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Hessenweite Durchsuchungen zur Bekämpfung des Rechtsextremismus


Polizei stellt Speichermedien sicher

Polizei Hessen

(ots) Im Rahmen von mehreren Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaften Darmstadt, Frankfurt am Main, Kassel und Marburg wurden am 20.10.2021 in den Morgenstunden hessenweit unter der Beteiligung der Polizeipräsidien Nordhessen, Mittelhessen, Südhessen sowie Westhessen acht Wohnungen durchsucht. Die Einsatzmaßnahmen fanden unter Federführung des Hessischen Landeskriminalamts statt.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um neun Männer und drei Frauen, darunter eine Jugendliche. Alle Beschuldigten sind deutsche Staatsangehörige im Alter von 14 bis 54 Jahren. Ihnen wird unter anderem die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, Volksverhetzung und Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornographischer Inhalte gemäß den §§ 86a, 130, 184b StGB vorgeworfen.

Die Durchsuchungen fanden in den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Darmstadt-Dieburg, Kassel und im Odenwaldkreis statt.

Als Beweismittel konnten diverse Speichermedien sichergestellt werden. Festgenommen wurde niemand.

Außerdem wurde im Rahmen der Amtshilfe für ein gesondertes Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Berlin bei einem 57-jährigen Mann aus Wiesbaden durchsucht. Ihm wird die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung gemäß § 129 StGB vorgeworfen.

Mit BAO Druck auf Rechtsextremisten erhöht

Hessen hatte mit der im Juli 2019 gebildeten BAO Hessen R den Druck auf die rechtsextremistische Szene und rechte Straftäter erhöht. Die BAO Hessen R bestand hessenweit aus 140 Ermittlerinnen und Ermittlern. Neben der Leitung dieser BAO im Hessischen Landeskriminalamt ist in jedem der sieben hessischen Polizeipräsidien ein eigener Regionalabschnitt mit weiteren Unterabschnitten gebildet worden. So kann die BAO flächendeckend in Hessen ihre Wirkung entfalten. Die BAO Hessen R prüft das gesamte rechte Personenpotenzial in Hessen, klärt Szene-Treffpunkte auf und überwacht diese. Seit Juli 2019 konnten bereits über 1.200 Kontrollmaßnahmen und rund 1.500 Gegenstände sichergestellt werden. Mittlerweile gehört die BAO Hessen R, als Hauptsachgebiet Hessen R, zur Regelorganisation des Hessischen Landeskriminalamts.

Weitere Auskünfte obliegen den zuständigen Staatsanwaltschaften.

 

Hessisches Landeskriminalamt





Zoll am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt 75 Kilogramm Khat im Reiseverkehr


(ots)Am 15. Oktober kontrollierte der Zoll am Frankfurter Flughafen das Gepäck von Reisenden eines Fluges aus Tel Aviv, über Athen.

Zwei Männer mit jeweils zwei Rei-sekoffern wollten gemeinsam den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren passieren, wurden jedoch von Zollbeamten zur Kontrolle angehalten.

Zunächst wurden die Koffer geröntgt, darin enthaltene Pflanzen zeichneten sich ab.

In allen vier Koffern befanden sich ausschließlich mit weißem Papier ummantelte, grüne Strauchpflanzen, augenscheinlich Khat.

Für alle vier Koffer ergab sich eine Gesamtmenge von rund 75 Kilogramm Khatpflanzen.

Gegen die beiden Männer im Alter von 20 und 21 Jahren wurde ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Das Khat wurde beschlagnahmt.

Zusatzinformation:

Khat ist eine Kaudroge. Es wird hauptsächlich in Äthiopien, Kenia, Jemen und dem Oman angebaut und konsumiert.

Es handelt sich dabei um die Zweigspitzen und jungen Blätter des Kathstrauchs.

Das darin enthaltene Cathinon unterliegt dem Be-täubungsmittelgesetz. Im Jahr 2020 wurden beim Hauptzollamt Frankfurt am Main insgesamt mehr als drei Tonnen Kath aus dem Verkehr gezogen

Das Hauptzollamt Frankfurt am Main ist zertifizierter Arbeitgeber nach dem audit „berufundfamilie“. Wir bieten Ausbildungsplätze an. Näheres unter www.zoll.de – Beruf und Karriere.

 

Hauptzollamt Frankfurt am Main





Folgemeldung zum versuchten Tötungsdelikt in Flüchtlingseinrichtung: 27-jähriger Tatverdächtiger einstweilig in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht


(ots) Kassel:

Bei dem 27-jährigen Tatverdächtigen des versuchten Tötungsdelikts in einer Flüchtlingseinrichtung in Kassel-Niederzwehren ist am gestrigen Mittwoch auf Anordnung der Kasseler Staatsanwaltschaft eine vorläufige psychiatrische Begutachtung durchgeführt worden. Deren Ergebnis entsprechend hat die Staatsanwaltschaft die einstweilige Unterbringung des Mannes in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus beantragt, die ein Richter am gestrigen Nachmittag anordnete.

Der 27-Jährige ist dringend verdächtig, den 63-jährigen Mitarbeiter am Dienstagmittag gegen 13 Uhr im Eingangsbereich der Einrichtung unvermittelt von hinten mit einem Messer angegriffen und ihm eine Stichverletzung am Rücken zugefügt zu haben. Sicherheitsangestellte hatten den Bewohner mit saudi-arabischer Staatsangehörigkeit bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der 63-jährige Mitarbeiter war schwer verletzt worden. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen und intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus führten anschließend dazu, dass sein Zustand stabilisiert werden konnte. Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte die psychische Verfassung des 27-Jährigen bei der Tat eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die weiteren Ermittlungen wegen versuchten heimtückischen Mordes dauern an und werden von dem Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo geführt.

Polizeipräsidium Nordhessen






Sturmtief Ignatz sorgte bislang für über 100 Einsätze in Nordhessen


(ots) Nordhessen: Das Sturmtief Ignatz hat neben den Feuerwehren und Kommunen auch die nordhessische Polizei heute ordentlich beschäftigt. Über 100 Einsätze, vorwiegend wegen umgestürzter Bäume, heruntergefallener Äste oder umgewehter Verkehrsschilder, mussten die Streifen der Polizeireviere und -stationen in Stadt und Landkreis Kassel, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, dem Werra-Meißner-Kreis und dem Schwalm-Eder-Kreis seit etwa 3 Uhr heute Nacht bislang bewältigen. Dabei kam es an verschiedenen Örtlichkeiten auch zu kurzfristigen Straßensperrungen, Sachschäden an geparkten Fahrzeugen und Beeinträchtigungen in der Stromversorgung. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurden aber glücklicherweise keine Menschen schwerer verletzt.

Postbote in Kassel von Baum leicht verletzt, Auedamm zeitweise gesperrt

In Kassel drehte „Ignatz“ im Laufe des heutigen Vormittags nochmal ordentlich auf und sorgte im Stadtgebiet für zahlreiche Einsätze und Einschränkungen im Straßenverkehr sowie im öffentlichen Personennahverkehr. Zudem wurden Beamte des Polizeireviers Nord gegen 10:50 Uhr in die Straße Franzgraben gerufen. Dort war ein Postbote mit seinem Dienstfahrrad offenbar von einem umstürzenden Baum getroffen worden. Wie die eingesetzte Streife berichtet, war der 40-Jährige glücklicherweise nur leicht am Bein verletzt und anschließend vorsorglich in ein Kasseler Krankenhaus gebracht worden. An dem Rad war ein Sachschaden entstanden. Auf der Straße Auedamm sorgten heruntergefallene größere Äste und ein großer Baum, der über der Straße abzubrechen drohte, für eine Straßensperrung. Beamte des zuständigen Reviers Mitte berichten, dass dort gegen 11 Uhr vier geparkte Auto von einem großen herabstürzenden Ast beschädigt worden waren. Zudem mussten sie die Feuerwehr wegen der Gefahr durch den Baum, der auf die Fahrbahn zu stürzen drohte, anfordern. Bis zum Abschluss der Arbeiten der Feuerwehr gegen 14:50 Uhr musste der Auedamm für den Verkehr gesperrt werden. Im Hochzeitsweg im Stadtteil Kirchditmold war ebenfalls gegen 11 Uhr ein Baum auf eine Stromleitung gefallen und hatte dafür gesorgt, dass mehrere Haushalte ohne Strom waren. Darüber hinaus sorgten umgestürzte Bäume für mehrere verschiedene Streckensperrungen im Straßenbahn- und Zugverkehr. Seit etwa 13:10 Uhr sind die Meldungen wegen Sturmschäden deutlich zurückgegangen.

Polizeipräsidium Nordhessen





Kühe auf Gleisen stoppen Regionalzug


(ots) Für erhebliche Verspätungen im Bahnverkehr und einen Polizeieinsatz sorgten am Montagabend (18.10.) Teile einer Kuhherde im Bereich Willingen-Eimelrod. Weil die Vierbeiner eines 43-Jährigen aus Willingen in unmittelbarer Gleisnähe und zum Teil auf den Gleisen liefen, musste gestern Abend (18.10.) eine Regionalbahn sogar eine Schnellbremsung einlegen. Die Tiere waren offensichtlich bei einem Viehtrieb entlaufen.

Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die Tiere blieben unbeschadet, konnten jedoch bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht vollzählig eingefangen werden. An der Suche nach den Weidetieren waren jeweils eine Streife der Polizei Korbach und der Bundespolizeiinspektion Kassel beteiligt.

Züge fuhren auf Sicht

Aus Sicherheitsgründen mussten die Züge den Streckenabschnitt bei Willingen-Eimelrod bis heute Morgen (19.10.) mit langsamer Geschwindigkeit befahren. Insgesamt verspäteten sich dadurch 15 Züge um jeweils rund zehn Minuten.

Nachdem der Besitzer der Bundespolizei mitgeteilt hatte, dass die Herde wieder komplett sei, konnte der Bahnverkehr ab Dienstagmorgen (19.10.; 8.30 Uhr) wieder ungehindert rollen.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und gegen den Tierhalter ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines „Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr“ eingeleitet.

