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Bundeswehr erhält geschützte Container für den Verwundetentransport


(ots) Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat die Beschaffung von zwölf geschützten Verwundetentransportcontainern (GVTC) durch einen Vertragsschluss mit der Firma Airbus am 01.07.2021 eingeleitet. Das Vorhaben umfasst ein Finanzvolumen von etwa 39 Millionen Euro. Die GVTC sollen zwischen 2024 und 2026 ausgeliefert werden.

Durch diese Beschaffung verfügt die Bundeswehr über die Fähigkeit zum geschützten Transport von Verwundeten und Kranken auf dem Landweg. Im GVTC können bis zu acht zuvor stabilisierte Patienten zuzüglich zweier sanitätsdienstlicher Begleitpersonen zur ambulanten oder stationären Behandlung transportiert werden.

Der GVTC besteht aus einem 20 Fuß ISO-Container mit einem Gewicht von 13,5 Tonnen. Der Container ist aufgrund der besonders hohen Schutzanforderungen mit entsprechenden Systemen zur ABC-Schutzbelüftung ausgestattet. „Ein Alleinstellungsmerkmal zum Schutz gegen Bedrohungen durch Beschuss oder Ansprengung stellt der patentierte Minen- und Blastschutz dar.“, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw. Zudem verfügt der GVTC über einen Technikraum, in dem unter anderem ein Stromerzeugeraggregat sowie eine Klimaanlage untergebracht sind.

Die enthaltene Sanitätsausstattung ermöglicht eine für mindestens acht Stunden autarke, erweiterte notfallmedizinische Betreuung und Überwachung der Patienten. Hierfür wird erstmals eine mobile Sauerstofferzeugungsanlage in ein Fahrzeug zum Patiententransport integriert. Zudem ist der Sanitätsstandard „Intermediate Care“ sichergestellt, nach dem Arzneimittel als Infusionslösung verabreicht werden können, ein Monitoring der Vitalparameter erfolgt und eine Beatmung von bis zu zwei Personen möglich ist.

Die GVTC lassen sich auf bereits in die Bundeswehr eingeführten, geschützte Lastkraftwagen mit Wechselladesystem aufsetzen (vgl. Pressemeldung PIZ AIN 01/2021). Ein nur für den Verwundeten- und Krankentransport mittels GVTC eingesetztes Trägerfahrzeug ist somit nicht erforderlich.

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr





Bundeswehr investiert weiter in Bekleidung und persönliche Ausrüstung


Bundeswehrausstattung
Fotograf: Sarah Sensen

(ots) Am 21.06.2021 unterzeichnete das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen Änderungsvertrag mit der Inhousegesellschaft Bundeswehr Bekleidungsmanagement (BwBM) GmbH, der den bestehenden Leistungsvertrag um Aufträge im Wert von 95 Millionen Euro erweitert und so die Beschaffung von weiterer Bekleidung und persönlicher Ausrüstung für die militärischen und zivilen Angehörigen der Bundeswehr bis 2023 sichert.

Diese Erweiterung umfasst unter anderem die Modernisierung der Kampfrucksäcke für alle Soldatinnen und Soldaten der Streitkräfte, aber auch die Beschaffung von neuen Basisausstattungen und spezieller Splitterschutzbekleidung für die Spezialkräfte. Darüber hinaus erhalten die zivilen wie militärischen Brandschutzkräfte der Bundeswehr neue Schutzbekleidung in einer schweren Variante und erstmals in einer leichten Variante, die beispielsweise für die Waldbrandbekämpfung benötigt wird.

Weiterhin wird die zentrale Versorgung aller zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Soldatinnen und Soldaten mit Persönlicher Schutzausstattung (PSA) sichergestellt, zu der beispielsweise Arbeitsschutzbekleidung, Gehörschutz oder Schutzbrillen gehören.

„Mit dieser Vertragserweiterung statten wir sowohl unsere Soldatinnen und Soldaten als auch unsere zivilen Mitarbeitenden mit moderner und funktionsgerechter Ausrüstung und Bekleidung aus, die neben erhöhtem Tragekomfort vor allem einen verbesserten Schutz gewährleistet.“, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw.

Der seit Sommer 2016 mit der BwBM GmbH bestehende Vertrag wächst nunmehr auf einen Gesamtumfang von nahezu 3,9 Milliarden Euro an.

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr





Neue Pionierpanzer für die Bundeswehr: Kodiak folgt auf Dachs


(ots) Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) hat kürzlich einen Vertrag mit der Firma Rheinmetall Landsysteme GmbH über die Herstellung und Lieferung von insgesamt 44 gepanzerten Pioniermaschinen im Wert von rund 295 Millionen Euro geschlossen. Bereits Ende 2023 soll der erste Pionierpanzer (PiPz) ausgeliefert werden, die restlichen Fahrzeuge folgen bis 2029. Daneben wurden mit Vertragsschluss weitere, für die Nutzung erforderliche Zusatzleistungen wie Ausbildungslehrgänge und -mittel, Ersatzteilerstbedarf und Sonderwerkzeuge vereinbart.

„Der Kodiak weist gegenüber seinem Vorgänger wesentliche Verbesserungen im Schutzbereich bei gleichzeitiger Beibehaltung der Mobilität auf. Dazu verfügt der neue Pionierpanzer unter anderem über eine neu entwickelte fernbedienbare Waffenstation zum Selbstschutz“, so der Projektleiter im BAAINBw, Technischer Regierungsdirektor Maik Ostwald. Ebenso verbessern sechs Kameras am Fahrzeug den Überblick der Besatzung bei der Erfüllung ihrer pioniertechnischen Arbeiten. Ein dreiteiliger Baggerarm, ein Räumschild mit Schnitt- und Neigungswinkelverstellung sowie eine vielseitig einsetzbare Windenanlage ermöglichen eine schnelle und effiziente Arbeitsweise im Einsatz und tragen so letztlich zum Schutz und zur Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten bei.

Der PiPz 3 Kodiak, als Nachfolger des PiPz 2 Dachs, wird auf dem bereits eingeführten Fahrgestell des Kampfpanzers Leopard 2A7V basieren. Eingesetzt werden kann der Pionierpanzer, um unwegsame Flächen befahrbar zu machen oder Stellungen für Kampfpanzer vorzubereiten. Dazu kann der Kodiak unter anderem Zu- und Abfahrten an Gewässerübergängen oder Uferzonen herstellen, einen Gewässergrund befahrbar machen sowie Sperren und Hindernisse auf dem Gefechtsfeld beseitigen oder anlegen. Auch ein Einsatz des Fahrzeugs im Katastrophenschutz ist möglich.

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr


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