor xbox, Smartphone und Internet. Aber es gab diese Zeit.
Da kletterten wir sogar darauf rum, was streng verboten aber dennoch (oder deshalb gerade) spaßig war. Angst kam da maximal mit der Höhe auf und es galt als Mutprobe ganz rauf zu klettern. (Anm. der Redaktion: Das war natürlich blöd und es ist nicht nachzumachen!)

Natürlich hatte Herr Meyer-Siebert in der Körnerstrasse 34 auch so eine Idee, wie die Auswirkungen des ständig vom Kran regnenden Vogelkots und die Angst der Kinder zu reduzieren wären. Es ging dabei um so profane Dinge wie monatliche Geldflüsse und Sicherungsleistungen. Vermutlich weil Kinderpsychologen auch Geld kosten. Ein Traumata nicht billig ist. Oder sein darf.

Wir als NHJ wollten wissen, ob es alle Vögel oder nur spezielle Arten sind, die auf sich schwenkenden und vibrierenden Kränen bevorzugt zum Herunterkoten abhängen. Wir hatten den Verdacht, dass das Bauherren ggf. interessieren könnte. Als zusätzliches Risiko bei Bau. Bei Steinadlern wäre so ein Risiko recht minimal, aber bei Tauben, Krähen oder Spatzen… Wir wären als Nation am Ende.
Aber alle Experten, die wir dazu anriefen fühlten sich nach der Erklärung schon verarscht. Sie fragten, „was wir denn für Vögel wären“ und ob man uns „ins Hirn gesch… hätte“. 
Nun ja, manche Recherchen gestalten sich schwieriger als andere. Wir nehmen aber an, dass hier noch Rechtslücken bestehen könnten. Rechtsfreie Räume, die durch all die Meyer-Sieberts im Lande gern ausgefüllt werden.

In diesem Sinne wünschen wir allen Bewohnern in der Körnerstrasse von Berlin-Pankow alles Gute, eine schöne Zeit und eine herrliche Nachbarschaft in Gemeinschaft und Frieden. – SIC!

 

 

 

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