Nationalparkbahnhof Herzhausen erhält Zertifikat für Barrierefreiheit – Kriterien der Auszeichnung „Reisen für alle“ erfüllt

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Eine besondere Auszeichnung hat vor kurzem der Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen erhalten. Zukünftig gehört der Bahnhof – direkt am Eingang des Nationalparks Kellerwald-Edersee gelegen – zu den Orten, die alle Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für alle“ erfüllen.

Das renommierte Zertifikat „Reisen für alle“ wird vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. verliehen und dient dazu, Menschen mit Einschränkungen das Reisen zu erleichtern oder überhaupt zu ermöglichen. Um die Urkunde zu erhalten, sind eine Reihe von Prüfungen nötig, die alle wichtige Elemente einer barrierefreien Reisekette beinhalten. Denn nichts ist schlimmer als unüberwindbare Hindernisse, die einem blinden oder mobilitätseingeschränktem Menschen nicht bekannt waren und die Reise samt Urlaub unmöglich machen.

Überprüft wird die Barrierefreiheit für Menschen mit Gehbehinderungen und für Rollstuhlfahrende, für Menschen mit Hörbehinderungen, Sehbehinderungen sowie gehörlosen und blinde Menschen, aber auch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Der Fragenkatalog mit mehr als 200 Einzelpositionen ist umfangreich und beinhaltet u.a. detaillierte Hinweise auf die Lage der Haltestellen von Zug und Bus, die stufenlose Erreichbarkeit von Einrichtungen, akustische Informationen, Leitsystem mit taktil erfassbaren Bodenindikatoren, Stufen mit kontrastreichen Kanten, beidseitige Handläufe an Treppen oder den klar erkennbaren Haltestellennamen.

„Der Bahnhof in Herzhausen ist ein gutes Beispiel für den Abbau von Hemmnissen im ÖPNV. Daran arbeiten wir seit Jahren erfolgreich, wie sich an den bereits über 50 umgebauten Bahnhöfen ablesen lässt. Barrierefreiheit beziehen wir aber nicht nur auf die Infrastruktur, wir verstehen den Begriff umfassender. Unser Ziel ist es daher, auch andere mögliche Hürden wie z.B. beim Ticketkauf an Automaten, bei der Verständlichkeit von Fahrplänen oder bei der Orientierung an Bahnhöfen weiter abzubauen. ÖPNV muss ein gutes Angebot bieten, einfach zugänglich und leicht verständlich sein, dann wird er immer besser genutzt,“ so NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. 

„Jeder Mensch sollte Ausflüge und Reisen ohne Hindernisse und Barrieren machen können“, sagt der NVV-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Reinhard Kubat. Dass mehr und mehr die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, sei wichtig und man befinde sich auf einem guten Weg. „Als Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg als Tourismusregion Nummer eins in Hessen freut es mich umso mehr, dass wir durch das Angebot in Herzhausen, allen Menschen einen Besuch in unserem Nationalpark ermöglichen können. Wenn touristische Reisen wieder möglich sind, freuen wir uns, wenn möglichst viele dieses Angebot wahrnehmen.“

Manfred Bauer, Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee: „Nationalparke sind für alle da. Deshalb wollen wir in der Modellregion* auch Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglichen, das Schutzgebiet zu entdecken. Dieses Anliegen unterstreichen wir, indem wir Teile unserer Angebote nach „Reisen für Alle“ prüfen lassen. So ist auch der Nationalpark-Bahnhof zertifiziert worden. Darüber sind wir sehr froh, können doch jetzt alle Besucherinnen und Besucher nach ihrer Anreise per Bahn sich vom Bahnhof aus aufmachen, das NationalparkZentrum und den Nationalpark zu besuchen.“

Eine besondere Auszeichnung hat vor kurzem der Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen erhalten. Zukünftig gehört der Bahnhof – direkt am Eingang des Nationalparks Kellerwald-Edersee gelegen – zu den Orten, die alle Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für alle“ erfüllen.

Das renommierte Zertifikat „Reisen für alle“ wird vom Deutschen Seminar für Tourismus (DSFT) Berlin e.V. verliehen und dient dazu, Menschen mit Einschränkungen das Reisen zu erleichtern oder überhaupt zu ermöglichen. Um die Urkunde zu erhalten, sind eine Reihe von Prüfungen nötig, die alle wichtige Elemente einer barrierefreien Reisekette beinhalten. Denn nichts ist schlimmer als unüberwindbare Hindernisse, die einem blinden oder mobilitätseingeschränktem Menschen nicht bekannt waren und die Reise samt Urlaub unmöglich machen.

Überprüft wird die Barrierefreiheit für Menschen mit Gehbehinderungen und für Rollstuhlfahrende, für Menschen mit Hörbehinderungen, Sehbehinderungen sowie gehörlosen und blinde Menschen, aber auch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Der Fragenkatalog mit mehr als 200 Einzelpositionen ist umfangreich und beinhaltet u.a. detaillierte Hinweise auf die Lage der Haltestellen von Zug und Bus, die stufenlose Erreichbarkeit von Einrichtungen, akustische Informationen, Leitsystem mit taktil erfassbaren Bodenindikatoren, Stufen mit kontrastreichen Kanten, beidseitige Handläufe an Treppen oder den klar erkennbaren Haltestellennamen.

