Volkstrauertag in Kassel: Reservistenkameradschaft darf nicht am Ehrenmal gedenken

 

 

Bundeswehr in der Öffentlichkeit: Anspruch und Realität klaffen auseinander

Wer Soldat ist oder war, kennt die Lippenbekenntnisse derer, die sich gern Reden haltend vor die Truppe stellen und diese mit Zuspruch bei der Stange halten. So auch Herr Wüst in NRW, der so glaubt bei konservativen Menschen und Soldatenfamilien (reden wir eher von Wählern!) punkten zu können. So verkündet die dpa:

Ahrtal 2021: IHR – WIR – ZUSAMMEN!

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat Bundeswehrsoldaten ermuntert, sich von kritischen Stimmen nicht entmutigen zu lassen. Zu oft begegne die Gesellschaft der Bundeswehr allenfalls «mit freundlichem Desinteresse», sagte Wüst am Freitag in Bonn bei einem feierlichen Gelöbnis anlässlich des 66. Gründungsjahres der Bundeswehr. Doch die große Mehrheit der Bevölkerung stehe hinter ihr. «Deshalb lassen Sie sich von Kritik nicht verunsichern, lassen Sie sich von Anfeindungen nicht kirre machen. Sie können stolz darauf sein, in der Bundeswehr Dienst zu leisten.»
Neue Bedrohungen wie hybride Kriegsführung oder Cyber-Attacken brächten auch große Veränderungen für die Bundeswehr mit sich. «Es liegt in der Verantwortung der Politik, Ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren Dienst zu schaffen – sei es mit Blick auf Material, Ausrüstung oder personelle Kapazitäten», sagte Wüst. «Deshalb muss der Politik klar sein: Sicherheit gibt es nicht umsonst.»
Bei der feierlichen Veranstaltung vor der Villa Hammerschmidt legten 50 Soldatinnen und Soldaten des ABC-Abwehrbataillon 7 aus Höxter und des ABC-Abwehrbataillon 750 aus Bruchsal ihr Gelöbnis ab. Der 12. November gilt seit 1955 als «Geburtstag der Bundeswehr» und ist zugleich der Geburtstag des preußischen Generalleutnants Gerhard von Scharnhorst (1755 – 1813), der zu den Leitfiguren im Traditionsverständnis der Bundeswehr gehört.

 

Das darf man dann als Anspruch ansehen, dem nachzueifern gilt. Oder doch nicht überall?

 

 Gleichzeitig erreicht uns aus Kassel:

Reservistenkameradschaft Kassel darf ihr traditionelles Gedenken am Volkstrauertag nicht am Ehrenmal veranstalten!

Der  Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Kassel, Oberleutnant d.Res. Lipardi, erhielt vor zwei Monaten schon von der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) die Nachricht, dass das von seiner Reservistenkameradschaft traditionell am Volkstrauertag ausgerichtete Gedenken an die Opfer der Weltkriege am Ehrenmal nicht stattfinden darf. – Die Enttäuschung der Reservisten grenzte fast schon an Fassungslosigkeit, zumal in der Region Kassel über Jahrzehnte eine komplette Brigade der Bundeswehr stationiert und in der Gesellschaft nur zu gern gesehen war. Aber doch wohl nur als Wirtschaftsfaktor?

 

Diesmal wird am Volkstrauertag das gerade sanierte Ehrenmal von Reservisten zum gemeinsamen Gedenken unbesucht bleiben.
Es gibt lediglich die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Stadt organisierte Gedenkveranstaltung im Bürgersaal des Rathauses und dann die Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Opfer des Faschismus im Fürstengarten auf dem Weinberg stattfinden.

An beiden Orten sollen „unterschiedliche Interessengruppen“ zusammen gedenken, so ließ der MHK auf Anfrage verlauten, was aus dessen Sicht der Dinge  „ein unterstützenswerter Gedanke“ wäre.  Auch die Bundeswehr und Teile der Reservisten werden dort vertreten sein.

Welche unterschiedlichen Interessen bei einer Gedenkfeier für zu Millionen umgekommene Menschen da im Spiel sein könnten, erschließt sich dem NHJ nicht so ganz. Und warum man solchen gedanklichen Tiefflug auch noch unterstützen sollte auch nicht. Die sind nämlich allesamt sinnlos gestorben.

NZZ: gewaltbereite linke Extremisten

Wie die HNA berichtet wird für das Ehrenmal durch die MHK ein „differenzierter Umgang“ angestrebt, um die „historische Bedeutung“ des Ortes aufzuzeigen.
Nach Schmierereien durch linke Gruppen hatte MHK-Chef Martin Eberle das Ehrenmal als „heikle Sache“ bezeichnet, da es Gefallenen gedenke, die gleichzeitig Opfer und Täter seien. Es würden aber auch Kompanien geehrt, die eindeutig Täter seien. 

Also sind die Toten das Problem, nicht die linken Schmierereien, für die er offensichtlich Verständnis hat. So rein differenziert betrachtet…

 

Der Präsident des Zusammenschlusses CIOR mit 1,3 Millionen Nato-Reservisten Jan Hörmann sagt dazu: „Wenn ich meinen internationalen Kollegen erzähle, dass wir nicht mehr zu unseren Gedenkstätten gehen dürfen, würde das keiner verstehen. Das aus Steuern sanierte Ehrenmal gehört uns allen.“
Vielleicht hat er es schon seiner Frau Eva Kühne-Hörmann erzählt, die immerhin Justizministerin von Hessen ist. Hier könnte dann einmal das Kabinett in Wiesbaden darüber entscheiden, wie Personalien in der steuerfinanzierten MHK besser eingebracht und verändert werden sollten. Vielleicht auch mit Leuten, die sich eher auf die Kernaufgabe der MHK beschränken, als Gesinnungs- und Haltungspolitik zu betreiben, die anderswo als Zersetzung wahrgenommen werden könnten.