 

Bundespolizeiinspektion Kassel





63-jähriger Mitarbeiter in Flüchtlingseinrichtung mit Messer verletzt: 27-jähriger Tatverdächtiger festgenommen


Artikelbild

(ots) Kassel-Niederzwehren: Am heutigen Dienstagmittag wurden Rettungskräfte und die Polizei gegen 13 Uhr zu einer Flüchtlingseinrichtung in der Frankfurter Straße in Kassel gerufen, nachdem dort ein Mitarbeiter mit einem Messer angegriffen worden war.

Die hinzugeeilten Streifen fanden den 63-jährigen Mann mit einer Stichverletzung am Rücken auf. Rettungskräfte brachten ihn umgehend zur Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus. Lebensgefahr soll nach derzeitigem Kenntnisstand nicht bestehen.

Sicherheitsangestellte der Einrichtung hatten den mutmaßlichen Täter, einen 27-jährigen Bewohner mit saudi-arabischer Staatsangehörigkeit, bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Nach ersten Ermittlungen soll er den 63-jährigen Mitarbeiter aus bislang unbekannter Ursache im Eingangsbereich der Einrichtung mit einem Messer angegriffen haben.

Das mutmaßliche Tatmittel wurde am Tatort aufgefunden und sichergestellt. Der festgenommene 27-jährige Tatverdächtige sitzt derzeit im Polizeigewahrsam.

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Tötungsdelikts werden beim Kommissariat 11 der Kasseler Kripo geführt.

Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch ungeklärt und nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Das Bundeskriminalamt warnt: Aktuelle bundesweite Betrugsmasche


Fake-Anrufe, angeblich im Namen des Bundeskriminalamts

(ots) Derzeit erhalten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Anrufe – angeblich im Namen des Bundeskriminalamts.

Am Telefon behauptet eine automatische Stimme, dass der Personalausweis der Angerufenen überprüft werden müsse und sie den Anweisungen folgen sollen, um die Überprüfung zu ermöglichen. Es folgen Anweisungen wie zum Beispiel „Drücken Sie die 1“, um Daten zum Personalausweis anzugeben und damit angeblich eine Strafe abzuwenden. Die Anrufe kommen augenscheinlich von Festanschlüssen aus Wiesbaden mit der Vorwahl 0611. Es folgen unterschiedliche Rufnummern, die häufig mit den Ziffern 916 beginnen.

Wenn Sie den Anweisungen folgen, werden Sie möglicherweise unbemerkt auf kostenpflichtige Nummern weitergeleitet, bei denen für Sie hohe Gebühren anfallen. Außerdem könnten die Täter mit ihren persönlichen Daten in Ihrem Namen Waren bestellen oder andere Straftaten begehen.

Das Bundeskriminalamt rät daher allen Angerufenen: Folgen Sie nicht den Anweisungen, lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln – legen Sie einfach auf. Das BKA fordert Sie niemals auf, persönliche Daten am Telefon preiszugeben. Sollten Sie nachträglich feststellen, dass Sie betrogen oder ihre Daten missbräuchlich benutzt wurden, erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Weitere Informationen zu Formen des Betruges erhalten Sie auf dieser Homepage, auf den Informationsseiten des Programms Polizeiliche Kriminalprävention unter http://www.polizei-beratung.de sowie bei jeder Polizeidienststelle.

 

Bundeskriminalamt





Unbekannte Täter brechen Tresor in Kasseler Firma auf: Zeugenhinweise erbeten


(ots) Kassel-Bettenhausen: Bislang unbekannte Täter sind in der Nacht zum Samstag in eine Firma im Kasseler Stadtteil Bettenhausen eingebrochen, haben dort gewaltsam einen Tresor geöffnet und daraus Bargeld erbeutet.

Anschließend flüchteten die Einbrecher in unbekannte Richtung.

Die mit den weiteren Ermittlungen betrauten Beamten des Kommissariats 21/22 der Kasseler Kripo bitten nun um Zeugenhinweise.

Wie die am Samstag zu der Firma in der Sandershäuser Straße, nahe der Lossestraße, gerufenen Beamten des Kriminaldauerdienstes (KDD) berichten, waren die unbekannten Täter auf bislang nicht abschließend bekannte Weise in das Bürogebäude eingestiegen.

Dort rissen sie brachial den Tresor von der Wand und öffneten ihn anschließend gewaltsam mit mitgebrachtem Werkzeug.

Vermutlich agierten die Einbrecher im Schutz der Dunkelheit. Wann genau sie in der Nacht von Freitag auf Samstag zuschlugen, ist derzeit nicht bekannt.

Die Kriminalbeamten des K 21/22 bitten Zeugen, die Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Einbruch gemacht haben oder Hinweise auf die Täter geben können, sich unter Tel. 0561-9100 bei der Kasseler Polizei zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Bundespolizei entlarvt Graffitisprayer


(ots) Bundespolizisten überführten letzte Woche einen 19-jährigen, mutmaßlichen Graffitisprayer aus dem Landkreis Kassel. Nach umfangreichen Ermittlungen gilt der Mann bisher in zwei Fällen als dringend tatverdächtig mit illegaler Farbschmiererei den Bahnhof Niedervellmar (Landkreis Kassel) verunreinigt zu haben.

Wohnung durchsucht

Letzten Freitag (15.10.) durchsuchten Ermittler der Bundespolizei, im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kassel, die Wohnung des 19-Jährigen. Dabei konnten die Beamten zahlreiches Beweismaterial sicherstellen. Die Schadenshöhe der beiden Fälle, die dem Tatverdächtigen bisher zugeordnet werden, beläuft sich auf rund 1000 Euro.

Wie sich herausstellte, gehen offensichtlich noch zahlreiche andere Straftaten dieser Art im Bereich Kassel auf das Konto des 19-jährigen Hauptverdächtigen.

Für weitere polizeiliche Maßnahmen musste der Mann die Beamten zur Wache begleiten. Anschließend kam der 19-Jährige wieder frei.

Weitere Verdächtige

Zudem richten sich die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei gegen drei weitere Tatverdächtige im Alter von 18 und 19 Jahren, die ebenfalls aus dem Landkreis Kassel stammen.

Inwieweit weitere Fälle von illegaler Farbschmiererei dem Quartett angelastet werden können, zeigen ebenfalls die noch laufenden Ermittlungen.

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen alle Tatverdächtigen jeweils ein Strafverfahren eingeleitet.

Bundespolizeiinspektion Kassel





Zwei Männer durch Gruppe angegriffen: Zeugen in der Wolfhager Straße gesucht


(ots) Kassel-Nord: Der Angriff durch eine noch unbekannte Gruppe endete in der Nacht zum gestrigen Freitag in der Wolfhager Straße, Ecke Gießbergstraße, für zwei Männer mit erheblichen Gesichtsverletzungen. Beide wurden durch Rettungswagen zur Behandlung in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Die Fahndung nach den drei bis vier Tätern, die vor Eintreffen der Polizei geflüchtet waren, verlief ohne Erfolg. Die Kasseler Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und erbittet Zeugenhinweise.

Ein Autofahrer hatte gegen 23:30 Uhr die Polizei in die Wolfhager Straße gerufen, nachdem er auf die körperliche Auseinandersetzung gegenüber der Feuerwehr aufmerksam geworden war. Als er anhielt, sah er die Täter noch in Richtung Jägerstraße davonlaufen. Die hinzugeeilten Streifen der Kasseler Polizei trafen vor Ort auf die verletzten 36 und 39 Jahre alten Männer aus Kassel, die umgehend vom Rettungsdienst versorgt wurden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war es zuvor offenbar zu einem Streit zwischen den beiden alkoholisierten Männern und der Gruppe gekommen, der schließlich mit dem Angriff endete. Hierbei waren die Opfer mit einer Flasche aus Hartplastik ins Gesicht geschlagen und dann getreten worden, bevor die Tätergruppe, bestehend aus drei bis vier Männern, die Flucht ergriff.

Wer Hinweise zu der gefährlichen Körperverletzung geben kann, meldet sich bitte unter Tel. 0561-9100 bei der Kasseler Polizei.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Bei Anruf – Betrug!


(ots) Neben den betrügerischen Straftaten, bei denen sich die Täter fälschlicherweise als Polizeibeamte ausgeben und bei vornehmlich älteren Menschen anrufen, um diese um ihr Erspartes zu bringen, wenden die Täter inzwischen auch eine neue telefonische Betrugsmasche an.

Die willkürlich ausgesuchten und ahnungslosen Opfer werden von einem Anrufautomaten auf dem Festnetz- oder auf dem Mobiltelefon angerufen. Die Bandansage gibt vor, dass das es sich um einen offiziellen Anruf des Bundessozialministeriums handelt.

Die Täter setzen das Opfer mit dieser Bandansage unter Druck. Angeblich soll eine missbräuchliche Verwendung der eigenen Sozialversicherungsnummer verhindert werden. Um sich zu schützen soll das Opfer am eigenen Telefon die Taste „1“ drücken.

Nachdem die Taste „1“ gedrückt wurde, wird das Opfer automatisch an eine kostenpflichtige Servicehotline weitergeleitet, bei der eine Minute telefonieren, bis zu 10 Euro kosten kann. Die Täter können das Opfer damit schnell um einen drei- oder vierstelligen Betrag betrügen.

Um nicht zum Opfer dieser Masche zu werden, empfehlen wir als Polizei:

   - seien Sie misstrauisch bei unbekannten Telefonnummern
   - drücken Sie keine Tasten an ihrem Telefon, wenn Sie von einer 
     unbekannten Person dazu aufgefordert werden
   - geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten weiter
   - geben Sie am Telefon keine Informationen zu Ihren Bankkonten weiter
   - beenden Sie das Gespräch, wenn Sie Zweifel haben

Sollten Sie bereits Opfer einer telefonischen Betrugsmasche geworden sein, wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizei in Korbach Tel.: 05631-971-0 oder an jede andere Polizeidienststelle.

