Pole verhindert schlimmeres

Berlin. Der polnische Lkw-Fahrer (37), der beim Attentat auf dem Beifahrersitz saß, hat offenbar in letzter Sekunde eine noch größere Katastrophe verhindert. Die Obduktion habe ergeben, dass Lukasz U. zum Zeitpunkt des Anschlags noch lebte, berichtete die „Bild“-Zeitung. Ermittler gehen davon aus, dass es in der Fahrerkabine einen Kampf gegeben hat. Ein geschwollenes Gesicht und die schwere Schussverletzung bestätigen diese Annahme. Auch von mehreren Messerstichen ist die Rede. Erschossen worden sei Lukasz U. erst in letzter Sekunde, als der Lkw zum Stehen kam. Als Rettungskräfte den LKW erreichten, soll er noch gelebt haben. Er wurde mit einer kleinkalibrigen Waffe angeschossen und starb vor Ort. Von der Waffe fehlt bislang jede Spur. Der Lkw hatte seine Fahrt ins Zentrum Berlins am Montagabend um 19:37 Uhr begonnen.

Möglicherweise hat Lukasz U. den Truck zu diesem Zeitpunkt noch gesteuert. Denn für einen Fahranfänger wäre es schwierig gewesen, einen Sattelschlepper durch den Berliner Verkehr zu lenken.

Was sich seit dem letzten Kontakt von Lukasz U. zu seiner Spedition gegen 16 Uhr am Montagnachmittag und dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz um 20:02 Uhr ereignet hat, versuchen die Ermittler nun möglichst detailliert zu rekonstruieren. Und die Ermittler suchen nach dem bewaffneten Mörder und möglichen Komplizen.

Der zunächst festgenommene Verdächtige Naved B. wurde wieder freigelassen. Es habe kein dringender Tatverdacht mehr bestanden. Ein Augenzeuge hatte den Mann am Montagabend zu Fuß verfolgt, der Pakistaner wurde dann von der Polizei zwei Kilometer vom Tatort entfernt festgenommen. Allerdings fanden sich bei ihm keine Schmauchspuren, keine Verletzungen und kein Blut, obwohl in der Fahrerkabine viele Blutspuren vorhanden waren.

Der Zeuge räumte inzwischen ein, den Fliehenden zwischenzeitlich aus den Augen verloren zu haben. Auch ist von einem Alibi die Rede, das Naved B. für die Zeit unmittelbar vor dem Attentat vorweisen konnte. Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt sagte, es sei gut möglich, dass der sehr gefährliche Täter noch im Raum Berlin unterwegs sei.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière versicherte, die Ermittler tappten nicht im Dunklen. Es gebe Ermittlungsansätze, die würden verfolgt. „Und niemand wird ruhen, bis nicht der Täter oder die Täter gefasst sind“, so der Innenminister. Der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, André Schulz, sagte am Dienstagabend im ZDF: „Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir vielleicht schon morgen oder in naher Zukunft einen neuen Tatverdächtigen präsentieren können.“ Vieles könne derzeit nicht verraten werden, aber es gebe „gute Hinweise“ und „sehr viele Ansatzpunkte“ (qu:ntv) (ws)

 

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