Zwei Wimpernschläge bis zur Vollbremsung

 

 

Neue Fahrerassistenzsysteme von Bosch sorgen für mehr Sicherheit im Großstadtdschungel

  • Vorausschauende Notbremssysteme schützen Fußgänger und Radfahrer.
  • „Auf dem Weg zum unfallfreien Fahren sind Fahrerassistenzsysteme der nächste Schritt“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel.
  • Jeder zweite Neuwagen in Deutschland verfügt über mindestens ein Fahrerassistenzsystem.
  • Schulterblick per Radarsensor verhindert Unfälle beim Öffnen einer Autotür.
  • Web-Special: Fahrerassistenzsysteme für die Innenstadt

 

Stuttgart – Das ist gerade noch einmal gut gegangen. Scheinbar wie aus dem Nichts ist der Radfahrer auf der Bildfläche aufgetaucht und hat urplötzlich die Straße gekreuzt. Abgelenkt von der Suche nach einer freien Parklücke war der Autofahrer machtlos, ein verheerender Crash eigentlich programmiert. Doch das neue Notbremssystem auf Fahrradfahrer von Bosch hat Schlimmeres verhindert und das Auto rechtzeitig automatisch aus 40 km/h zum Stehen gebracht. Nichts passiert, alle sind noch einmal mit einem Schrecken davongekommen. Sobald der Radar- oder Videosensor des Notbremssystems die drohende Kollision erkannt hat, dauert es mit dem elektromechanischen Bremskraftverstärker iBooster von Bosch nur 190 Millisekunden – also weniger als zwei Wimpernschläge – bis die volle Bremsleistung aktiviert ist. „Auf dem Weg zum unfallfreien Fahren sind Fahrerassistenzsysteme der nächste Schritt“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel. „Die elektronischen Helfer sind immer aufmerksam und reagieren zur Not schneller als der Mensch. Im oftmals wuseligen Stadtverkehr können sie Autofahrer gezielt unterstützen.“ Notbremssysteme zählen zu den nützlichsten Assistenzsystemen, vor allem wenn sie auf Radfahrer und Fußgänger reagieren, die im Straßenverkehr am meisten gefährdet sind.

 

 

Mehr Schutz für die Schwächsten

In Deutschland ist an jedem vierten Unfall mit Personenschaden ein Fahrrad beteiligt. Dabei kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamts 2016 allein 393 Personen ums Leben – das entspricht rund zwölf Prozent aller Verkehrstoten in Deutschland. In etwa zwei Drittel der Unfälle ist ein Auto beteiligt. Wenn deshalb hierzulande jeder Pkw mit einem Notbremssystem auf Radfahrer ausgestattet wäre, könnte fast jeder zweite Unfall zwischen Pkw und Fahrrad mit Personenschaden (43 Prozent) vermieden oder in seiner Schwere gemindert werden. „Ein Notbremsassistent holt beim Bremsen unter Umständen wichtige Zentimeter heraus, die über Leben und Tod entscheiden können“, sagt Gerhard Steiger, Vorsitzender des Bosch Geschäftsbereich Chassis Systems Control. Die Bedeutung von Notbremssystemen für die Verkehrssicherheit hat auch EuroNCAP erkannt. Ab 2018 nimmt die Verbraucherschutzvereinigung in ihren Bewertungskriterien für die Sternevergabe die Notbremsung auf Fahrradfahrer auf. Fußgänger-Notbremssysteme gehören schon seit 2016 dazu.

Elektronische Helfer auf dem Vormarsch

Fahrerassistenzsysteme sind vor dem Hintergrund eines steigenden Verkehrsaufkommens der Schlüssel zu mehr Sicherheit auf den Straßen und echte Tausendsassa. Sie halten ein Auto in der Spur, warnen beim Spurwechsel vor Hindernissen im toten Winkel, unterstützen beim Ein- und Ausparken sowie beim Abstandhalten, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Technik hinter den Fahrerassistenzsystemen wird immer ausgeklügelter: Sensoren liefern ein immer genaueres Bild des Fahrzeugumfelds und das Zusammenspiel mit den sogenannten Aktuatoren wie Bremse und Lenkung gelingt immer schneller und komfortabler. So bereiten Fahrerassistenzsysteme den Weg zum automatisierten Fahren und sorgen schon heute für eine stressfreie und entspannte Autofahrt. Kein Wunder, dass die Verbreitung der elektronischen Helfer zunimmt. Laut einer Bosch-Erhebung hat inzwischen jeder zweite Neuwagen (52 Prozent) in Deutschland mindestens ein Fahrerassistenzsystem an Bord. Der Trend geht dahin, auf Basis ein und desselben Sensors verschiedene Assistenzfunktionen zu realisieren, wie es Bosch auch mit der neuen Ausstiegswarnung zeigt.

Permanenter Schulterblick per Radar

Die Mittelbereichsradarsensoren für die Heckanwendung von Bosch, die auf der Autobahn Spurwechsel überwachen, können Autofahrer auch in der Stadt vor einem gefährlichen Fauxpas bewahren. Oft steigen Autofahrer, nachdem sie parallel am Straßenrand geparkt haben, unvermittelt aus – ohne vorherigen Schulterblick. Etliche Radfahrer haben auf diese Weise schon unangenehme Bekanntschaft mit Autotüren gemacht und sich unsanft auf dem Asphalt wiedergefunden. Davor kann die Ausstiegswarnung von Bosch schützen. Sie ist für alle Türen des Fahrzeugs aktiv und warnt die Insassen einige Minuten lang nach dem Ausschalten der Zündung vor einem unbedachten Öffnen der Autotüren. Die rechts und links im Fahrzeugheck angebrachten Bosch-Sensoren überwachen das Verkehrsgeschehen. Sie können in einem Bereich von bis zu 20 Metern rechtzeitig andere Verkehrsteilnehmer erkennen, die sich von hinten dem Auto nähern, sich schräg hinter oder bereits neben dem Auto befinden und warnen den Fahrer noch vor Betätigung des Türgriffs.

 

BOSCH

 

 

 

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