 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Asylbewerber bedroht Mitarbeiter der Ausländerbehörde mit Messer – keine Personen verletzt


Artikelbild

(ots) Homberg/Efze

Tatzeit: Freitag, 15.10.2021, 10:07 Uhr

Asylbewerber bedrohte Mitarbeiter der Ausländerbehörde Schwalm-Eder mit einem Küchenmesser und wird durch Polizei festgenommen. Es wurden keine Personen verletzt.

Am Freitagmorgen (15.10.2021), gegen 10:07 Uhr, meldeten Mitarbeiter der Ausländerbehörde Schwalm-Eder in der Hans-Scholl-Straße in Homberg, dass sich eine männliche Person in den Räumlichkeiten der Behörde aufhalten würde, die mit einem Küchenmesser bewaffnet mehrere Mitarbeiter bedrohen würde.

Der Mann wurde unmittelbar darauf durch die Polizei widerstandslos festgenommen.

Ein körperlicher Angriff seitens des Mannes gegen die vier betroffenen Mitarbeiter hat nicht stattgefunden.

Es wurden keine Personen verletzt. Nach ersten Erkenntnissen war der aus dem Irak stammende 31-jährige Mann mit seiner Gesamtsituation unzufrieden.

Was er genau mit seiner Tat bezwecken wollte, steht derzeit nicht fest.

Ermittlungen werden durch die Polizeistation Homberg geführt.

Eine Strafanzeige wegen Bedrohung wurde gefertigt.

Im Anschluss wurde der Festgenommene in eine psychiatrische Klinik eingeliefert.

 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Schwalm-Eder





Nach Unfall auf L 3460: 75-jähriger Fußgänger erliegt schweren Verletzungen


Foto: Andreas Lischka Calden

(ots) Kassel: Am Samstagnachmittag ereignete sich auf der ehemaligen B 83 in Kassel, zwischen der Lilienthalstraße und der Nürnberger Straße, ein Verkehrsunfall zwischen einem Motorrad und einem Fußgänger. Der bei dem Unfall schwer verletzte 75-jährige Fußgänger war von Rettungskräften zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Am gestrigen Dienstag erlag er dort seinen schweren Verletzungen.

Wie die aufnehmenden Beamten des Polizeireviers Ost berichten, hatte sich der Unfall auf der L 3460 gegen 17 Uhr ereignet. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der 27-jährige Motorradfahrer mit seiner 25-jährigen Sozia, beide aus Hann. Münden, auf der rechten Fahrspur vom Platz der Deutschen Einheit gekommen und in Richtung Waldau unterwegs. In Höhe des Parkplatzes des Kleingartenvereins Fackelteich überquerte der Fußgänger die vierspurige Straße. Der Kradfahrer konnte einen Zusammenstoß mit dem von links kommenden Mann offenbar nicht mehr verhindern und erfasste den 75-Jährigen. Der 27-Jährige und die Sozia stürzten vom Motorrad, wodurch der Fahrer schwere Verletzungen erlitt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht wurde. Die 25-Jährige wurde leicht verletzt. Der Schaden an dem Krad, das nicht mehr fahrbereit war, beläuft sich auf rund 5.000 Euro. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an und werden von den Beamten der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei geführt.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





30. Todestag: Polizei gedenkt ermordeter Kollegen


 (ots)Am 12. Oktober 1991 wurden zwei Holzmindener Polizisten auf einem Waldparkplatz im Solling ermordet. Das Motiv: Tiefer Hass gegen die Polizei. Anlässlich des 30. Todestages der beiden Beamten fand jetzt eine Kranzniederlegung am Gedenkstein statt.

Es ist der frühe Morgen des 12. Oktober 1991, 02.29 Uhr, als die Polizei die Meldung über einen vermeintlichen Wildunfall auf dem Waldparkplatz Rottmündetal in der Nähe von Boffzen im Solling erhält. Der Hinweis kommt von einer Notrufsäule im Zuständigkeitsbereich der Polizei Holzminden. Statt eines Streifenwagens von der Polizeiwache Holzminden übernimmt „Hilde 10-35“ den Einsatz. In dem Zivilfahrzeug sitzen POM Jörg Lorkowski und POM Andreas Wilkending, die gerade von einem anderen Einsatz zurückkehren und anbieten, den Wildunfall zu übernehmen. Nach der Übernahme des Einsatzes bricht der Kontakt mit „Hilde 10-35“ jedoch ab.

Ein Streifenwagen wird darauf hin zum vermeintlichen Unfallort entsendet, um nach „Hilde 10-35“ zu suchen. Die Kollegen finden auf dem Parkplatz jedoch nur Patronenhülsen und Blutspuren – von Lorkowski und Wilkending fehlt jede Spur. Was sich dann anschließt, sind eine große Suchaktion und Ermittlungen nach dem unbekannten Anrufer. Am Ende können drei Brüder identifiziert und die Leichname der beiden Polizisten gefunden werden. POM Jörg Lorkowski wurde nur 30 Jahre alt und hinterließ eine Ehefrau. POM Andreas Wilkending starb mit 34 Jahren und hinterließ neben seiner Frau auch zwei Kinder. Der Haupttäter wurde zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Dort befindet er sich noch immer.

Anlässlich des 30. Todestages erklärt Landespolizeidirektor Ralf Leopold: „Dieser tragische Einsatz verdeutlicht uns nach wie vor die Gefahren, denen sich unsere Kolleginnen und Kollegen im täglichen Einsatz für die Gesellschaft aussetzen. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen jederzeit zu helfen. Wir tun dies in vielen Situationen unter größtmöglichem persönlichen Einsatz. Wir wissen auch, dass unsere Einsätze vor Ort oft anders aussehen, als zunächst über Funk beschrieben. Mit einer solch heimtückischen Tat konnte jedoch niemand rechnen. Sie zeigt, auf wieviel Hass wir treffen können. Ich kann nur hoffen, dass sich so eine Tat nie wiederholen wird. Mein Dank geht an alle, die sich jeden Tag unermüdlich für unsere Gesellschaft einsetzen.“

Der Vorsitzende des Polizeihauptpersonalrats, Martin Hellweg, zeigt sich solidarisch: „Entscheidend ist, dass wir als Polizei unsere im Dienst getöteten Kolleginnen und Kollegen nicht vergessen. Jörg Lorkowski und Andreas Wilkending hatten ihr ganzes Leben noch vor sich. Ihre Frauen haben die Ehemänner verloren und die Kinder den Vater. An diesem Tag denken wir auch an die Hinterbliebenen der Ermordeten, an ihre Freunde und an ihre Kolleginnen und Kollegen. Wir können nur erahnen, wieviel Kraft die schmerzhafte Erinnerung an diese schreckliche Tat von ihnen fordert. Wir sind mit unseren Gedanken an ihrer Seite.“ Hellweg ergänzte, gegen solch heimtückischen Taten werde es auch weiterhin nur wenig, wenn gar keinen Schutz geben. Der Dienstherr werde sich aber daran messen lassen müssen, seinen Beschäftigten den größtmöglichen Schutz zukommen zu lassen. Hier habe man die Schutzausstattungen wie persönliche Westen, aber auch Kommunikationsmittel zu bedenken.

Dem Wunsch der Hinterbliebenen entsprechend, wurde in einem kleinen Rahmen am Gedenkstein am Waldparkplatz Rottmündetal im Beisein von Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten, Polizeidirektor Matthias Kinzel, Polizeioberrat Oliver Busche sowie Vertreterinnen und Vertretern des Personalrates und der Gewerkschaften ein Kranz im Gedenken an Jörg Lorkowski und Andreas Wilkending niedergelegt.

Gwendolin von der Osten schlägt den Bogen in die heutige Zeit: „Unsere Einsatzkräfte sehen sich heute zunehmend Angriffen ausgesetzt – verbal, digital im Netz, aber auch in Form von körperlichen Auseinandersetzungen und Gewalt. Nicht selten werden sie bei Ihrer Pflichterfüllung teils schwer verletzt. Diesen Zustand können, wollen und werden wir nicht akzeptieren und setzen deswegen alles daran, um unsere Beamtinnen und Beamten insbesondere im Einsatz- und Streifendienst einerseits zu schützen, die Täterinnen und Täter andererseits aber auch konsequent strafrechtlich zu verfolgen. Gleichzeitig ist die Gesellschaft gefordert: Gewalt gegen Einsatzkräfte, nicht nur gegen Polizei, sondern auch gegen Rettungsdienste und Feuerwehren, muss öffentlich ganz deutlich geächtet werden.“

Als „eine Tat, die tiefe Spuren hinterlassen und das Leben vieler Menschen geprägt und verändert hat“ beschreibt Oliver Busche die Geschehnisse vom 12. Oktober 1991. „Diese Tat ist Mahnung für das, was Hass und Gewalt auslösen können. Andreas Wilkending und Jörg Lorkowski waren geschätzte Kollegen, persönlich ausgeglichen und mit vorbildlicher Einstellung. Sie waren gekommen, um zu helfen“, so der Leiter des Polizeikommissariats Holzminden.

Sie waren gekommen, um zu helfen – so lautet deshalb auch die Inschrift auf dem Gedenkstein am Waldparkplatz Rottmündetal. Sie kamen nie zurück.

Polizeidirektion Göttingen


https://de.wikipedia.org/wiki/Polizistenmord_von_Holzminden

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Polizistenmord-von-1991-Verurteilter-beantragt-Entlassung,solling206.html

https://youtu.be/wwDmO9_CYt0

https://youtu.be/Oa439jBekuw

 

 





17-Jährige beobachtet Diebstahl ihres Pedelecs und verfolgt Täter: Polizei sucht Zeugen


(ots) Kassel-Bad Wilhelmshöhe: Den Diebstahl ihres eigenen Pedelecs aus einem Vorgarten im Kasseler Stadtteil Bad Wilhelmshöhe beobachtete am gestrigen Montagabend zufällig eine 17-Jährige. Mit einem Fahrrad, das der unbekannte Täter zurückgelassen hatte, nahm sie sofort die Verfolgung des Mannes auf, verlor ihn aber kurze Zeit später aus den Augen. Die Kasseler Polizei sucht nun nach Zeugen, die Hinweise auf den Fahrraddieb geben können. Die Jugendliche beschrieb den Polizisten einen 17 bis 25 Jahre alten und schlanken Mann mit kurzen Haaren, der ca. 1,70 Meter groß war, einen weißen Pullover mit schwarzer Aufschrift auf der Brust trug und ein südländisches Erscheinungsbild hatte.

