Was ist ein Burnout-Syndrom?


In der heutigen Zeit stellen immer mehr Arbeitnehmer fest, dass bei ihnen ein „Burn-out-Syndrom“ diagnostiziert wird, wenn sie sich krankschreiben lassen und von einem Facharzt konsultiert werden. Aber was ist dieser Zustand wirklich? Unterscheidet es sich von der üblichen Müdigkeit oder ist es eher eine Depression?

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Immer mehr Arbeit, die Familie fordert auch immer mehr – zum Burnout ist es nicht mehr weit. Aber was kann man tun?

 

Eine der am stärksten von dem Phänomen Burnout betroffenen Gruppen ist das Krankenhauspersonal, insbesondere Ärzte und Krankenschwestern, die aufgrund ihrer ständigen Einbindung in die Patientenbetreuung und der durch die medizinische Arbeit verursachten Überlastung unter extremer Müdigkeit und chronischer Apathie leiden.

Aber in der heutigen Zeit trifft der Begriff leider auf eine sehr große Kategorie von Menschen zu. Im Report über Mentale Gesundheit wird deutlich, dass die Zahl der von Burnout Betroffenen stetig steigt. Tatsächlich kann jeder von diesem Phänomen betroffen sein: Es kann sich bei überlasteten Menschen am Arbeitsplatz ebenso manifestieren wie bei Hausfrauen oder berühmten Künstlern. Die Fachleute auf diesem Gebiet haben jedoch noch nicht entschieden, worum es sich bei dem Phänomen eigentlich handelt. Aus diesem Grund und wegen des Mangels an Informationen über die Ursache oder die Art dieser Form der Erschöpfung und vor allem wegen der Schwierigkeiten, diesen Zustand zu erkennen, ist es leider nicht möglich, die Häufigkeit dieses Syndroms zu bestimmen.

Erschöpfung oder Burnout?

Menschen sind häufig von Extremsituationen betroffen, die durch die Überlastung des Lebens verursacht werden, und dies führt zu einem negativen Zustand, in dem die Person das Gefühl hat, dass sie am Ende des Weges ist und den eingeschlagenen Weg nicht mehr weitergehen kann. Der Betroffene fühlt sich ausgelaugt und verliert auch die Motivation, die meisten täglichen Aktivitäten auszuführen. Im Allgemeinen kann Stress, der durch Überarbeitung verursacht wird, negative physiologische und psychologische Probleme verursachen.

Es gibt viele Umstände, die zu Burnout führen können, z. B. Konflikte unter Kollegen, Über- oder Unterbewertung, Zeitdruck, um Ziele zu erreichen, übermäßige Überstunden. All diese Faktoren führen dazu, dass sich die Person nicht mehr auf ihre persönlichen Probleme, Wünsche und Bedürfnisse konzentrieren kann. Sehr viele Menschen, die sich krankschreiben lassen, tun dies aufgrund von Stress am Arbeitsplatz.

Wie macht sich ein Burnout bemerkbar?

Was die Definition und Kategorisierung dieses Zustands betrifft, so gibt es einen gemeinsamen Nenner: Burnout ist eindeutig das Ergebnis belastender Tätigkeiten, seien sie beruflicher oder anderer Art. Eine der häufigsten Ursachen für Burnout ist die Pflege älterer Angehöriger. Offensichtlich gehört dies nicht zu den Aufgaben der betreffenden Person.

Derzeit gibt es drei Kategorien, die auf das Vorhandensein von Burnout hinweisen können:

Dauerhafte Erschöpfungszustände, bei denen die Betroffenen unter chronischem Energiemangel, Blutarmut, emotionalen Problemen oder depressiven Zuständen leiden. Die Manifestationen können jedoch auch körperlich sein und treten meist in Form von Magen-Darm-Beschwerden auf.

 Die Arbeit wird nicht mehr unter optimalen Bedingungen ausgeführt, weil der Arbeitnehmer beginnt, sich vor der Arbeit zu ekeln und zu sträuben, die er verrichtet. Die Folge dieser Haltung kann eine Verschlechterung der Beziehungen zu den Kollegen, Gleichgültigkeit gegenüber der Erfüllung der Arbeitsaufgaben oder emotionale Erschöpfung sein.

Wenn das Burnout-Syndrom einsetzt, ist die Fähigkeit, die täglichen Aufgaben am Arbeitsplatz erfolgreich zu bewältigen, stark eingeschränkt. Das Gleiche gilt für Hausfrauen, die sich um ältere Familienmitglieder kümmern müssen. Die Betroffenen beginnen, ihre Tätigkeiten nicht mehr zu mögen, verlieren die Konzentration und erleben eine tiefe tägliche Apathie.

