Viele Ziele, kaum Maßnahmen

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LichtBlick kritisiert Klima- und Energiepaket der Koalition

 

Hamburg, 24. Juni 2021 – Unmittelbar vor Ende der Wahlperiode beschließen Union und SPD heute im Bundestag ihr Klima- und Energiepaket. Es löst Probleme, die seit Jahren auf eine Lösung warten, doch es weist nicht in die Zukunft. 

Die Koalition hat mit heute vom Bundestag beschlossenen Energierechtsnovelle zahlreiche Rädchen im Getriebe der Energiewende neu justiert. So müssen Stromnetzbetreiber künftig hinnehmen, dass die Bundesnetzagentur ihre Kalkulation der Netznutzungsentgelte veröffentlicht. Damit werden Netzkosten transparent und Stromkund*innen vor überhöhten Preisen besser geschützt. Auch die Stromkennzeichnung wird verbraucherfreundlicher. Es wird nachvollziehbarer, welche Ökostromangebote der Energiewende tatsächlich nützen und welche sich nur grün getüncht sind.

„Die Fleißarbeit der Koalition hat sich vor allem für Verbraucher*innen gelohnt,“ konstatiert Ralf Schmidt-Pleschka, Koordinator Energiepolitik bei LichtBlick. Unterm Strich zeige die Noch-Regierung aber, dass sie klimapolitisch nicht auf der Höhe der Zeit ist. Entscheidend bei dem Paket sei das, was nicht drinstehe. Dazu Schmidt-Pleschka: „Es nützt nichts, das Klimaziel für 2030 anzuheben, wenn dieser Schritt nicht mit konkreten Maßnahmen unterlegt wird. Da haben wir deutlich mehr Klarheit erwartet.“

Um das neue Klimaziel erreichen zu können, müsste nach Ansicht des Hamburger Klimaschutzunternehmens der Ausbau von Wind- und Solarenergie schnell auf bislang unerreichte Höhen getrieben, der Kohleausstieg auf spätestens 2030 vorgezogen und der CO2-Preis für fossile Brenn- und Treibstoffe rasch auf ein Niveau von mindestens 60 Euro pro Tonne angehoben werden. „Gemessen an dieser Aufgabe, ist das Ergebnis der Großen Koalition sehr enttäuschend,“ resümiert Schmidt-Pleschka.

Über LichtBlick:

Vor über 20 Jahren fing LichtBlick an, sich als Pionier für erneuerbare Energien stark zu machen. Heute ist Ökostrom das neue Normal und LichtBlick Deutschlands führender Anbieter für Ökostrom und Öko-Wärme. Bundesweit leben und arbeiten über 1,7 Million Menschen mit der Energie von LichtBlick. Über 400 LichtBlickende entwickeln Produkte und Services für einen klimaneutralen Lebensstil. 2020 erreichte das Klimaschutz-Unternehmen einen Umsatz von 1,1 Milliarde Euro. LichtBlick gehört zum niederländischen Energiewende-Vorreiter Eneco. Eneco will bis 2022 saubere Energie für 2,5 Millionen Haushalte in eigenen Kraftwerken erzeugen. Info: www.lichtblick.de


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