Ereignet hatte sich der Diebstahl des Pedelecs im Wert von 1.500 Euro in der Sachsenstraße, nahe der Landgraf-Karl-Straße, gegen 19:30 Uhr. Wie die 17-Jährige aus Kassel den aufnehmenden Beamten des Polizeireviers Süd-West schilderte, wollte sie im Haus etwas abholen und hatte ihr Rad für einen kurzen Moment ungesichert im Vorgarten abgestellt. Als sie zufällig aus dem Fenster sah, beobachtete sie den Dieb, der ihr Pedelec über den Zaun hob und damit in Richtung Werraweg davonfuhr. Die Kasselerin eilte sofort nach draußen und verfolgte mit dem Fahrrad den Täter, dessen Spur sich im Werraweg verliert. Das zurückgelassene silberne Damenfahrrad der Marke Herkules stellten die Polizisten sicher. Ob dieses möglicherweise auch aus einem Diebstahl stammt, ist noch ungeklärt und nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Zeugen, die den Ermittlern der Regionalen Ermittlungsgruppe der Kasseler Polizei Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 zu melden.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Unbekanntes Trio beraubt 50-Jährigen in Hinterhof: Kasseler Kripo sucht Zeugen


(ots) Kassel-Nord: Drei bislang unbekannte Täter haben am Freitagnachmittag einen 50-jährigen Mann im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses in der Kasseler Nordstadt beraubt. Sie hatten das Opfer zunächst körperlich angegriffen und dann mit Pfefferspray attackiert, woraufhin dieser kurz das Bewusstsein verloren hatte. Als er wieder zu sich kam, waren die Räuber, die ihm eine goldfarbene Modeschmuckkette und einen Ring gestohlen hatten, bereits verschwunden. Die mit den weiteren Ermittlungen betrauten Beamten des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo erbitten Zeugenhinweise.

Der Überfall in dem Hinterhof hatte sich gegen 17:45 Uhr in der Rothenditmolder Straße, nahe der Schillerstraße, ereignet. Wie der 50-Jährige aus Kassel berichtete, steuerte er auf den dortigen Hauseingang zu, als er von hinten von den drei jungen Männern in einer ihm nicht verständlichen Sprache angesprochen und dann plötzlich angegriffen wurde. Als er nach kurzer Zeit wieder zu Bewusstsein kam, lag er mit brennenden Augen am Boden und schrie laut um Hilfe. Ob die Täter möglicherweise gestört worden waren, ist bislang noch ungeklärt. Die drei Räuber waren 18 bis 20 Jahre alt, schlank, hatten dunkle Haare, einen gebräunten Teint und ein südländisches Erscheinungsbild. Einer von ihnen war ca. 1,75 Meter groß, hatte gewellte schwarze Haare und trug ein weißes Oberteil. Die anderen Täter können momentan noch nicht näher beschrieben werden. Der 50-Jährige äußerte den Verdacht, dass die drei Männer ihm zuvor auf seinem Weg von der Bushaltestelle „Erzbergerstraße“ gefolgt sein könnten.

Zeugen, die den Ermittlern des K 35 Hinweise auf die Täter geben können, melden sich bitte unter Tel. 0561-9100 bei der Kasseler Polizei.

Polizeipräsidium Nordhessen





Unbekannte Passantin mit Hund vertreibt Räuber: Zeugen in der Fiedlerstraße gesucht


(ots) Kassel-Nord: Zu einem Straßenraub mit Messer auf eine 54-jährige Frau kam es am Montagabend in der Kasseler Fiedlerstraße. Ein bislang unbekannter Täter hatte unter Vorhalt eines Messers die Herausgabe von Bargeld und der Handtasche gefordert. Als eine vorbeikommende unbekannte Passantin mit Hund auf die Situation aufmerksam wurde und den Täter ansprach, ergriff er ohne Beute die Flucht.

Auch die verängstigte 54-Jährige lief weg und flüchtete sich in Sicherheit. Da die Frau auch später noch deutlich unter dem Eindruck der Geschehnisse stand, erstattete sie erst am gestrigen Donnerstag eine Anzeige bei der Polizei. Die Ermittler des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo suchen nun nach der couragierten Zeugin, die weitere Angaben zu dem Täter machen könnte, sowie weiteren Zeugen der Tat.

Wie die 54-Jährige aus Kassel bei der Anzeigenerstattung berichtete, hatte sich der Raub in der Fiedlerstraße, in Höhe der Hausnummer 148, gegen 21 Uhr ereignet. Sie hatte die Fußgängerbrücke der Ahne überquert und lief gerade über den Zebrastreifen, als sie der Täter von hinten ansprach und mit dem Messer bedrohte. Vermutlich durch das laute Rufen des Opfers wurde die Passantin auf die Situation aufmerksam und kam näher. Als sie den Mann ansprach, flüchtete er über die Brücke in Richtung Grünanlage. Von ihm liegt folgende Beschreibung vor:

   - 20 bis 30 Jahre alt, ca. 1,70 Meter groß, schwarze Haare, 
     schwarze FFP2 Maske, trug eine schwarze Jacke und eine 
     Jogginghose.

Bei der couragierten Zeugin soll es sich um eine ältere Frau mit Hund gehandelt haben. Sie sowie weitere, bislang nicht bekannte Zeugen werden gebeten, sich unter Tel.: 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Mann mit Mistgabel und Schlagstock angegriffen – Angreifer in Haft


(ots) Homberg/Efze

Mann mit Mistgabel und Schlagstock angegriffen

Zeit: Mittwoch, 06.10.2021, 12:20 Uhr

Mann wurde durch Angreifer zuerst mit Mistgabel und anschließend mit Schlagstock attackiert. Nachdem der Angriff abgewehrt werden konnte flüchtete der Angreifer vom Tatort. Polizei faste ihn in Tatortnähe.

Ein Mann wurde im Rahmen von Streitigkeiten in der Salzgasse in Homberg durch einen Angreifer zuerst mit einer Mistgabel und im weiteren Verlauf mit einem Teleskopschlagstock angegriffen. Der 21-jährige Angreifer aus Homberg attackierte den 43-jährigen, ebenfalls aus Homberg stammenden Mann, nach wiederholten Streitigkeiten. Erst als ein dritter versuchter Angriff mit einer Spitzhacke durch die Mutter des Angreifers verhindert wurde, flüchtete der Angreifer vom Tatort und ließ von dem Opfer ab. Eine herbeigerufene Polizeistreife konnte den Angreifer kurz darauf in Tatortnähe widerstandslos festnehmen. Die Kriminalpolizei Homberg hat die Ermittlungen wegen Verdachts des versuchten Totschlags aufgenommen. Der Festgenommene wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel der Haftrichterin des Amtsgerichts Fritzlar vorgeführt. Die Haftrichterin erließ Haftbefehl gegen den Festgenommenen, woraufhin dieser in die Justizvollzugsanstalt Kassel eingeliefert wurde. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen des Vorfalles werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





Polizei schnappt Fahrraddiebe auf frischer Tat


(ots) Kassel-Mitte: Dank einer aufmerksamen Anwohnerin schnappten Streifen des Polizeireviers Mitte am Donnerstagmorgen in der Kölnischen Straße zwei Fahrraddiebe auf frischer Tat.

Die Zeugin hatte gegen 5:30 Uhr verdächtige Geräusche aus dem Hinterhof des Mehrfamilienhauses wahrgenommen und daraufhin aus dem Fenster geschaut.

Dort sah sie zwei verdächtige Männer, die sich an einem angeschlossenen Pedelec zu schaffen machten und alarmierte sofort die Polizei.

Nur zwei Minuten nach Eingang der Mitteilung entdeckten die sofort entsandten Streifen in unmittelbarer Nähe die mutmaßlichen Diebe, die das Fahrrad vor sich herschoben.

Das hochwertige Pedelec im Wert von rund 3.000 Euro stellten sie sicher.

Die 35 und 21 Jahre alten Tatverdächtigen aus Kassel wurden nach den polizeilichen Maßnahmen auf dem Revier auf freien Fuß entlassen.

Die Ermittlungen gegen sie dauern an.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Räuber attackieren 60-Jährigen mit Pfefferspray und erbeuten Goldkette: Zeugen gesucht


Beispielbild

(ots) Kassel-Mitte: Das Opfer eines Raubes durch zwei bislang unbekannte Täter wurde am gestrigen Mittwochnachmittag ein 60-jähriger Mann im Treppenhaus eines Mehrparteienhauses in der Kasseler Innenstadt. Die Räuber hatten ihn mit Pfefferspray attackiert und anschließend seine Goldkette vom Hals gerissen. Mit ihrer Beute flüchteten die Täter letztlich unerkannt. Die mit den Ermittlungen in diesem Fall betrauten Beamten des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo suchen Zeugen, die Hinweise zu dem Raub geben können.

Wie die aufnehmende Streife des Polizeireviers Mitte berichtet, ereignete sich die Tat gegen 17:05 Uhr in einem Mehrparteienhaus in der Brüderstraße, Ecke Marställer Platz. Der 60-Jährige aus Kassel schilderte den Polizisten, dass er zu dieser Zeit kurz nach Betreten des Hauses in dem Treppenhaus von hinten angesprochen wurde. Als er sich umdrehte, sprühte ihm einer der beiden Täter völlig unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht, sodass er nichts mehr sehen konnte. Danach wurde er am Kragen seines T-Shirts gepackt. Nachdem er sich zur Wehr gesetzt und laut geschrien hatte, flüchteten die Täter aus dem Haus. Wie das Opfer später bemerkte, hatten die Unbekannten ihm seine Goldkette vom Hals gerissen. Zudem äußerte er die Vermutung, dass die Täter ihm möglicherweise zuvor auf seinem fußläufigen Weg vom Königsplatz gefolgt sein könnten. Von dem Räuber, der das Pfefferspray eingesetzt hatte, liegt folgende Beschreibung vor:

Ca. 20 bis 25 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß, schlank, leicht gebräunte Haut, dunkle Haare, südländisches Erscheinungsbild.

