Schutz vor Genitalverstümmelung: „Natürlich gibt es falsche Ansätze.“

Schutz vor Genitalverstümmelung: "Natürlich gibt es falsche Ansätze." (c) Shutterstock / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/133822 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/TaskForce FGM e.V./Shutterstock"

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(ots) In einem ausführlichen Beitrag berichtete das Medium neues deutschland kürzlich über die sogenannte „Koordinierungsstelle“ gegen Genitalverstümmelung in Berlin und erwähnte auch die kritische Haltung der TaskForce gegenüber dem dort vertretenen Ansatz, Aufklärungsarbeit mit und in den Communities sei eine wichtige Grundlage, um die Genitalverstümmlungen zu beenden.

Die aus Uganda stammende Projektleiterin der neuen Stelle, Idah Nabateregga, wird mit folgender Aussage zitiert: „Es gibt keinen falschen Ansatz. Alle Ansätze, die helfen können, Genitalverstümmelung zu überwinden, sind willkommen.“

Jeder Ansatz, der die gefährdeten Mädchen weiterhin der Verstümmelung überlässt anstatt sie wirksam und messbar zu schützen, muss als wirkungslos und somit falsch bewertet werden.

Die TaskForce-Gründerin Ines Laufer widerspricht vehement: „Natürlich gibt es falsche Ansätze! Als Maßstab für diese Wertung gilt schlicht und einfach der Schutz gefährdeter Mädchen – und der kann nur mit konsequenten Maßnahmen wie regelmäßigen Unversehrtheitskontrollen in Verbindung mit einer ärztlichen Meldepflicht, strikter Anwendung des Strafrechts inbesondere für die anstiftenden Eltern sowie der präventiven Einschränkung des Aufenthaltsbestimmungsrechts zur Vermeidung von Verstümmelungen in den Herkunftsländern erreicht werden.“

„Der von Nabateregga propagierte Ansatz Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung wird längst von den empirischen Fakten in seiner Wirkungslosigkeit bestätigt. Er gründet zudem auf einem zutiefst rassistischen Täterbild, das die Tätergruppen als dumm und unwissend stigmatisiert, während sie tatsächlich gerade in Europa bestens informiert, organisiert und vernetzt sind,“ so Ines Laufer weiter.

Diese „Koordinierungsstelle“ ist ein weiterer Beleg dafür, wie das Thema „Genitalverstümmelung“ von Vereinen und Einzelfiguren verwaltet und für reine Selbstzwecke vermarktet wird statt endlich wirksamen Kinderschutz einzufordern. Und der Steuerzahler wird zur Kasse gebeten. Eine fatale Symbiose.

Besondere Kritik verdient laut Ines Laufer auch die Tatsache, dass die neue „Koordinierungsstelle“ mit Steuergeldern finanziert wird. Denn es wäre die Aufgabe des Berliner Senats, die gefährdeten Mädchen durch die oben genannten Schutzmaßnahmen wirksam, umfassend und messbar vor der Verstümmelungsgewalt zu bewahren und die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen – und nicht die hart erarbeiteten Steuern in wirkungslosen Projekten zu versenken, mit denen die Öffentlichkeit lediglich aktionistisch verhöhnt wird.

Dem Schutz der gefährdeten Kinder muss endlich eine höhere Priorität eingeräumt werden als den Befindlichkeiten der migrantischen Tätergruppen.

So rassistisch und fehlgeleitet die von Nabateregga verbreitete Behauptung auch ist, Aufklärung sei die Grundlage für eine Beendigung der Verstümmelungen und die Veränderung müsse von innen kommen, so wirkungsvoll dient sie auch den Interessen der Tätergruppen, die damit sowohl ihrer Verantwortung für diese extremen Gewaltverbrechen enthoben werden als auch vor ernsthaften Konsequenzen geschützt werden. In Verbindung mit der von den politischen Verantwortlichen gepflegten „political Correctness“ wird hier der Fokus auf die Befindlichkeiten der migrantischen Tätergruppen erkennbar.

„Aber es muss darum gehen, den Schutz der gefährdeten Mädchen auch gegen die Interessen und die Überzeugungen der Täter durchzusetzen, so wie bei anderen Gewaltformen auch.“ erklärt Ines Laufer. Und weiter: „Es ist im Grunde egal, welche innere Überzeugung Gewalttäter hegen – solange sie ihre Taten unterlassen, und sei es aus Angst vor konsequenter Strafverfolgung. Allein das Wohl und die Unversehrtheit der potentiellen Opfer zählt, denn zu deren Schutz sind wir verpflichtet.“

 

Original-Content von: TaskForce FGM e.V.,

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