Stadt finanziert Stadtteilmanagement beim Frauentreff weiter

Von links nach rechts: Nils Förster von der Sozialplanung, Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Peggy Niering von der Sozialplanung sowie Birgit Hengesbach-Knoop, Kibar Kay-Delibas und Julia Herrspiegel (alle Frauentreff Brückenhof)

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Die Menschen in Oberzwehren sollen durch die langjährig etablierte Arbeit ein noch größeres Angebot an Unterstützung, Nachbarschaftshilfe, sozialer Infrastruktur und Freizeitgestaltung erhalten.

 

Von links nach rechts: Nils Förster von der Sozialplanung, Bürgermeisterin Ilona Friedrich, Peggy Niering von der Sozialplanung sowie Birgit Hengesbach-Knoop, Kibar Kay-Delibas und Julia Herrspiegel (alle Frauentreff Brückenhof)

Zum Jahresende 2019 war das städtebauliche Förderprogramm, das Stadtteilmanagement und Stadtteilmagazin finanzierte, ausgelaufen. Das Sozialdezernat hat nun die bisherige Förderhöhe übernommen.

„Als Sozialdezernentin und Bürgermeisterin der Stadt Kassel freue ich mich sehr, dass es uns gelungen ist, das Stadtteilmanagement beim Frauentreff Brückenhof zu erhalten und auf den gesamten Stadtteil Oberzwehren auszuweiten“, sagte Ilona Friedrich bei einem Besuch. Das bietet neue Chancen und Möglichkeiten, viele weitere Akteure mit ihren Angeboten und Informationen im gesamten Stadtteil zu erreichen und einzubeziehen. Auch das Stadtteilmagazin erreicht nun einen größeren Leserkreis als bisher.

Ein gelungenes Beispiel für neue Angebote im Rahmen des Stadtteilmanagements Oberzwehren ist die „Feriensprachwerkstatt“, die für 15 Kinder und Jugendliche aus Oberzwehren begonnen hat. „Die Feriensprachwerkstatt ist gerade jetzt ein wichtiges Angebot für die Kinder und Jugendlichen, die während der langen Phase der Schulschließung durch Corona nur wenig Kontakt zur Schule hatten“ betont Birgit Hengesbach-Knoop vom Stadtteilmanagement. Mit täglich vier bis sechs Stunden, unterstützt durch Ehrenamtliche, wird versucht, Lücken zu schließen und die Sprachkenntnisse wiederaufzufrischen und zu vertiefen.

Begleitet wird das Angebot des Stadtteilmanagements durch die sogenannte „LOKO“, die Lokale Koordinierungsgruppe, in der sich Menschen aus dem Ortsbeirat, der Stadtteilgesellschaft, von Vereinen und weiteren Gruppen aus Oberzwehren, aus Schule und Kita sowie aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung beteiligen.

Mit der Ausweitung der Arbeit auf den gesamten Stadtteil Oberzwehren geht auch eine thematische Neuausrichtung und Öffnung des Stadtteilmanagements einher: das Stadtteilmanagement soll Schnittstelle sein für die vielen sozialen Einrichtungen und die Bedürfnisse im Stadtteil. Insgesamt sollen die Menschen in Oberzwehren ein noch größeres Angebot an Unterstützung, Nachbarschaftshilfe, sozialer Infrastruktur und Freizeitgestaltung erhalten.

„Mit der Übernahme der Finanzierung durch das Sozialamt der Stadt werden sich neue Angebote entwickeln und die bestehende gute Vernetzung innerhalb der Institutionen und Organisationen weiter im Sinne der Bewohnerschaft gepflegt werden können. Ob es um Sorgen und Fragen der einzelnen Bürgerinnen und Bürger geht, ob es um neue Entwicklungen und Veränderungen in sozialen oder kulturellen Belangen geht, ob bauliche Fragen diskutiert werden – der Frauentreff ist die Ansprech-Institution, die versucht, für alle da zu sein, frühzeitig alle einzubinden und zu beteiligen und gute Entwicklungen für Oberzwehren zu fördern“, sagt Hengesbach-Knoop.“

„Wie wichtig es ist, eine gut koordinierte und vernetzte soziale Infrastruktur in den Stadtteilen zu haben und auszubauen, das zeigt sich insbesondere auch in einer Krise, wie wir sie durch Corona in der jüngsten Vergangenheit zu bewältigen hatten und die uns noch eine ganze Weile beschäftigen wird. Individuelle, passgenaue und wohnortnahe Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung spielen dabei insbesondere für die wenig mobilen oder die allein lebenden Menschen im Stadtteil eine große Rolle“, betont die Bürgermeisterin.

So konnte in Oberzwehren auch in den vergangenen Monaten dank der guten Vernetzung eine ganze Reihe von Angeboten für die Menschen in Stadtteil ermöglicht werden, wie zum Beispiel Telefonberatung, Informationen zu Corona, Besuche und Hilfsangebote. Für Bewohnerinnen und Bewohner, die beiden Grundschulen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser wurden fleißig Masken genäht. Es gab regelmäßige Betreuung und Begleitung für Familien, Kinderaktionen mit Geschichten und Bastelideen für Zuhause, eine Zungenbrecherchallenge, die Aktion „Meine Coronazeit“ mit Bildern und Texten, regelmäßig das Angebot „Sport auf den Balkonen“, Einkaufshilfen und vieles mehr.

Wer mehr über aktuelle Angebote im Frauentreff Brückenhof, Familientreff Oberzwehren oder über das Stadtteilmanagement erfahren möchte, kann sich telefonisch unter 0561-408388 an den Frauentreff Brückenhof wenden, im Internet unter www.frauentreff-brueckenhof.de fündig werden oder sich das aktuelle „Oberzwehren-magazin“ der LoKo mitnehmen, das an vielen zentralen Orten in Oberzwehren ausliegt.

documenta-Stadt Kassel


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