Sein unbekannter Komplize soll ebenfalls ein südländisches Erscheinungsbild gehabt haben, kann aber ansonsten nicht näher beschrieben werden.

Wer den Ermittlern des K 35 Hinweise zu dem Raub oder auf die Täter geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden.

Polizeipräsidium Nordhessen





19-jähriger Autofahrer benutzt Blaulicht und bremst Rettungswagen im Einsatz aus


(ots) Kassel-Bettenhausen: Weil er am Mittwochabend im Kasseler Stadtteil Bettenhausen ein Blaulicht einschaltete und einen im Einsatz befindlichen Rettungswagen ausbremste, muss sich ein 19-Jähriger aus Niestetal nun wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr und Amtsanmaßung verantworten. Die Rettungssanitäter hatten die Polizei wegen des Autos mit eingeschaltetem Blaulicht verständigt, da dieses nicht den Eindruck eines Zivilwagens der Polizei machte. Die anschließende Fahndung mit dem durchgegebenen Kennzeichen führte die Polizisten des Reviers Ost schließlich zur Wohnanschrift des 19-Jährigen, der sich reumütig zeigte und den Beamten das Blaulicht aushändigte. Er erklärte, dass er sich mit der Aktion einen Spaß erlauben, aber den Rettungswagen nicht behindern wollte.

Die Mitteilung über den Pkw mit Blaulicht war gegen 22 Uhr bei der Polizei eingegangen. Die Rettungssanitäter waren mit ihrem Fahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht in der Osterholzstraße unterwegs, als plötzlich von links aus der Göttinger Straße das Auto mit Blaulicht kam, ein Stoppschild überfuhr, ihnen die Vorfahrt nahm und sich vor sie setzte. Dadurch war der Fahrer des Rettungswagens gezwungen, abzubremsen. Anschließend nahm der Mann am Steuer des Wagens während der Fahrt das Blaulicht durch das geöffnete Fenster vom Dach und hielt an der roten Ampel an. Die Rettungskräfte setzten den Transport ihres Patienten in ein Krankenhaus fort, alarmierten aber gleichzeitig telefonisch die Polizei. Zu einem zeitlichen Verzug des dringenden Transports war es glücklicherweise nicht gekommen. Die Ermittlungen gegen den 19-Jährigen dauern an.

Polizeipräsidium Nordhessen





Bundespolizei sucht Zeugen – Sitzbank am Willy-Bahnhof umgefahren


ots) Seit (5.10.) ermittelt die Bundespolizeiinspektion Kassel wegen „Unerlaubten Entfernens vom Unfallort“.

Ein bislang Unbekannter hat offensichtlich bei einem Fahrmanöver eine Sitzbank am Busbahnhof Kassel-Wilhelmshöhe beschädigt und sich anschließend vom Unfallort unerlaubt entfernt, ohne den Schaden zu melden.

Bahnmitarbeiter stellten den Schaden fest und informierten die Bundespolizei.

Der entstandene Schaden wird auf ca. 1000,-EUR geschätzt.

Zeugenhinweise

Wer Angaben zu dem Fall machen kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Kassel, Tel. 0561 81616-0 oder unter www.bundespolizei.de zu melden.

 

Bundespolizeiinspektion Kassel





Betrunken zum Drive-In gefahren: 41-Jähriger kommt gerufener Streife entgegen


(ots) Vellmar (Landkreis Kassel): Erheblich alkoholisiert war am gestrigen Dienstagabend ein 41-jähriger Mann am Steuer seines Wagens in Vellmar unterwegs. Hierbei war er gegen 22:30 Uhr einem anderen Autofahrer aufgefallen, der hinter ihm im Drive-In eines Schnellrestaurants wartete. Wie der aufmerksame Zeuge am Telefon der Polizei schilderte, habe der betrunken wirkende Fahrer an dem Autoschalter zunächst auffällig rangiert und dann nichts zu essen bekommen, da er offenbar kein Geld dabeihatte. Auch der mehrmalige Versuch beim Zahlen mit der Karte die richtige PIN einzugeben, scheiterte. Der sofort entsandten Streife des Polizeireviers Nord kam das Auto mit dem genannten Kennzeichen wenige Augenblicke später auf ihrer Anfahrt in der Holländischen Straße entgegen. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 41-Jährige aus Vellmar erheblich unter Alkoholeinfluss stand und sich nach dem Aussteigen aus seinem Auto kaum auf den Beinen halten konnte. Darüber hinaus hat er keinen Führerschein. Er musste die Polizisten auf das Revier begleiten, wo ein Arzt ihm eine Blutprobe entnahm. der 41-Jährige muss sich nun wegen Trunkenkeit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Polizeipräsidium Nordhessen





Bei Angriff verletzte 27-Jährige aus Delmenhorst gestorben

 

 

(dpa) Nach dem tödlichen Angriff auf einen 23-Jährigen in Delmenhorst ist auch die beim zweiten Angriff schwer verletzte 27-Jährige gestorben.

Wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch mitteilte, starb die Frau am Dienstagabend im Krankenhaus. Um die genaue Todesursache zu klären, soll der Leichnam obduziert werden.

Tatverdächtig für beide Gewalttaten ist ein 34 Jahre alter Mann. Der Iraker soll den 23-Jährigen am Sonntagabend in einer Gaststätte niedergestochen haben. Laut dem Obduktionsergebnis wurde das Opfer durch die Stiche tödlich verletzt. Die Verletzungen deuteten auf ein Messer als Tatmittel hin, so die Polizei. Kurze Zeit später soll der 34-Jährige versucht haben, die 27-Jährige zu töten. Sie wurde lebensbedrohlich verletzt, im Krankenhaus verbesserte sich ihr Zustand vorübergehend.

Der Tatverdächtige wurde im nahe gelegenen Bremen festgenommen. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Sie ermittelt auch gegen einen möglichen Helfer des mutmaßlichen Täters. Dabei handelt es sich um einen 43 Jahre alten Mann aus Delmenhorst, der irakischer Staatsbürger ist. Er sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft geht nach den bisherigen Ermittlungen von einer Beziehungstat aus. Demnach waren der 34-Jährige und die 27-Jährige früher ein Paar. In welchem Verhältnis die 27-Jährige und der 23-Jährige standen, war zunächst unklar.

 




Schwerer Unfall auf A 49: Mutmaßlicher Verursacher flüchtet; Zeugen gesucht


(ots) A 49/ Kassel: Am gestrigen Dienstagmorgen kam es auf der A 49 am Autobahnkreuz Kassel West zu einem Auffahrunfall, bei dem der Fahrer eines Kleintransporters leicht verletzt wurde und erheblicher Sachschaden entstand. Wie sich erst bei der Unfallaufnahme durch die hinzugerufene Polizei herausstellte, war der mutmaßliche Verursacher des Unfalls geflüchtet. Wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der Landung eines Rettungshubschraubers musste die Autobahn in Richtung Kassel für 1 ½ Stunden voll gesperrt werden, weshalb es zu Stau und Verkehrsbehinderungen kam. Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die den Unfall gesehen haben oder Hinweise auf den flüchtigen Verursacher geben können.

Wie die am Unfallort eingesetzte Streife der Autobahnpolizei berichtet, ereignete sich der Unfall gegen 9:20 Uhr. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der unbekannte Verursacher auf der A 49 von Baunatal kommend in Richtung Kassel unterwegs und wollte am Autobahnkreuz auf die A 44 in Richtung Dortmund fahren. Offenbar wegen eines Rückstaus auf dem kombinierten Verzögerungs- und Beschleunigungsstreifen konnte der Fahrer mit seinem dunklen Pkw nicht nach rechts auf diese Spur wechseln und blieb unvermittelt mitten auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn stehen. Um nicht auf das plötzlich vor ihm stehende Auto aufzufahren, wich der nachfolgende 49-jährige Fahrer eines Sattelzugs aus Polen auf die linke Spur aus. Dem ausscherenden Sattelzug wiederum konnte der dahinterfahrende 23-jährige Mann am Steuer eines Kleintransporters nicht mehr ausweichen und krachte in das Heck des Sattelaufliegers. Der 23-Jährige aus Körle zog sich leichte Verletzungen zu und wurde vorsorglich in ein Kasseler Krankenhaus gebracht. Aufgrund der ersten Ermittlungen und Zeugenbefragungen ist davon auszugehen, dass der Fahrer des auf die A 44 in Richtung Dortmund geflüchteten dunklen Pkw den schweren Unfall bemerkt haben dürfte. Ein Kennzeichen ist bislang nicht bekannt. An dem Sattelauflieger entstand ein Schaden von rund 5.000 Euro. Auf ca. 10.000 Euro beläuft sich der Totalschaden an dem Kastenwagen, der abgeschleppt werden musste. Zudem war anschließend die Reinigung der Fahrbahn von Fahrzeugteilen und ausgelaufenen Betriebsstoffen erforderlich.

Die weiteren Ermittlungen werden bei der Polizeiautobahnstation Baunatal geführt. Wer Hinweise zu dem Unfall oder auf den Verursacher geben kann, meldet sich bitte unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen





Gaffen tötet! Anti-Gaffer-Projekt startet auf Fachmesse Florian


Pilotprojekt wird bundesweit ausgerollt und wissenschaftlich begleitet

(ots)Auf der Messe Florian zeigen die Johanniter zum ersten Mal den großflächigen QR-Code auf einem Rettungswagen, der die technische Abnahme durch die DEKRA durchlaufen hat.

