Zuhause – so lange wie möglich

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WebSeminar der Quartierssanierung klärt auf
von Diana Wetzestein

Werra-Meißner-Kreis. Für viele Menschen ist der Umzug in eine neue Wohnung ein einschneidendes Ereignis. Der Grund dafür ist oftmals im Badezimmer zu suchen. “Wenn das Bad nicht mehr erreichbar oder wie gewohnt nutzbar ist, kann die tägliche Körperpflege irgendwann nicht mehr durchgeführt werden. Dann denken viele mit Schrecken daran, dass der Umzug in ein Pflegeheim die einzige Möglichkeit ist, um die Situation zu verbessern“, sagte Mirijam Holzhauer, Sanierungsmanagerin der Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis.
Im WebSeminar „Wohnen in jedem Alter“, einer Online-Veranstaltung der Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis, bewies sie Mitte März ihre hohe Fachkompetenz. „Es gibt viele Barrieren in unserem Wohnumfeld, vor allem das Badezimmer sollte barrierearm gestaltet werden. Nicht nur der Austausch der Badewanne gegen eine bodengleiche Dusche ist empfehlenswert, auch die Eingänge sollten breit genug sein, Fenstergriffe oder Heizungsthermostate in erreichbarer Höhe angebracht werden. Lampen, Haltegriffe und Sitzgelegenheiten können vielleicht besser positioniert oder umgebaut werden. Barrierefreiheit hat heute nichts mehr mit dem Altern zu tun, sondern ist zu hundert Prozent komfortabel, modern und bietet zudem noch Sicherheit“, so Mirijam Holzhauer.

Ein Mangel an Wohnkomfort betrifft vor allem ältere Bestandsgebäude. „Wir haben im Werra-Meißner-Kreis einen hohen Anteil an Fachwerkhäusern und massiven Wohngebäuden, die zu ihrer Bauzeit noch nicht barrierefrei geplant wurden. Wohn- und Energiestandards haben sich seitdem enorm verändert. Wenn wir in unseren Dorf- und Stadtkernen attraktiven Wohnraum anbieten, können Neubaugebiete die Ausnahme sein, was dem Klimaschutz sehr entgegenkommt“, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann, der auch Projektleiter der Quartierssanierung ist. Seine Empfehlung: die energieeffiziente Modernisierung. „Der dadurch erzielte Wohnkomfort sorgt dafür, dass die Bestandsgebäude unabhängig von gesundheitlichen oder altersbedingten Einschränkungen langfristig bewohnt werden können“, so Dr. Wallmann.  
Die Online-Formate der Quartierssanierung klären darüber auf. Ratschläge gab es auch zu Fördermitteln, die derzeit dafür zur Verfügung stehen. Für den barrierefreien Umbau werden sie von den Pflegekassen, aus öffentlichen Mitteln sowie den Investitions- und Kreditprogrammen der Kreditanstalt für Wiederaufbau bereitgestellt.

Pflegekasse: Ab Pflegegrad 1 gibt es Zuschüsse für Wohnumfeld verbessernde Maßnahmen (SGB XI §40) bis zu 4.000 Euro.

Sozialen Wohnraumförderung / Landesförderung „Behindertengerechter Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum in Hessen“: Badezimmerzuschuss bis maximal 5.000 Euro bei beistehendem Pflegegrad oder ab 50 Prozent Schwerbehinderung.  

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW): Kreditprogramm 159 “Altersgerecht umbauen” und Investitionszuschussprogramm 455 B: Barriere-Reduzierung mit dem Direktzuschuss der KfW-Förderbank von maximal zehn Prozent der förderfähigen Kosten bzw. maximal 6.250 Euro, wenn der Standard, altersgerechtes Haus, erreicht wird.

 

Weitere Informationen, Broschüren sowie die Anmeldung zum nächsten WebSeminar, am 27. April ab 17 Uhr zum Thema “Dämmsysteme”, gibt es auf der Internetseite der Quartierssanierung unter: www.qs-wmk.de


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