Ran an die Reste!

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Deutschland will bis 2030 die Lebensmittelabfälle in den Tonnen um 50 Prozent senken. Damit das gelingt müssen Politik und Wirtschaft aber deutlich mehr tun, meint die Umweltschutzorganisation WWF Deutschland zum Tag der Lebensmittelverschwendung am 2. Mai.

Die vor zwei Jahren vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) auf den Weg gebrachte „Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ setzt auf freiwillige Branchenvereinbarungen. Im April wurde die erste Zielvereinbarung für den Bereich Außer-Haus-Verpflegung unterzeichnet. Ihr Ziel ist, die Lebensmittelabfälle bis 2025 um 30 Prozent und bis 2030 um 50 Prozent in Kantinen, Kitas, Hotels und Co. zu reduzieren. Die Vereinbarungen von drei weiteren Dialogforen – Handel, Weiterverarbeitung und Produktion – stehen aber noch aus.

„Spätestens die nächste Bundesregierung muss nach der Bundestagswahl mehr Biss entwickeln im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung. Sie muss prüfen, ob es in den Bereichen Produktion, Weiterverarbeitung und Handel im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung genügend Bewegung gibt. Wir brauchen auch dort gute Zielvereinbarungen und passende Maßnahmen“, so Tanja Dräger vom WWF.

Ein weiterer Kritikpunkt des WWF: Immer noch fehlt es an einer bundesweit zuständigen, neutralen Koordinierungsstelle im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung, welche die Bemühungen der einzelnen Sektoren und Unternehmen begleitet und auswertet. „Die grundlegenden Strukturen fehlen, um Daten systematisch und regelmäßig zu erfassen und teilnehmende Unternehmen bestmöglich zu beraten“, so Tanja Dräger vom WWF Deutschland. Sie verweist auf die kürzlich veröffentlichten Empfehlungen des Projektteams zum Dialogforum Außer-Haus-Verpflegung als mögliche Struktur für eine solche Koordinierungsstelle.

Unklar ist grundsätzlich, auf welcher Datengrundlage Deutschland der europäischen Berichtspflicht nachkommen will, so der WWF. Im Rahmen der Abfallrahmenrichtlinie müssen die Mitgliedstaaten jährlich über das Ausmaß von Lebensmittelabfällen an die Europäische Kommission berichten. Der erste Bericht ist bis 2022 einzureichen.

Hintergrund „Tag der Lebensmittelverschwendung“:

Einer WWF-Analyse zufolge verschwenden wir in Deutschland im Jahr rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel, 10 Millionen davon wären bereits heute vermeidbar. Daran erinnert der WWF symbolisch am 2. Mai, dem Tag, ab dem rechnerisch für den Teller und nicht mehr für die Tonne produziert wird.

Auch wenn die Angaben zu dem Gesamtaufkommen von Lebensmittelabfällen schwanken, sind sich die Studien dazu einig: Über die Hälfte der Lebensmittelabfälle wäre vermeidbar. Vom Acker bis zum Teller sind dies pro Sekunde zwischen 217 und 313 Kilogramm.

Das BMEL berechnet, dass bei einer 50-prozentigen Reduzierung der Lebensmittelabfälle jährlich rund 38 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente in Deutschland eingespart werden. Das ist mehr als die Hälfte der gesamten Treibhausgasemissionen aus dem Bereich Landwirtschaft, die sich 2020 laut BMU auf insgesamt 66 Millionen Tonnen beliefen.

 

OV von WWF Deutschland

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