In Hessen gab es Ende 2019 insgesamt 608 300 Personen mit einem amtlichen Schwerbehindertenausweis, der den Personen einen Behinderungsgrad von 50 oder mehr bescheinigte. Das waren knapp 10 % der hessischen Bevölkerung.
Soziodemographische Fakten: Mit zunehmendem Alter stieg die Schwerbehindertenquote an: 56 % aller Schwerbehinderten hatten das 65. Lebensjahr bereits vollendet. 22 % waren hingegen jünger als 55 Jahre. Mit knapp 49 % waren etwas weniger Frauen als Männer schwerbehindert.
Die 3 häufigsten Behinderungsarten: Bei 36 % der Schwerbehinderten war die Funktion innerer Organe bzw. Organsysteme beeinträchtigt, was vor allem Herz- und Kreislaufstörungen zur Folge hatte. 31 % hatten Querschnittslähmungen, zerebrale Störungen, geistig-seelische Behinderungen und Suchtkrankheiten. Darüber hinaus hatten 21 % Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule und des Rumpfes. Unter den schwerbehinderten Menschen waren 44 % mehrfach behindert. Diese sind in der Statistik mit jeder ihrer Behinderungen unter der jeweiligen Behinderungsart angegeben und deshalb mehrfach gezählt.
Grad der Schwerbehinderung:
- Mit 34 % hatten die meisten schwerbehinderten Menschen in Hessen einen Grad der Behinderung (GdB) von 50.
- Ein GdB von 60 traf auf knapp 16 % zu.
- Einen GdB von 70 bzw. 80 wiesen jeweils 11 % auf.
- Weitere 5 % hatten einen GdB von 90 und
- 23 % aller schwerbehinderten Personen hatten einen GdB von 100.
Hessisches Statistisches Landesamt
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