Mit diesem digitalen Feature wollen die Johanniter dem täglichen Voyeurismus an Unfallorten Einhalt gebieten und damit Menschenleben retten. „Aber nicht mit Strafandrohung, sondern mit Aufklärung. Gaffer sollen ihr Verhalten überprüfen“, betont Jörg Lüssem, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Dazu setzt die Hilfsorganisation auf großflächige QR-Codes beispielsweise auf Rettungswagen. Erfasst das Smartphone eines Schaulustigen das Fahrzeug, erkennt die Kamera den QR-Code und schlägt eine Weiterleitung auf die Seite www.gaffen-toetet.de vor. Dort erscheint die Warnung: „Achtung! Gaffen tötet! Es kann Rettungskräfte behindern und zur Straftat werden.“ Außerdem finden sich auf der Seite kurze Verhaltenshinweise.

Die Johanniter verfolgen damit keine kurzfristige Effekthascherei. Vielmehr will die Hilfsorganisation aufklären und das Verhalten am Unfallort wissenschaftlich untersuchen. Unter die Lupe nimmt das fünfköpfige Team um Prof. Marisa Przyrembel von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften diverse Hypothesen aus der Notfall-, Sozial- und Motivationspsychologie. Die begleitende Studie soll nun die lange überfällige Zahlenbasis liefern. Ausgewertet werden die Klicks auf den QR-Code, Informationen der Einsatzkräfte vor Ort sowie die Umgebungsbedingungen. Dabei geht das Team der Johanniter-Hochschule folgenden Fragen nach: Wie viele Gaffer gibt es im Durchschnitt? Wie genau stören die? Inwiefern machen Gaffer die Rettungskräfte nervös? Wie stark werden diese von der eigentlichen Aufgabe abgelenkt? Ziehen viele Rettungsmittel oder ein Hubschrauber die Gaffer erst richtig an? Wann werden die „Zeugen“ zu Behinderern oder gewalttätigen Störern? Gaffen-toetet.de soll am Ende belegen, welches Vorgehen störendes Verhalten unterbindet oder Gaffer ganz abhält.

Aus Sicht der Fachleute ist Aufklärung und Selbstreflektion besser als Strafe, „denn hinter dem Gaffen verbergen sich zutiefst menschliche Züge“, betont Przyrembel: „Aus der Notfallpsychologie wissen wir: Es spielen viele Motive eine Rolle. Kaum jemand hat den Vorsatz, Menschenleben in Gefahr zu bringen. Menschen werden zu Gaffern, weil sie unbedingt das Video mit der ‚Sensation‘ aufnehmen wollen, oder auch, um mit ‚guter Absicht‘ das Geschehen zu dokumentieren. Zudem ist die Reaktion verständlich. Hat es irgendwo geknallt, möchte fast jeder wissen: Was ist los und muss ich meinen Stamm, meine Sippe in Sicherheit bringen? Evolutionsbiologisch war das ein klarer Überlebensvorteil.“ Einige beobachten, weil sie die Expertise der Rettungskräfte bewundern und „ihren Helden“ nah sein möchten. „Die Leute stehen aber tatenlos im Weg, weil das die anderen auch tun und niemand hilft“, erklärt die promovierte Psychologin Przyrembel: „Wir nennen das Verantwortungsdiffusion: Der sogenannte Bystander-Effekt führt dazu, dass jeder sich darauf verlässt, der andere werde schon richtig handeln. Mein Stück vom Verantwortungskuchen wird mit zunehmender Zahl der Anwesenden immer kleiner. Das sind gut erforschte gruppendynamische Prozesse.“

Zudem geht von einem Unfall eine „magische“ Anziehungskraft aus. Das belegen Eye-Tracking-Studien – also Laborversuche, bei denen die Augenbewegung ausgewertet wird: Im Schnitt sehen die Vorbeifahrenden 12 Sekunden zu. Niemand schaut nicht hin. Schon nach 2 Sekunden des „Gaffens“ werden durch die Ablenkung Folgeunfälle wahrscheinlich. Fast alle wissen, das ist sozial nicht erwünscht. „Deshalb bestreiten die Probanden das in direkten Befragungen“, ergänzt Przyrembel. „So haben solche ‚Erkenntnisse‘ kaum Aussagekraft. Hier wollen wir Licht ins Dunkel bringen.“

Auch, wenn die Motive nachvollziehbar sind, Gaffen ist kein Kavaliersdelikt. Schnell wird daraus eine Ordnungswidrigkeit nach § 113 OWiG oder Straftat nach den §§ 201a oder 232c StGB. Die Vorabbefragungen der Einsatzkräfte haben zudem ergeben, dass sie sich durch Beobachter und Kameras unter Stress gesetzt fühlen – auch eine zutiefst menschliche Regung, welche die Fehlerwahrscheinlichkeit steigert. „Selbst bei bester Ausbildung und intensivem Training steht hier das Wohl der Menschen auf dem Spiel“, unterstreicht Lüssem. Deshalb haben die Johanniter gemeinsam mit der Agentur Scholz & Friends überlegt, wie man diese „Störenfriede“ überzeugen kann, hilfreich zu sein. Klar war von Anfang an, das Rettungspersonal hat keine Zeit für pädagogische Vorträge am Einsatzort. Ihre Aufmerksamkeit gilt den Verletzten.

Das Pilot-Projekt läuft ein Jahr – bundesweit an 22 Standorten.

Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.

 





Streit endet mit Stichverletzung: 25-jähriger Tatverdächtiger bei Fahndung festgenommen


Messerangreifer

Kassel-Nord: Am Sonntagmittag kam es gegen 13:40 Uhr in der Kasseler Mombachstraße, nahe der Holländischen Straße, zu einem Streit zwischen zwei Männern. In dessen Verlauf soll einer der Männer dem anderen mit einem Messer eine Stichverletzung am Hals zugefügt haben. Der in Kassel wohnende 32-Jährige wurde hierbei schwer verletzt und musste von den alarmierten Rettungskräften anschließend in ein Kasseler Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr bestand für ihn nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Den in Nieste wohnenden 25-jährigen Tatverdächtigen konnten Zivilfahnder der Operativen Einheit der Kasseler Polizei bei der umgehend eingeleiteten Fahndung am Universitätsplatz festnehmen. Wie die ersten Ermittlungen ergaben, sollen die beiden Männer mit somalischer Staatsangehörigkeit miteinander bekannt sein. Aus bislang unbekannter Ursache waren sie vor einer Bar in Streit geraten, der schließlich mit dem Einsatz des Messers und der Stichverletzung endete. Das mutmaßliche Tatmittel wurde bei dem Tatverdächtigen aufgefunden und sichergestellt. Den festgenommenen 25-Jährigen brachten die Beamten in das Polizeigewahrsam.

Auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft wird der Tatverdächtige am gestrigen Montag wegen gefährlicher Körperverletzung einem Haftrichter vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen werden von den Beamten des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo geführt.

Polizeipräsidium Nordhessen





Korbach – Kondomautomat aufgebrochen


 (ots) Auf Kondome und Bargeld hatten es Unbekannte in Korbach abgesehen. Die Polizei sucht Zeugen.

Sie brachen gewaltsam einen Kondomautomaten an der Einmündung Am Stege / Flechtdorfer Straße auf.

Aus dem Automaten stahlen sie Kondome und Bargeld, die Höhe des Diebesgutes ist noch unklar.

Den entstandenen Sachschaden schätzten die Polizeibeamten auf etwa 150 Euro.

Die Tatzeit steht noch nicht fest, die Straftat wurde am Freitagabend festgestellt.

Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen.

Hinweise bitte an die Polizeistation Korbach, Tel. 05631-971-0.

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Kassel (Stadt): Vermisster 73-jähriger Mann aus Kassel


(ots) Seit dem heutigen Montag, 04.10.2021, 13:10 Uhr, wird der 73-jährige Gerhard H. aus Kassel vermisst.

Der Mann wurde zuletzt im Bereich der Hermannstrasse gesehen.

Der Vermisste ist dement und leicht orientierungslos.

  • Gerhard H. ist ca. 165-175 cm groß und schlank.
  • Er hat graues volles Haar und trägt einen Oberlippenbart.
  • Bekleidet ist er mit einem blauen Blouson und
  • einer dunklen langen Hose.

Der Vermisste hält sich gerne in Zügen bzw. Strassenbahnen auf.

Wer Hinweise zum Aufenthaltsort des Vermissten geben kann wird gebeten, sich bei der Kasseler Polizei unter Tel.: 0561-9100 zu melden.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Fiat Punto fährt Garage zu Klump


Bild ©Polizei

Wie die Polizei am frühen Sonntagmorgen berichtete, befuhr ein 35jähriger aus Kassel, am gestrigen Abend eine Straße in Kassel-Harleshausen.

Vermutlich aufgrund des vorangegangenen Alkoholkonsums und der nicht angepassten Geschwindigkeit, bekam der Fahrer Probleme.

Das Fahrzeug kam von der Fahrbahn ab, überfuhr einen sich tapfer in den Weg stellenden Busch und krachte den Stützpfeiler einer Garage.

Die Garage ist nunmehr einsturzgefährdet aufgrund des Zusammenpralls.

Auch für den 35jährigen ging das Ganze leider nicht glimpflich ab, er erlitt mehrere Frakturen, wesehalb er in ein Kasseler Krankenhaus gebracht werden musste.

Dort hat er nun die nächsten Tage etwas Zeit sich Gedanken zu machen und hoffentlich die richtigen Lösungen für die Zukunft zu finden.

 





Kriminalpolizei Korbach warnt vor Erpressung im Internet mit der Masche „Sextortion“


(ots)Immer mal wieder endet ein vermeintlich harmloser Chat oder Flirt über soziale Medien in skrupellosen Erpressungen. Die Polizei des Landkreises Waldeck-Frankenberg warnt aktuell vor der sogenannten Sextortion-Masche, da sich die Fälle in letzter Zeit gehäuft haben.

Bei dem Kriminalitätsphänomen „Sextortion“, ein zusammengesetztes Wort aus „Sex“ und „Extortion“ (Erpressung), handelt es sich um eine Erpressungsmasche im Internet. Bei dieser lernen Betroffene zunächst eine fremde Person über ein soziales Netzwerk oder eine Chatplattform kennen. Die Täter lenken die Kommunikation geschickt auf eine Video-Telefonie um. Hier werden die potentiellen Opfer dann aufgefordert, sich vor einer Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Die oftmals nur leicht bekleideten Damen oder Herren bringen ihre Gesprächspartner dazu, die selbst gefertigten Nackt- oder Masturbationsbilder bzw. -videos zu übersenden.

