Rauchmelder retten Leben – Tipps der Feuerwehr Kassel

DanCristian / Pixabay

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Mehr als 600 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr bei Haus- und Wohnungsbränden. Die meisten Toten sind nicht Opfer der Flammen, sondern sterben durch die beim Brand entstehenden Brandrauchgase. Bereits wenige Atemzüge können dann zum Tod führen. „Oft wird der Brand zu spät entdeckt oder der Bewohner im Schlaf von den Atemgiften überrascht“, erklärt Kassels Brandschutzdezernent Dirk Stochla anlässlich des bundesweiten Rauchmeldertages am Freitag, 13. September. Stochla: „Es zählt also jede Sekunde. Rauchmelder reagieren sofort auf entstehenden Brandrauch und retten durch ihre lauten Alarmtöne regelmäßig Menschenleben. Dafür müssen sie allerdings einwandfrei funktionieren.“

Gerade private Eigentümer von Wohnungen und Häusern sind jedoch oft nicht ausreichend über die geltende Rauchmelderpflicht informiert. Vielen ist nicht bewusst, dass sie für die Umsetzung verantwortlich sind, ganz gleich, ob sie ihre Immobilie vermieten oder selbst bewohnen.

 

In Hessen sind Rauchwarnmelder auch in Privatwohnungen vorgeschrieben sowohl in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten, für Schlaf- und Kinderzimmer, für Flure, die als Rettungsweg dienen, bestehende Wohnungen müssen seit 31. Dezember 2014 mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet sein.

Mieter von Wohnungen, in denen noch kein Rauchwarnmelder installiert ist, sollten Ihren Vermieter darauf ansprechen.

Die Rauchmelder müssen nicht nur korrekt installiert sein, sondern auch regelmäßig gewartet werden. Das gilt für das Eigenheim und selbstgenutzte Eigentumswohnungen ebenso wie für vermietete Immobilien. Eigentümer sind verpflichtet, die von ihnen oder durch Dritte installierten Geräte gemäß Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und ihre Betriebsbereitschaft sicherzustellen.

„Rauchwarnmelder sind 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche und 365 Tage im Jahr für Sie da. Als zuverlässiger Lebensretter überwachen sie ihre Wohnung rund um die Uhr“, erklärt Tobias Winter, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Kassel. „Rauchwarnmelder warnen Sie im Brandfall rechtzeitig. Sie können sich, Ihre Familie und Nachbarn bereits in der Entstehungsphase eines Brandes in Sicherheit bringen und über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr verständigen.“

 

Keine Angst …

Rauchwarnmelder

 

lösen nicht sofort bei Zigarettenrauch aus können einfach selbst installiert werden haben einen geringen Wartungsaufwand warnen in ausreichender Lautstärke sind sofort in Baumärkten und im Fachhandel verfügbar sind im Vergleich zu Ihrem Leben bezahlbar

Viele weitere Tipps und Informationen zum Thema Rauchwarnmelder finden Sie auf der Internetseite der Feuerwehr Kassel unter https://www.kassel.de/einrichtungen/feuerwehr/sicherheitstipps/fe-sicherheitstipps/rauchmelder-retten-leben.php sowie auf der Internetseite der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ unter www.rauchmelder-lebensretter.de Dort kann man auch Beispiele für Alarm- und Batteriewarntöne von Rauchmeldern anhören. Winter: „Es ist sinnvoll, sich mit den verschiedenen Warntönen des Rauchwarnmelders vertraut zu machen – sei es auf der Homepage oder durch Drücken des Testknopfes am Melder selbst.“

Dies hilft, um als Verbraucher gezielt aufgeklärt zu werden, ob nur die Rauchmelderbatterie schwach ist und ausgetauscht werden muss oder ob es sich um einen echten Alarm handelt und verhindert so Falschalarme und somit Fehlfahrten der Feuerwehr. Tobias Winter: „Manchmal werden wir alarmiert, obwohl es nicht brennt, sondern der Rauchmelder beim Nachbarn einfach nur piept, weil die Batterie leer oder verdreckt ist. Dabei ist es ganz einfach, Alarmtöne von Warntönen oder gar einem Wecker oder einer Tiefkühltruhe zu unterscheiden“. Im Zweifelsfall gelte es jedoch, die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren.

 


 

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