Unbekannte wollten Feuerschiff versenken – Spender gesucht!

Quelle Museumsverein: Feuerschiff Deutsche Bucht

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(dpa) Fast vier Monate nachdem Unbekannte Löcher in den Rumpf bohrten, ist das Emder Feuerschiffes «Amrumbank/Deutsche Bucht» zurück in der Werft. Zwei Schlepper zogen das Traditionsschiff von seinem Liegeplatz am Ratsdelft vor wenigen Tagen zur Reparatur in die Emder Werft und Dock GmbH (EWD).
Dort solle das Schiff nun kontrolliert in Schräglage gebracht werden, um die Bohrlöcher von außen wieder zu verschweißen, sagte der Vorsitzende des Feuerschiff-Museumsvereins Heinz-Günther Buß. Außerdem sollen die durch den Wassereinbruch geschädigten Maschinen im Inneren überholt werden. Wie lang die Reparatur dauert, ist noch nicht klar.

Quelle: Museeumsverein – Feuerschiff „Deutsche Bucht“

Unbekannte hatten sich Mitte Juni Zugang zu dem frisch sanierten Feuerschiff und Emder Wahrzeichen mitten in der Innenstadt verschafft und vier Löcher in den Rumpf gebohrt. Rund 18 Kubikmeter Wasser liefen in den Maschinenraum. Ein Mitglied des Museumsvereins, dem das Schiff gehört, hatte den Einbruch rechtzeitig bemerkt und Schlimmeres verhindert. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter das Schiff mindestens in Schieflage bringen wollten und ermittelt wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Mittlerweile ist auch der Schaden beziffert worden. Dieser liege bei rund 100 000 Euro, sagte Buß. Die Versicherung des Vereins übernehme die Kosten für die direkten Schäden, etwa die Reparatur des Rumpfes. Mithilfe von Spenden will der Verein die Kosten für die Schäden im Schiffsinneren bezahlen.
Erst im vergangenen Dezember war das denkmalgeschützte Feuerschiff nach umfangreichen Sanierungsarbeiten zurück an den Liegeplatz am Ratsdelft geschleppt worden. Die Gesamtkosten der Sanierung lagen bei knapp fünf Millionen Euro.

Der Verein hofft, dass sich noch mögliche Zeugen der Tat bei der Polizei melden. «Vielleicht waren ja Urlauber dort, die etwas beobachtet haben», sagte Buß. Die Polizei setzt unterdessen auf die Auswertung von am Tatort gesicherten Spuren beim Landeskriminalamt in Hannover. Mit Ergebnissen sei voraussichtlich in etwa einem Monat zu rechnen, sagte eine Polizeisprecherin in Leer.

Quelle: Museeumsverein – Feuerschiff „Deutsche Bucht“

Die Amrumbank/Deutsche Bucht ist ein historisches Feuerschiff (Homepage HIER), das 1915 auf der Werft Jos.L.Meyer in Papenburg gebaut wurde und seit 1917 als schwimmender Leuchtturm auf mehreren Positionen in der Nordsee bis 1984 als Seezeichen im Einsatz war. Die Beschriftung „Deutsche Bucht“ an den beiden Bordwänden des Schiffes weist auf den letzten Liegeplatz als aktives Feuerschiff hin.
Damals taten 12 Besatzungsmitglieder im 14-tägigen Wechsel ihren Dienst an Bord und sicherten so die Ein- und Ausfahrt der Seeschiffe.

Sofern es Wind und Wetter erlaubt, legt das Feuerschiff einmal jährlich für ein bis zwei Tage zu einer Emsbereisung ab. Dabei zeigt die Schiffsmaschine aus dem Jahre 1928, dass immer noch Leben in ihr steckt und ihr letzter Atemzug noch in weiter Ferne liegt.

Wie man auf die Idee kommen kann das Schiff, ein historisches Kultur- und Seefahrtsdenkmal der Region, zu versenken, erschließt sich normal denkenden Menschen nicht.
In Zeiten klammer Kassen benötigt nun der Verein Spenden, um die entstandenen Schäden aus diesem Willkürakt zu reparieren.

Wer immer das Schiff einmal besichtigen will sollte es tun. Es ist ein anschauliches Beispiel dafür, mit welchem Aufwand die küstennahe Seefahrt erst sicher gemacht werden konnte. Eine Sicherheit, die wir nun als Selbstverständlichkeit ansehen, die aber nie selbstverständlich war. Sie war mit Opfern, viel Arbeit und unendlich viel Fleiß verbunden. 

Museums-Feuerschiff
„Amrumbank / Deutsche Bucht“ e.V.
Georg-Breusing-Promenade – 26721 Emden
Tel.: 04921-23285 (Museum)
Andere Zeiten: 0171-8388516 (H.G.Buß)
E-Mail: info@amrumbank.de

Quelle: Museums HP: Es gibt IMMER viel zu tun…

Um die Pflege und Erhaltung des Museumsschiffes auch weiterhin zu gewährleisten, benötigt der Verein immer wieder helfende Hände, wobei das Alter keine Rolle spielt. Für diverse Arbeiten an Deck, im Maschinenraum, im Museum (z.B. für Führungen) oder auch für Vorstandstätigkeiten.
Jeder kann das einbringen, „was er kann und wann er kann“, so der Aufruf des Vereins zum Erhalt des Schiffes auf seiner umfangreichen und sehr anschaulichen Homepage (,wo noch mehr Liebe drinsteckt als man beschreiben kann).

Hier können dann auch gleich alle Interessierten „Mitglied werden“. 

 

Ein Video zum Museum ist HIER zu sehen.

Und ganz wichtig – das 

Spendenkonto bei der Sparkasse Emden, die selbst schon oft Spender war:

IBAN: DE 33 2845 0000 0000 0455 00
SWIFT-BIC: BRLADE21EMD

 

 

Dierk Osterloh: BAY 02 (Öl auf Leinwand)

 

 

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