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Alles hängt nur an einem kleinen Faden. Aber ist dieser einmal gerissen, ist der Weg zurück alles andere als einfach.

Wie wird ein Burnout festgestellt?

Es ist recht schwierig, diesen Zustand zu erkennen, obwohl es Fragebögen zur Selbsteinschätzung für solche Situationen gibt. Die Wirksamkeit dieser Fragebögen wird deshalb in Frage gestellt, weil es keine eindeutige Definition dieses Syndroms und keine Möglichkeit gibt, es von anderen Krankheiten, insbesondere psychischen Krankheiten, abzugrenzen. Was die beruflichen Kategorien betrifft, so ist der am häufigsten verwendete Fragebogen der Maslach Burnout Inventory. Ursprünglich sollte dieser Fragebogen die wissenschaftliche Forschung unterstützen und nicht eine medizinische Rolle spielen.

Chronisches Burnout kann auch andere Ursachen haben, und diese sind oft psychologischer Natur: Es kann eine Folge von Depressionen oder chronischer Angst sein. Ebenso kann Erschöpfung die Folge von Drogenmissbrauch oder unentdeckten körperlichen Beschwerden sein. Es ist sehr wichtig, in einer solchen Situation einen Arzt aufzusuchen, um festzustellen, ob die Erschöpfung andere Ursachen hat.

Wie unterscheiden sich Burnout und Depression?

Es gibt jedoch einige Erscheinungsformen dieser Erkrankung, die denen einer Depression ähnlich sind. Diese sind gekennzeichnet durch verminderte Arbeitsleistung, schwere chronische Erschöpfung oder akute Depression.

Leider kann die Tatsache, dass die Symptome identisch sind, oft zu einer falschen Einstufung der Betroffenen führen, so dass sie in Wirklichkeit an einer Depression statt an einem Burnout leiden. Aus diesem Grund müssen die medizinischen Untersuchungen äußerst seriös und gründlich sein. Denn auch die Maßnahmen, die nach einer Fehldiagnose ergriffen werden, können unangemessen sein, und der Arzt kann dem an Depressionen Leidenden raten, einen langen Urlaub zu machen.

Natürlich gibt es auch depressionsspezifische Erscheinungsformen, die diese Krankheit vom Burnout-Syndrom unterscheiden. Menschen, die unter Depressionen leiden, projizieren ihre negativen Gedanken und Gefühle auf alle Aspekte ihres Lebens, nicht nur auf arbeitsbezogene Probleme. Zu den Depressionen gehören auch Symptome wie der Verlust des Selbstwertgefühls, tiefe Verzweiflung oder Selbstmordgedanken. Selbstmordgedanken oder mangelndes Selbstwertgefühl sind daher nicht charakteristisch für das Burnout-Syndrom. Aber das Fortbestehen eines Burnouts kann schließlich zu einer Depression führen.

Die chronische Hyperventilation

Chronische Hyperventilation kann sowohl zu geistigem als auch zu körperlichem Energieverlust führen. Chronische Hyperventilation tritt in fast allen Fällen dieser Art auf. Chronische Hyperventilation ist durch zu tiefes oder zu schnelles Atmen gekennzeichnet.

Chronische Hyperventilation wird durch einen erhöhten Tonus des sympathischen Nervensystems verursacht und tritt unter anhaltenden Stressbedingungen auf. Auf physiologischer Ebene äußert sich das Phänomen durch einen erhöhten Muskeltonus, der zu einer Verringerung der Zwerchfellkapazität und damit zu einer abnormalen Erhöhung der Atemfrequenz führt.

Die Folge der beschleunigten Atmung ist, dass zu viel CO2 abtransportiert wird und der CO2-Gehalt im Blutstrom sinkt.

Die Folgen dieses Zustands sind äußerst gefährlich:

  • Die Zellen erhalten nicht mehr genügend Sauerstoff, obwohl dieser noch im Blut vorhanden ist.
  • Die Energie wird dadurch drastisch reduziert, denn ein optimales Energieniveau hängt von der ausreichenden Anwesenheit von Sauerstoff auf Zellebene ab.
  • Der CO2-Mangel führt zu einer Gefäßverengung und die inneren Organe werden nicht mehr ausreichend durchblutet. Das Phänomen wirkt sich vor allem auf die Muskulatur und die Gehirntätigkeit aus.
  • Dieses Phänomen reduziert den Kalziumspiegel im Körper in besorgniserregendem Ausmaß.

 


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