Führen die Opfer sexuelle Handlungen im Rahmen eines Livestreamings an sich durch, zeichnen die Täter dies vor der Kamera auf.

Im Anschluss fordern die Kriminellen Geld von den betroffenen Männern oder Frauen. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, drohen sie damit, dass die Bilder oder Videos an Familie, Freunde und Bekannte weitergeleitet und im Internet veröffentlicht werden.

In Waldecker Land traf es einen 19-jährigen Mann.

Er lernte über einen Online-Dienst eine junge Frau kennen. Nachdem sich die beiden einige Tage per Chat über eine App ausgetauscht hatten, schlug die Frau vor, dass man auf eine Video-Plattform wechseln könnte, um ein „bisschen Spaß“ zu haben. Der 19-Jährige willigte ein. Beim anschließendem Video-Chat zeigte sich die Frau in Unterwäsche und forderte den jungen Mann auf, sich zu entkleiden. Dieser Aufforderung kam er nach. Nur kurze Zeit später zeigte die Frau per Video-Chat ein Video von dem entkleideten jungen Mann. Sie hatte den vorherigen Video-Chat offensichtlich aufgezeichnet. In diesem Moment war ihm klar, dass er auf eine Betrügerin hereingefallen war. Die Frau forderte ihn nun auf, 600 Euro zu zahlen, da ansonsten die Videos von ihm an seine Kontakte gesendet werden. Da der junge Mann das vermeiden wollte, handelte er mit der Frau aus, dass er 200 Euro überweist. Sie gab sich zunächst damit zufrieden, der Mann überwies das Geld. Die Betrügerin gaukelte dem Opfer vor, dass das kompromittierende Video gelöscht wurde. Kurze Zeit später forderte sie aber erneut 200 Euro. Der Mann zahlte nun nicht mehr und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Im Frankenberger Land wurde ein 45-Jähriger Opfer eines Betrügers.

Er bekam über einen Online-Dienst Kontakt zu einem Mann. Man tauschte sich anschließend über verschieden Chat-Dienste und per Mail aus. Der 45-Jährige sandte dem Mann auch freizügige Bilder. Einige Zeit später schrieb der Betrüger, dass er 250 Euro braucht. Für den Fall der Nichtzahlung drohte er an, die freizügigen Bilder an seine Familie zu senden. Nachdem der 45-Jährige sich anfangs weigerte, ließ er sich nach weiteren Drohungen darauf ein und überwies die geforderten 250 Euro per Western Union. Der Betrüger schrieb, dass er die Bilder gelöscht habe. Nur kurze Zeit später forderte er aber noch mehr Geld, nun sollte der 45-Jährige 2.500 Euro oder wöchentlich 500 Euro überweisen. Erst jetzt entschloss sich der Geschädigte nicht mehr zu zahlen und zur Polizei zu gehen.

In den beiden geschilderten Fällen haben die Opfer der Erpressung bezahlt. Bei der Polizei im Landkreis wurden einige weitere vollendete Erpressungen, aber auch mehrere Fälle von versuchten Erpressungen, bekannt. Bei den versuchten Erpressungen haben die Opfer richtig gehandelt: Nicht gezahlt und Anzeige erstattet.

Eine gesunde Portion Misstrauen ist nicht verkehrt, um gar nicht erst in die Opferrolle zu kommen. Grundsätzlich sollte man skeptisch sein, wenn wildfremde Personen über Facebook oder andere soziale Netzwerke Kontakt suchen und zu flirten beginnen. Die Polizei gibt dazu folgende Hinweise:

   -	Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
   -	Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäreeinstellungen.
   -	Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.
   -	Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
   -	Im Zweifel: kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
   -	Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.
   -	Halten Sie Betriebs- sowie Virenschutzsysteme auf Ihren online-genutzten Endgeräten immer auf dem aktuellen Stand.

Falls Sie bereits erpresst werden:

   -	Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
   -	Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
   -	Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird.
   -	Brechen Sie den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab, reagieren Sie nicht auf Nachrichten.
   -	Sichern Sie die Chatverläufe und Nachrichten mittels Screenshot

 

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg





Der 83-jährige Reinhard T. aus Kassel wird vermisst. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.


(ots)Seit Freitag, 01.10.2021, 15:30 Uhr wird der 83-jährige Reinhard T. aus Kassel vermisst.

Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Reinhard T. wird wie folgt beschrieben: Männlich, 170 cm groß, graue Haare.

Er ist mit einem blau-kariertem Hemd, einer schwarzen Jacke mit hellem Kragen und schwarzen Laufschuhen bekleidet.

Herr T. trägt vermutlich ein schwarzes Basecap.

Wer Reinhard T. seit Freitag, 15:30 Uhr gesehen hat oder Hinweise auf seinen Aufenthaltsort geben kann,

meldet sich bitte unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen oder jeder anderen Polizeidienststelle.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Was ist bloß los mit den Menschen? Gaffer erschweren Arbeit der Rettungskräfte und filmen das Opfer auch noch


Zu einem Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Passanten kam es am heutigen Nachmittag in der Kasseler Innenstadt.

Aufgrund der eingegangenen Notrufe wurde die Berufsfeuerwehr Kassel mit dem Rüstzug der Feuerwache 1 sowie zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug zur Einsatzstelle am Friedrichsplatz entsandt.

Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr Kassel lag die verletzte Person unter dem vorderen Bereich der Straßenbahn.

Nach der schnellen Rettung der Person, wurde diese durch den Rettungsdienst behandelt und schwerverletzt in ein Kasseler Krankenhaus gebracht.

Die Rettung der Person wurde durch eine große Anzahl an Gaffern erschwert.

Diese unterließen es auch nicht, Filmaufnahmen von dem Unfall und der betroffen Person zu tätigen.

Für die Dauer des Einsatzes war die Königsstraße gesperrt.





Bundeskriminalamt veröffentlicht Bundeslagebild Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte 2020


BKA: Deutlich mehr Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Corona-Jahr

(ots) Im Berichtsjahr 2020 wurden mit 38.960 Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVB) 325 mehr Fälle als im Jahr 2019 registriert (+0,8 Prozent). Bei der Anzahl der als Opfer von solchen Gewalttaten erfassten PVB fiel der Anstieg noch deutlicher aus: Hier wurden in 2020 84.831 betroffene PVB gezählt, also 4.474 Opfer mehr als im Vorjahr (+5,9 Prozent; 2019: 80.084), wie aus dem heute vom Bundeskriminalamt (BKA) veröffentlichten Bundeslagebild Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte hervorgeht.

Damit erreichen sowohl die Fall- als auch die Opferzahlen im Bereich der Gewaltkriminalität gegen PVB erneut Höchstwerte – der negative Trend der letzten Jahre setzte sich auch 2020 fort. So stieg die Anzahl der Gewalttaten gegen PVB seit 2012 um 20 Prozent und die Anzahl der als Opfer registrierten PVB sogar um 42 Prozent. Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Gewaltbereitschaft gegenüber PVB in der Bevölkerung und zeugen von einer sinkenden Wertschätzung der Einsatzkräfte, welche immer häufiger ihre Gesundheit ernsthaft riskieren müssen, um ihre Aufgabe, die Bevölkerung vor Gefahren zu schützen, erfüllen zu können.

Besorgniserregend ist darüber hinaus vor allem der sprunghafte Anstieg der Anzahl von PVB, die Opfer von versuchten und vollendeten Tötungsdelikten wurden. Insgesamt zählte das BKA im Berichtsjahr 2020 bei 63 Mord- und Totschlagdelikten 114 PVB als Opfer, damit wurden bundesweit 42 mehr PVB als Opfer registriert als im Vorjahr (2019: 72 PVB). Bis auf einen Mordfall blieben die Tötungsdelikte im Versuchsstadium. Im Bereich der Gewaltkriminalität gegen PVB gab es weitere prozentual signifikante Anstiege der Opferzahlen bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungsdelikten, die gegenüber 2019 um 20,6 Prozent zunahmen (2019: 2.280; 2020: 2.749 PVB) sowie bei den tätlichen Angriffen, bei welchen mit 29.247 PVB insgesamt 11,7 Prozent mehr als Opfer registriert wurden als im Vorjahr (2019: 26.176 Fälle). Die meisten Opfer gab es wie schon 2019 im Zusammenhang mit Widerständen gegen Vollstreckungsbeamtinnen und Vollstreckungsbeamte – hier wurden 2020 44.213 PVB als Opfer gezählt.

Der Großteil der bei Gewalttaten gegen PVB ermittelten Tatverdächtigen ist männlich (84,5 Prozent) und deutsch (69,8 Prozent). Von den Verdächtigen waren viele zudem polizeilich bekannt (75,5 Prozent) und mehr als jeder zweite stand während der Tat unter Alkoholeinfluss (52,4 Prozent).

Auch wenn es im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie deutlich weniger Einsatzlagen im Zusammenhang mit Großveranstaltungen wie beispielsweise Fußballspielen oder Konzerten gab, nahm die körperliche Gewalt gegen PVB zu. Diese Entwicklung zu stoppen und den gegenseitigen respektvollen und wertschätzenden Umgang bei Einsatzlagen der Polizei wieder gesellschaftlich zu etablieren und stärken, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Angriffe auf Repräsentanten des Staates dürfen nicht als vermeintlich erforderliches Mittel zur Meinungsäußerung gerechtfertigt werden und sind entschieden zu verurteilen.

