Wer hätte das gedacht?

Zahl der Verurteilten im Jahr 2015 weiterhin rückläufig

WIESBADEN – Im Jahr 2015 wurden in Deutschland rund 739 500 Personen rechtskräftig verurteilt, das waren 1,2 % weniger als im Jahr 2014 (748 800). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ging die Verurteiltenzahl in Deutschland seit dem Jahr 2007, in dem die Strafverfolgungsstatistik erstmals in allen Bundesländern durchgeführt worden war, kontinuierlich zurück und lag 2015 um rund 18 % unter dem Stand von 2007.
Nach der Art der Straftat dominierten wie in den Vorjahren die verschiedenen Eigentums- und Vermögensdelikte. Wegen dieser Straftaten gab es im Jahr 2015 insgesamt 353 000 Verurteilte. Wegen Straftaten im Straßenverkehr wurden 151 000 Personen verurteilt.
Weitere 109 500 Personen wurden wegen Straftaten gegen die Person belangt (unter anderem Körperverletzung, Tötungsdelikte). Unter den sonstigen 126 000 Verurteilten dominierten mit 55 900 Personen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz.
Die Struktur der verhängten Sanktionen war im Jahr 2015 ähnlich wie in den Vorjahren. Bei 674 100 Personen (91 % der insgesamt Verurteilten) wandten die Gerichte das allgemeine Strafrecht an und bei 65 300 Personen (9 %) das Jugendstrafrecht.
Das stärker am Erziehungsgedanken ausgerichtete Jugendstrafrecht kann auch für Heranwachsende (18 bis 20) Jahre angewendet werden, wenn das Gericht eine verzögerte Reife feststellt. 2015 kam es annähernd bei 2 von 3 verurteilten Heranwachsenden zur Anwendung.
Innerhalb des allgemeinen Strafrechts überwog 2015 mit 84 % die Geldstrafe als Hauptsanktionsart.So wurden 567 100 Personen mit einer Geldstrafe belegt.

Weitere 107 100 Personen (16 %) wurden zu einer Freiheitstrafe verurteilt, die bei 75 300 Personen zur Bewährung ausgesetzt wurde. Entsprechend erhielten 31 800 Verurteilte eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung.
Innerhalb des Jugendstrafrechts dominierten 2015 mit insgesamt 54 800 (84 %) die sogenannten Zuchtmittel und Erziehungsmaßregeln wie beispielsweise Jugendarrest, Arbeitsauflagen oder Weisungen.

10 600 Personen (16 %) erhielten eine Jugendstrafe, die bei 6 400 zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Diese Ergebnisse stammen aus der gerichtlichen Strafverfolgungsstatistik der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Diese Statistik informiert über die im jeweiligen Berichtsjahr rechtskräftig gewordene gerichtliche Entscheidung unabhängig vom Zeitpunkt der Tatbegehung.

Von deutschen Gerichten können nur Personen verurteilt werden, die zum Zeitpunkt der Tat strafmündig (14 Jahre oder älter) waren und die gegen ein zum Zeitpunkt der Tat existierendes Gesetz verstoßen haben. Nicht Gegenstand dieser Statistik ist die unbekannte jährliche Gesamtzahl begangener Straftaten oder die bekannte Zahl der bei der Polizei angezeigten Straftaten.
Weitere Ergebnisse zur Strafverfolgungsstatistik 2015 sind in der Fachserie 10, Reihe 3, Strafverfolgungsstatistik veröffentlicht.
Daten zu zurückliegenden Berichtsjahren können in der Tabelle Verurteilte nach Art der Straftat (24311-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

DESTATIS | Statistisches Bundesamt

 

Anmerkung der Redaktion:

Die Zahl der Verurteilten allein sagt nichts aus über die Anzahl der Straftaten. Die Zahl der Verurteilten spiegel lediglich wieder, dass es aus tatsächlichen Gründen weniger Verurteilungen gab.

Diese Zahl allein muss man auch politisch betrachten, denn es gibt interne Weisungen der Justizminister nicht so viel zu verurteilen.

Wer etwas über tatsächliche Belastungszahlen erfahren möchte schaut hier nach:

https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2015/pks2015_node.html;jsessionid=4EC702413130E5DD3E62F265E01297F3.live2302

Allerdings vermuten wir, dass auch diese Zahlen „angepasst“ werden.

 

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