Strategielos durch das Unterholz

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Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner legt am Mittwoch in Berlin ihre sogenannte „Waldstrategie 2050“ vor. Dr. Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland kommentiert:

„Die sogenannte Waldstrategie 2050 ist schlichtweg eine peinliche Mogelpackung, die eher einem inhaltleeren Wahlwerbespot gleicht als einer echten, substanziellen Strategie. Das Papier wurde nicht einmal mit dem Umweltministerium und den anderen Ressorts abgestimmt. Vertreter der Zivilgesellschaft waren auch außenvor.

Wald- und Forstgebiete machen etwa ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands aus. Wald ist ein Querschnittsthema als Wirtschaftsfaktor, Naturschutzfläche, Kohlenstoffspeicher für Klimaschutz und zur Gegenrechnung der Emissionen der Landwirtschaft. Es ist daher vollkommen unpassend angesichts dieser Zukunftsfragen, dass ein einzelnes Ministerium ohne Beteiligung der anderen Ressorts eine sogenannte Waldstrategie veröffentlicht. Außerdem fand keine ordentliche Beteiligung der Zivilgesellschaft statt. Ministerin Klöckner und das Ministerium verspielen leichtfertig politische Glaubwürdigkeit und schaden mit ihrer eindimensionalen, selektiven Ressortpolitik allen, die mit dem Wald zukunftsfähig arbeiten wollen.

Deutschland braucht, nach dem Vorbild der „Zukunftskommission Landwirtschaft“, eine „Zukunftskommission Wald“. Die nächste Bundesregierung sollte diese einsetzen, mit dem Ziel, zukunftsfähige Konzepte und eine passende politische Rahmengestaltung für den Erhalt unserer Umwelt, ihrer nachhaltigen Nutzung und Wirtschaft und den Klimaschutz zu schaffen. Alles andere ist nicht zielführend.“

 

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Ov von WWF Deutschland

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