VW und Stadt Baunatal eröffnen Elektrotankstelle

E-Mobil und zwar fix!

Am Ratio: Schnelles Laden nah an der Autobahn

Baunatal. Sie fahren leise, sie fahren effizient und sie hinterlassen selbst keine Schäden in der Umwelt.

Kaum eine Technologie hat solch eine Kraft, den Automobilmarkt derart grundsätzlich zu revolutionieren, wie die Elektromobilität.

Während die Fachwelt kaum noch überlegt ob, sondern nur noch wann der Umbruch kommt, geht es für alle Anbieter darum, vorbereitet zu sein und über die Infrastruktur zu verfügen.

Schritt für Schritt, so Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler, gilt es die Grundlagen zu schaffen.

VW und Stadt Baunatal eröffnen Elektrotankstelle

Was nützen Elektroautos, wenn man sie nicht auftanken kann? Dann kommt man nicht weit. Und was nützt es, wenn sich an der Ladesäule praktisch nur ein Schukostecker befindet und der Ladevorgang viele Stunden dauern würde? So richtig schnell laden kann man nur an wenigen Stellen in Nordhessen und das ist für Autos mit aktuell noch überschaubaren Reichweiten oft ein Problem. Nur die US-Amerikaner von Tesla schaffen mit bis zu 500 Kilometern alltagstaugliche Reichweiten.

Strategisch gut und praktisch sinnvoll

So ist der Aufbau einer Ladeinfrastruktur aktuell eine der wichtigsten Herausforderungen. Mitten in scheinbar stagnierende Überlegungen zum elektrischen Fahren, platzte der Volkswagen-Abgasskandal und damit verbunden die Flucht des Konzerns nach vorn, mit dem Umstieg auf Elektromobilität. Der Vorarbeit des früheren Baunataler Werksleiters, Prof. Hans-Helmut Becker, ist es zu verdanken, dass das nordhessische Volkswagenwerk in Baunatal, das Leitwerk in Sachen E-Mobilität ist. 50.000 Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge wurden von Volkswagen bereits gebaut, konnte Jörg Fernstermann bei der Einweihung einer Ladesäule resümieren. Zum 50. Geburtstag hat das Leitwerk der Stadt Baunatal eine Schnellladesäule zum Geschenk gemacht und die galt es nun strategisch gut und praktisch sinnvoll zu platzieren.

Alle Autos können laden

Das Ratio-Land liegt strategisch günstig an der zukünftigen Schlagader Nordhessens, der A 49 und außerdem wird dort viel eingekauft. In einer guten halben Stunde lässt sich am 50 KW-Lader wieder auftanken. Die Ladestation verfügt über drei Ladepunkte, von denen zwei gleichzeitig benutzt werden können: einen CCS-Anschluss mit 50 KW, einen AC Typ 2-Anschluss mit 43 KW und einen CHAdeMO Anschluss mit 50 KW. Damit sind alle wichtigen Anschlusssysteme verfügbar.

Laden bleibt vorerst kostenfrei

Sehr zufrieden ist selbstverständlich auch Center Manager Hansmann aus dem Ratio-Land, der viele Möglichkeiten zur Überbrückung der Ladezeit zu bieten hat. Das Laden am neuen Schnelllader, der für Nordhessen noch beispiellos ist, ist bislang kostenfrei, wie Silke Engler betonte. Und das wird noch eine Weile so bleiben.

Pilotprojekt mit Borken und Reinhardshagen steht an

Silke Engler wünscht sich, dass Nordhessen zur Hauptregion für Elektromobilität Deutschland wird. Mit einem geförderten Pilotprojekt wird die Stadt ab April 2017 – die Ausschreibung für die Realisierung läuft bereits – zusammen mit Borken (Hessen) und Reinhardshagen ein Konzept zur Verwirklichung von Elektromobilität entwickeln, das als Maßstab für andere Städte und Regionen gelten soll. (rs)

Bildunterschriften:

Laden_01: Jörg Fenstermann bei der Übergabe (Foto: Rainer Sander)

Laden_02: Der erste Ladevorgang an der neuen Ladesäule (Foto: Rainer Sander)

Laden_05: Erste Stadträtin Silke Engler und Bürgermeister Manfred Schaub (Foto: Rainer Sander)

Laden_06: Die Tücken der Technik (Foto: Rainer Sander)

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