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Selbstkorrektur der Kanzlerin zu Gründonnerstag und Ostersamstag // Kümpel: „Einen Fehler zu korrigieren ist professionell, aber das reicht nicht aus. Bund und Länder müssen Geschäfte, Restaurants und Hotels wieder öffnen lassen!“


Kassel. Zur Entschuldigung der Bundeskanzlerin zu „Ruhetagen“ an Ostern erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Nordhessen, Jürgen

Haus der Arbeitgeberverbände Nordhessen, Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen, RA Jürgen Kümpel (Geschäftsführer, Fachanwalt für Arbeitsrecht)

Kümpel: „Einen Fehler einzugestehen und zu korrigieren ist professionell, aber das reicht nicht aus. Weitere Teile der Corona-Politik bedürfen einer Kurskorrektur. Bund und Länder müssen Geschäfte, Restaurants und Hotels wieder öffnen lassen! Sie müssen aufhören, den Tourismus und den Luftverkehr schlecht zu reden. Fliegen und Eisenbahnfahren ist sicher. In der politischen Abwägung muss den Belangen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ein viel größeres Gewicht gegeben werden. Öffnungen und Lockerungen sind verantwortbar und damit rechtlich und wirtschaftlich geboten. Eine Kombination aus beschleunigtem Impfen, regelmäßigem Testen, abgesichertem Öffnen und digitalem Impfnachweis ist jetzt der richtige Weg.“

 

Kümpel zeigte sich erleichtert, dass es kein „rechtliches, wirtschaftliches und organisatorisches Chaos“ an Gründonnerstag und Ostersamstag geben werde: „Ruhetage für alle Fabriken, Büros und Baustellen binnen neun Tagen anzuordnen, wäre ein glatter Rechtsbruch gewesen und hätte die Komplexität unseres wirtschaftlichen und sozialen Lebens völlig verkannt.“

Der Beschluss der Kanzlerin und der Regierungschefs der Länder hatte heftige Unruhe in den hessischen Unternehmen ausgelöst. „Wir haben in Schreiben an hessische Politiker eindringlich auf die sich aufdrängenden rechtlichen Fragen und die tatsächlich entstehenden Probleme in den Unternehmen hingewiesen“, erklärte Kümpel und sagte: „Die hessische Wirtschaft ist letztlich froh, dass die Vernunft gesiegt hat und die Bundeskanzlerin in ihrer Presseerklärung heute mitgeteilt hat, dass Gründonnerstag und Ostersamstag reguläre Werktage bleiben.“

 

Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände


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