„Der Bahnhof in Herzhausen ist ein gutes Beispiel für den Abbau von Hemmnissen im ÖPNV. Daran arbeiten wir seit Jahren erfolgreich, wie sich an den bereits über 50 umgebauten Bahnhöfen ablesen lässt. Barrierefreiheit beziehen wir aber nicht nur auf die Infrastruktur, wir verstehen den Begriff umfassender. Unser Ziel ist es daher, auch andere mögliche Hürden wie z.B. beim Ticketkauf an Automaten, bei der Verständlichkeit von Fahrplänen oder bei der Orientierung an Bahnhöfen weiter abzubauen. ÖPNV muss ein gutes Angebot bieten, einfach zugänglich und leicht verständlich sein, dann wird er immer besser genutzt,“ so NVV-Geschäftsführer Steffen Müller. 

 

„Jeder Mensch sollte Ausflüge und Reisen ohne Hindernisse und Barrieren machen können“, sagt der NVV-Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Reinhard Kubat. Dass mehr und mehr die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, sei wichtig und man befinde sich auf einem guten Weg. „Als Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg als Tourismusregion Nummer eins in Hessen freut es mich umso mehr, dass wir durch das Angebot in Herzhausen, allen Menschen einen Besuch in unserem Nationalpark ermöglichen können. Wenn touristische Reisen wieder möglich sind, freuen wir uns, wenn möglichst viele dieses Angebot wahrnehmen.“

 

Manfred Bauer, Leiter des Nationalparks Kellerwald-Edersee: „Nationalparke sind für alle da. Deshalb wollen wir in der Modellregion* auch Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglichen, das Schutzgebiet zu entdecken. Dieses Anliegen unterstreichen wir, indem wir Teile unserer Angebote nach „Reisen für Alle“ prüfen lassen. So ist auch der Nationalpark-Bahnhof zertifiziert worden. Darüber sind wir sehr froh, können doch jetzt alle Besucherinnen und Besucher nach ihrer Anreise per Bahn sich vom Bahnhof aus aufmachen, das NationalparkZentrum und den Nationalpark zu besuchen.“

 

*Modellregion „Barrierefreie Naturerlebnisangebote als Impulsgeber für den ländlichen Raum“

„Die Kurhessenbahn investiert permanent in die Instandhaltung und Modernisierung ihres Streckennetzes. Sie hat es sich im Rahmen ihrer Bauprojekte zum Ziel gemacht, ihre Bahnhöfe barrierefrei zu gestalten, um den Ansprüchen von mobilitätseingeschränkten Fahrgästen gerecht zu werden. Aus unserer Sicht profitieren auch andere Personengruppen von barrierefreien Lösungen. Beispielsweise ist die Mutter mit dem Kinderwagen oder der Radfahrer zwar nicht auf eine Rampe angewiesen, empfinden sie aber als sicher und komfortabel. Die Nationalparkregion Kellerwald-Edersee ist in Nordhessen ein wichtiges touristisches Ziel, die mit ihren Naturerlebnisangeboten viele Menschen lockt. Daher freuen wir uns sehr, mit dem nahegelegenen Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen sowie unseren Fahrzeugen den Besuchern eine barrierefreie und komfortable Anreise mit der Kurhessenbahn in die Erlebnisregion ermöglichen zu können“, so Hans-Martin König, Leiter Infrastruktur der Kurhessenbahn.

Für die Zertifizierung wurden alle Komfort- und Qualitätsmerkmale von externen, speziell geschulten Personen vor Ort erhoben, die von den Gästen im Vorfeld der jeweiligen Reise eingesehen werden können. Die Erhebungsberichte samt detaillierte Informationen zur Barrierefreiheit des Nationalparkbahnhofs Vöhl-Herzhausen finden Reisende auf der Internetseite der Kurhessenbahn www.kurhessenbahn.de/reisenfueralle oder unter www.reisen-fuer-alle.de.

Ziel des beantragenden Partners Nationalpark Kellerwald-Edersee sowie der unterstützenden Kurhessenbahn und des NVV dabei war es, einen weiteren Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur zu tun. Denn barrierefreie Infrastruktur steht immer im direkten Zusammenhang mit weiteren Formen von vielseitiger Mobilität und kommt nicht allein touristischen Gästen mit Behinderungen zugute.

Wanderungen bieten sich daher genauso an wie Besuche von touristisch interessanten Ausflugsorten oder erweiterte Radtouren, die ohne Hindernisse am Bahnhof zu erreichen sind. Immer mehr Menschen suchen Erholung und Bewegung in der Natur, diesem Bedürfnis wollen die Partner mit einem solchen Zertifikat Rechnung tragen.

Urkunde und Plakette der Auszeichnung sind bereits vor Ort, so dass die Gäste des Bahnhofs in Herzhausen die dazugehörigen Piktogramme dort schon finden können.

Insgesamt gibt es im nordhessischen Verkehrsverbund 99 Bahnhöfe und Stationen, von denen knapp 60 Prozent als barrierefrei gelten. Und es kommen weitere dazu. Aktuell befinden sich Borken und Treysa in der Umbauphase, in zwei Jahren geht es mit Fritzlar und  Eichenberg weiter.

Hintergrundinformationen zum Nationalparkbahnhof Vöhl-Herzhausen

Die Station Vöhl-Herzhausen wurde im Rahmen der Reaktivierung der Strecke Frankenberg-Korbach im Jahr 2015 neu errichtet. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Landes, des Landkreises Waldeck-Frankenberg und des Nordhessischen Verkehrsverbundes. Der Bahnsteig mit einer Länge von 100 m ist über eine Rampe barrierefrei zu erreichen. Mit einer Treppenanlage ist dieser unmittelbar an eine Bushaltestelle angebunden. Weiterhin ist der Bahnsteig neben den üblichen Ausstattungselementen mit einer dynamischen Fahrgastinformation ausgestattet.

Nordhessischer VerkehrsVerbund (NVV)


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