Soldatenfriedhof Ittenbach

Die Reservisten gedenken nun auf dem britischen Soldatenfriedhof in Niederzwehren den alten Opfern des Krieges am Volkstrauertag. 
Und vielleicht auch danach, in trauter Runde „anders Interessierter“ den neuen Opfern billigster politischer Agitation von minderbemittelten Geistern modern-spaltender Art in steuerfinanzierten Umfeldern.

Es wird Zeit, dass solche Mitmenschen, wie offensichtlich beim MHK beschäftigt, einmal in die Diskussion mit anderen Gruppen einsteigen sollten, um ihren tieffliegenden geistigen Horizont differenzierter zu bereichern.

 

Wenn man also die vielzitierten gesellschaftlichen Lobpreisungen der Bundeswehr des Herrn Wüst und die bedenklich zu nennende Haltung des MHK-Chefs Martin Eberle in Einklang bringen will, braucht man als Soldat, Reservist und Veteran schon einen gesunden Drogenkonsum, um das noch auf einen Nenner bringen zu können. Mit Logik oder gar Toleranz ist das kaum noch zu stemmen.

Der 2013 von der Universität Erfurt zum Honorarprofessor ernannte Dr. Eberle, der seitdem unter dem Titel Professor firmiert, und dessen Veröffentlichungen wie Kopien von Museumskatalogen aussehen, verbrachte seine ganze kunsthistorische Karriere abseits der freien Wirtschaft.
Kennt also auch nicht die Doppelbelastung von Reservisten, die für die Gesellschaft in Uniform nur zu oft der Bundeswehr dort beisprangen und springen, wo Not am Mann ist; wie erst kürzlich im Ahrtal. Gern auch im Jahresurlaub.

Der promovierte aber wohl kaum habilitierte „Historiker“ und Honorarprofessor(…) Eberle sollte besser bei seiner Kunst bleiben, weiter „erläuterte Sammlungskataloge“ (HIER) unter eigenem Namen herausgeben, anstatt sich politisch dort zu betätigen, wo er besser geschwiegen hätte.
Vielleicht möchte er einmal historisch wertvoll und bereichernd den Luftangriff auf die Stadt Kassel am 22. Oktober 1943 (HIER) kunsthistorisch aufarbeiten, bei dem 7.000 bis 10.000 Menschen umgekommen sind und wo die historische Altstadt bis zu 97% geradezu eingeäschert wurde. Allein die Wiki zeigt hier schon ein breites Spektrum der Kunstwerke auf, die zerstört wurden und interessante Themen für diesen Herrn Doktor abgeben könnten.

 

Ein weiter Aspekt für diesen sog. Professor wäre der nicht ganz unbedeutende Umstand, dass ein den Einsätzen der Bundeswehr auch ein paar Opfer angefallen sind, die zum Teil des historischen Gedenkens wurden. Sie stehen zwar nicht in einer Linie mit den Opfern der Kriege (plural Herr Professor…) aber es wird ihnen zumindest in der Bundeswehr (und anderer interessierten Kreisen…) gedacht.

 

Bund Deutscher Einsatzveteranen e.V.: Der Dank des Vaterlandes

Ich persönlich gedenke an diesem Tag elf mir persönlich bekannten und in AFG gefallenen Kameraden.

Und fortan Herr „Professor“ Eberle glaube ich – und mit Sicherheit nicht alleine – , dass Sie in Ihrer Funktion nicht die persönliche Kompetenz mitbringen, die für diese Arbeit nötig ist. Vielleicht hinsichtlich der Kompetenz auch einmal insgesamt überprüft werden sollte, ob sie allein schon aus kunsthistorischer Sicht… überhaupt gegeben ist.

Man sollte auch nicht vergessen, wo überall Reservisten sitzen, die bestens vernetzt sind und ein gemeinsames Anliegen haben: Deutschland zu dienen und die zurückgebliebenen Kameraden zu ehren!

 

Und hier sollte dann ein  Ministerpräsident Wüst einmal seinen Parteifreund Ministerpräsident Bouffier anrufen und ihn fragen, ob da nicht so ein „Honorarprofessor“ in Kassel zu wenig Fachbezogenes zu tun hat.

Nur so kommen Anspruch und Realität dauerhaft und ohne Heuchelei zusammen, meine Herren Politiker! – SIC!

 

P.S.: Gut in persönlicher Erinnerung ist mir noch Herr Eberle, als er in Gotha auf Schloss Friedenstein residierte und nur zu gern Offiziere, Soldaten und Reservisten des AufklBtl 13 als Teil der Geschichte des Standortes Gotha ansah. Auch am Volkstrauertag und bei Gelöbnissen im Schlosshof!

 

 

Und weil die Hinterbliebenenversorgung und die Hilfe für verwundete Kameraden so gut behördlicherseits klappt; hier eine wichtige Adresse:

Als Interessenverband für alle Einsatzveteranen ist der Bund Deutscher Einsatzveteranen e.V. (HIER). Er ist Ansprechpartner und Anlaufstelle für alle Kameraden, die Hilfe brauchen. Es wird jedem, sofort und  professionell geholfen werden, der durch seinen Dienst für die Bundesrepublik Deutschland zu Schaden kam.

Wir bitten unsere Leser um Spenden für die gute Sache und hoffen auf breite Unterstützung für die Kameraden!

Spendenformular HIER

 

Kostenloser Download des Erfahrungsberichtes eines traumatisierten Kameraden: Kunduz im Kopf

 

 

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