Salonga atmet auf

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Afrikas größtes Tropenwald-Schutzgebiet, der Salonga Nationalpark in der Demokratischen Republik Kongo, steht nach über 20 Jahren nicht mehr auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten. Das gab das Welterbekomitee der Unesco gestern auf ihrer 44. Sitzung bekannt. Das 2015 gestartete gemeinsame Park-Management der kongolesischen Naturschutzbehörde ICCN und WWF habe zu einem deutlich besseren Schutz-Zustand in allen Bereichen geführt. Dank des Rückgangs der Wilderei würden sich bedrohte Tierarten wie Bonobos und Waldelefanten wieder erholen. Gleichzeitig honorierte das Komitee die Klarstellung der kongolesischen Regierung, keine Ölbohrungen im Park zuzulassen.

„Die Entscheidung des Komitees ist eine große Auszeichnung und zeigt, dass Salonga auf einem guten Weg ist“, sagt Julia Bayer, Projektmanagerin für Zentralafrika beim WWF Deutschland. „Es gibt nur noch ganz wenige Orte auf der Welt, wo die Natur noch so unberührt ist und es unendlich viel zu erforschen gibt. Wir möchten diese fantastische Artenvielfalt erhalten – für die Menschheit insgesamt und mit und für die lokalen Gemeinschaften vor Ort. Salonga soll ein Leuchtturm im Herzen Zentralafrikas werden, wo Entwicklung und Naturschutz Hand in Hand gehen. Rund um den Park leben rund 300.000 Menschen, mit denen wir intensiv zusammenarbeiten. Die Stärkung der Bildung, etwa durch den Bau von Schulen, und der Aufbau einer nachhaltigen Landwirtschaft helfen ihnen, ein besseres Auskommen zu erzielen und schützen gleichzeitig den Nationalpark.“

Über Salonga

Der Nationalpark Salonga ist mit über 33.000 Quadratkilometern Afrikas größtes Tropenwald-Schutzgebiet und steht seit 1984 auf der Liste des Unesco-Weltnaturerbes. Salonga ist eines der selten gewordenen, absolut intakten Biotope in Zentralafrika und nur auf dem Wasserweg oder per Flugzeug erreichbar. Es umfasst ausgedehnte Sumpfgebiete und praktisch unzugängliche Galeriewälder, die bislang noch unerforscht sind und beherbergt zahlreiche bedrohte Arten, darunter Bonobo, Kongopfau, Waldelefanten und das Zentralafrikanische Panzerkrokodil. Im Jahr 1999 wurde der Park in die Liste der gefährdeten Welterbestätten aufgenommen. Gründe waren insbesondere die massive Wilderei und Brandrodung, gepaart mit bewaffneten Konflikten. Zuletzt hatten geplante Ölbohrungen den Park bedroht.

 

OV von WWF Deutschland

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