Rauchmelder retten Leben – Tipps der Feuerwehr Kassel

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Mehr als 350 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr bei Haus- und Wohnungsbränden. „Die meisten Toten sind nicht Opfer der Flammen, sondern sterben durch Brandrauchgase. Rauchmelder retten Leben“, erklärt Brandschutzdezernent Dirk Stochla zum bundesweiten Rauchmeldertag am 13. August.
Oft würden Brände zu spät entdeckt oder Bewohner im Schlaf von Atemgiften überrascht. Stochla: „Es zählt also jede Sekunde. Rauchmelder reagieren sofort auf entstehenden Brandrauch und retten durch ihre lauten Alarmtöne regelmäßig Menschenleben, das zeigt die seit der Einführung der Rauchmelderpflicht sinkende Anzahl an Brandtoten deutlich. Dafür müssen sie allerdings einwandfrei funktionieren.“

Gerade private Eigentümer von Wohnungen und Häusern sind jedoch oft nicht ausreichend über die geltende Rauchmelderpflicht informiert. Vielen ist nicht bewusst, dass sie für die Umsetzung verantwortlich sind, ganz gleich, ob sie ihre Immobilie vermieten oder selbst bewohnen.

In Hessen sind Rauchwarnmelder auch in Privatwohnungen vorgeschrieben

  • sowohl in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten,
  • für Schlaf- und Kinderzimmer,
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen.
  • Alle Wohnungen müssen in den genannten Zimmern mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet sein.

Mieter von Wohnungen, in denen noch kein Rauchwarnmelder installiert ist, sollten ihren Vermieter darauf ansprechen.

Die Rauchmelder müssen nicht nur korrekt installiert sein, sondern auch regelmäßig gewartet werden. Das gilt für das Eigenheim und selbstgenutzte Eigentumswohnungen ebenso wie für vermietete Immobilien. Eigentümer sind verpflichtet, die von ihnen oder durch Dritte installierten Geräte gemäß Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und ihre Betriebsbereitschaft sicherzustellen. Nach 10 Jahren Betriebsdauer sollen die Rauchmelder ausgetauscht werden.

„Rauchwarnmelder sind 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche und 365 Tage im Jahr für Sie da. Als zuverlässiger Lebensretter überwachen sie ihre Wohnung rund um die Uhr“, erklärt Thomas Schmidt, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Kassel. „Rauchwarnmelder warnen Sie im Brandfall rechtzeitig. Sie können sich, Ihre Familie und Nachbarn bereits in der Entstehungsphase eines Brandes in Sicherheit bringen und über die Notrufnummer 112 die Feuerwehr verständigen.“

 

Keine Angst …

Rauchwarnmelder

  • lösen nicht sofort bei Zigarettenrauch aus,
  • können einfach selbst installiert werden,
  • haben einen geringen Wartungsaufwand,
  • warnen in ausreichender Lautstärke,
  • sind sofort in Baumärkten und im Fachhandel verfügbar.

 

Viele weitere Tipps und Informationen zum Thema Rauchwarnmelder finden Sie auf der Internetseite der Feuerwehr Kassel unter https://www.kassel.de/einrichtungen/feuerwehr/sicherheitstipps/fe-sicherheitstipps/rauchmelder-retten-leben.php sowie auf der Internetseite der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ unter www.rauchmelder-lebensretter.de. Dort kann man Hinweise zur richtigen Installation und Wartung der Rauchwarnmelder erhalten.

Insbesondere durch kleine Wartungsarbeiten, die auch Laien durchführen können, lassen sich Falschalarme und somit Fehlfahrten der Feuerwehr verhindern. Thomas Schmidt: „Manchmal werden wir alarmiert, obwohl es nicht brennt, sondern der Rauchmelder beim Nachbarn einfach nur piept, weil die Batterie leer ist. Dabei kann die Funktion des Rauchwarnmelders und der Zustand der Batterie, ganz einfach, durch Drücken der „Prüftaste“ überprüft werden.

Falschalarme durch Verschmutzung der Rauchwarnmelder, können durch regelmäßige Kontrolle und vorsichtiger Reinigung mit einem feuchten Tuch oder Staubwedel vermieden werden. Die Rauchmelder sollen nicht mit einem Staubsauger abgesaugt werden, dass kann den Rauchmelder beschädigen. Schmidt: „Wenn ein piepender Rauchwarnmelder zu hören ist, gilt im Zweifelsfall jedoch, die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren.“

documenta-Stadt Kassel

 


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