Weiter Informationen finden Sie im aktuellen Bundeslagebild unter: www.bka.de/BLB-Gewalt-gg-Polizei2020

Rückfragen bitte an:

Bundeskriminalamt





Polizisten stoppen gefährliche Fahrt von Sattelzug auf A 7: Rahmen am Anhänger fast vollständig durchgerissen


(ots) A 7/ Niestetal (Landkreis Kassel): Die gefährliche Fahrt eines Sattelzugs auf der A 7 bei Niestetal beendete am Donnerstagmorgen eine Zivilstreife der Direktion Verkehrssicherheit/ Sonderdienste des Polizeipräsidiums Nordhessen. Wie ein Gutachter später feststellte, war der Rahmen des mit einem 15 Tonnen schweren Aluminiumblock beladenen Sattelanhängers fast vollständig durchgerissen. Nach erster Einschätzung des Sachverständigen wäre der Rahmen noch vor Erreichen der Entladestelle im 300 km entfernten Hamburg gebrochen. Gegen die deutsche Spedition leiteten die Polizisten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Die Zivilstreife war um 8:30 Uhr wegen Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen auf der A 7 in Richtung Hannover unterwegs, als ihr der Sattelzug wegen seiner deutlich erkennbaren Schieflage auffiel. Bei der anschließenden Kontrolle und Inaugenscheinnahme des Gespanns offenbarte sich den fachkundigen Beamten der Grund für die Schieflage zunächst nicht. Auch der geladene 15 Tonnen schwere Aluminiumblock war ordnungsgemäß auf der Ladefläche befestigt und nicht ursächlich für den Schiefstand, weshalb die Polizisten den Sattelzug bei einem Gutachter in Lohfelden vorführen ließen. Dieser stellte schließlich fest, dass der Hauptrahmen des Anhängers auf beiden Seiten fast vollständig durchgerissen war. Da eine weitere Begutachtung aufgrund der erheblichen Beschädigungen zu gefährlich war, brach der Sachverständige diese sofort ab. Die Kennzeichen stellten die Polizisten sicher und untersagten die Weiterfahrt des Sattelanhängers, der voraussichtlich nicht mehr repariert werden kann. Der 50-jährige Fahrer gab an, dass ihm die Beschädigungen und die Schieflage beim Beladen nicht aufgefallen waren. Vor seiner Weiterfahrt mit der Zugmaschine des Sattelzugs bedankte er sich bei den Polizisten, dass sie ihn angehalten hatten.

Polizeipräsidium Nordhessen





Ermittlungserfolg zu Schockanruf mit hohem Schaden in Kassel: Zwei Verdächtige durch enge Zusammenarbeit der Behörden in Bayern in U-Haft


(ots) Der bundesweite Austausch und die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden im Kampf gegen organisierte Betrügerbanden hat zur Festnahme von zwei tatverdächtigen Trickbetrügern in Bayern geführt, die offenbar auch für eine Tat mit hohem Schaden in Kassel verantwortlich sind: Am 25. Juni dieses Jahres hatten zunächst unbekannte Täter eine 70 Jahre alte Kasseler Seniorin mit einem sogenannten Schockanruf überrumpelt und das Opfer dazu gebracht, den Tätern hochwertige Schmuckstücke im Werte eines unteren sechsstelligen Betrages zu übergeben.

Bei den weiteren Ermittlungen der EG SÄM der Kasseler Kripo, die für Vermögensstraftaten zum Nachteil älterer Menschen zuständig sind, tauschten sich die Kriminalbeamten bundesweit auch mit anderen Polizeibehörden über deren Erkenntnisse aus. Dabei gelang es den Ermittlern gemeinsam mit Kriminalbeamten des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, mögliche Verbindungen zu dortigen Betrugsfällen zu erkennen. Das Zusammenführen der Erkenntnisse und nicht zuletzt die Angaben eines Zeugen im Kasseler Fall führte die Polizei in Bayern schließlich auf die Spur einer 19-Jährigen und eines 32-Jährigen aus Polen.

Die beiden Verdächtigen stehen im Verdacht, an insgesamt vier vollendeten Betrugsfällen in Stadt und Landkreis Rosenheim beteiligt gewesen zu sein. Sie konnten am 12. August in Bayern festgenommen werden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. (Beachten Sie dazu bitte auch die Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd vom 17. August 2021 unter https://www.polizei.bayern.de/oberbayern/news/presse/aktuell/index.html/331590.)

Ermittlungen erhärteten Tatverdacht im Kasseler Fall

Wie die Kriminalbeamten der EG SÄM zum weiteren Verlauf der Ermittlungen in dem Kasseler Fall berichten, gelang es ihnen durch die Auswertung der vorliegenden gemeinsamen Erkenntnisse, den Tatverdacht gegen die Festgenommenen auch in diesem Verfahren zu erhärten. Demnach stehen beide im dringenden Verdacht, sich zur relevanten Zeit im Bereich des Tatorts und in Kassel aufgehalten zu haben. Die 19-Jährige ist zudem verdächtig, die Abholerin vom Schmuck des Opfers gewesen zu sein. Gegen die beiden wird nun auch in diesem Fall wegen des Verdachts des schweren Betruges ermittelt.

 

Polizeipräsidium Nordhessen





Schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 7 – Sattelzug fährt auf Stauende

 

Am Dienstag, den 28.09.2021 um 15:18 Uhr ereignete sich auf der Bundesautobahn 7 am Hattenbacher Dreieck in Fahrtrichtung Kirchheimer Dreieck ein Verkehrsunfall mit einer schwer verletzten Person.

Beteiligt waren ein 54-jähriger Fahrzeugführer eines ungarischen Sattelzuges der Marke Renault sowie ein 47-jähriger Fahrzeugführer eines deutschen Sattelzuges der Marke DAF.

Der 54 Jahre alte Fahrzeugführer des ungarischen Sattelzuges befuhr den rechten Fahrstreifen der vierspurigen Bundesautobahn 7 von Fulda kommend in Richtung Autobahndreieck Kirchheim. Der unmittelbar vorausfahrende Sattelzug befuhr ebenfalls den rechten Fahrstreifen. In Höhe der Unfallstelle bildete sich aufgrund einer Baustelle am Kirchheimer Dreieck ein Stau. Dieser wurde von dem vorausfahrenden Sattelzug wahrgenommen, so dass dieser frühzeitig abbremste und sich langsam dem Stauende näherte. Der Fahrzeugführer des ungarischen Sattelzuges erkannte dies vermutlich aus Unachtsamkeit zu spät und fuhr nahezu ungebremst auf das Fahrzeugheck des Vorausfahrenden auf. Der Fahrzeugführer versuchte noch nach rechts auszuweichen, was zur Folge hatte, dass dieser mit der Fahrerseite auf die rechte Ecke des Fahrzeughecks auffuhr. Dadurch wurde der Fahrzeugführer im stark deformierten Führerhaus eingeklemmt und musste durch Ersthelfer aus dem Fahrzeugwrack befreit werden.

Für die Versorgung des schwerverletzten Fahrzeugführers musste ein Rettungshubschrauber samt Notarzt an der Unfallstelle landen. Dafür mussten die Autobahn 7 sowie die Autobahn 5 in Fahrtrichtung Kassel für ca. eineinhalb Stunden voll gesperrt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Niederaula war ebenfalls vor Ort und nahm auslaufende Betriebsstoffe auf. Außerdem wurden die beschädigten Dieseltanks des aufgefahrenen Sattelzuges durch die Feuerwehr abgepumpt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Aufgrund des Verkehrsunfalls musste die BAB 7 in nördlicher Fahrtrichtung in der Zeit von 15:20 – 17:00 Uhr voll gesperrt werden. Nachdem der Rettungshubschrauber mit dem Verletzten in Richtung Uniklinik Marburg abgehoben war, konnten die beiden linken Fahrstreifen für den Verkehr wieder freigegeben werden. Zum Ausschluss eines technischen Defekts an dem auffahrenden Sattelzug, wurde durch die Staatsanwaltschaft Fulda ein sogenanntes Kurzgutachten angeordnet. Für die Erstellung dieses Gutachtens sowie für die Bergung der beiden Sattelzüge blieben die beiden rechten Fahrstreifen für weitere 4 Stunden gesperrt.

Der Rückstau hatte in der Spitze eine Länge von 8 km und der Sachschaden beläuft sich auf circa 205.000 Euro.

 

OV von Polizeipräsidium Osthessen




Täter nach Raub auf Tankstelle flüchtig, Polizei bittet um Hinweise


(ots) Bargeld in derzeit noch unbekannter Höhe erbeutete ein männlicher Täter am gestrigen Abend bei einem Überfall auf eine Tankstelle an der Wolfhager Straße im Kasseler Stadtteil Harleshausen.

Wie die Beamten des Polizeireviers Süd-West in Baunatal berichten, betrat der mit einer Sturmhaube maskierte Täter gegen 22:00 Uhr den Verkaufsraum der Tankstelle und traf dort auf einen Mitarbeiter, der gerade im Begriff war, die Tankstelle zu schließen. Unter dem Vorhalt einer Schusswaffe forderte der Täter die Herausgabe von Bargeld, welches ihm auch ausgehändigt wurde.

Im Anschluss flüchtete der Täter zu Fuß in unbekannte Richtung. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen, an denen unter anderem Streifenwagen mehrerer Kasseler Polizeireviere beteiligt waren, führten bislang nicht zum Erfolg.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden:

männlich, ca. 30 Jahre alt, ca. 180cm groß, sehr schlank, sprach deutsch mit Akzent, bekleidet mit Jeans und einer schwarzen Weste.

Die Kriminalpolizei Kassel hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder dem Täter geben können, sich bei der Polizei Kassel unter der 0561/910-0 zu melden.

PP NH





Melsungen-Obermelsungen: Einbruch in Wohnhaus

 

Einbruch in Wohnhaus Tatzeit: 18.09.2021, 17:00 Uhr bis 19:30 Uhr In ein Wohnhaus am Oberen Weinberg brachen unbekannte Täter am frühen Samstagabend ein und stahlen Schmuck und eine Spiegelreflexkamera. Die Täter brachen ein Fenster des Wohnhauses auf und begaben sich anschließend in die Räumlichkeiten. Sie durchsuchten das Erdgeschoss sowie den Keller und stahlen eine Canon-Spiegelreflexkamera und Schmuck. Der angerichtete Sachschaden beträgt 700,- Euro. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Homberg unter Tel.: 05681-7740 Markus Brettschneider, PHK -Pressesprecher