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Online-Führung am 14. April im Stadtmuseum


Eine Online-Führung in der Dauerausstellung im Stadtmuseum mit Margret Baller findet am Mittwoch, 14. April, ab 18 Uhr statt.
Während der 15-minütigen Online-Führung wird sich auf die Spurensuche jüdischen Lebens in Kassel begeben.

Bereits im 13. Jh. haben Menschen jüdischen Glaubens in Kassel gelebt, 1262 wird erstmals eine Judengasse in Kassel erwähnt. Je nach Gunst der Landesherren waren sie in der Stadt geduldet oder wurden in die umliegenden Dörfer vertrieben; für eine Aufenthaltserlaubnis mussten sie hohe Schutzgelder zahlen.

Die französische Besatzung Deutschlands und die Bildung des Königreichs Westphalen stellt eine Zäsur im Leben der jüdischen Bevölkerung dar: Es wurde ihnen die Religionsfreiheit zugesprochen und Auflagen für die Berufsausübung oder den Wohnsitz wurden aufgehoben.

Ein Aufschwung für die jüdischen Gemeinden war die Folge –dies wurde in Kassel auch mit der Einweihung der neuen Synagoge 1839 deutlich.

Ab dem 19. Jh. waren Menschen jüdischen Glaubens weitestgehend in das bürgerliche Leben der Stadt Kassel integriert.

Der Antisemitismus jedoch, den das nationalsozialistische Regime ab 1933 rigoros politisch umsetzte, zerstörte das Leben der jüdischen Bevölkerung – auch hier in Kassel.

Einige von Ihnen konnten rechtzeitig fliehen, aber dennoch wurden etwa 2500 Juden des Regierungsbezirks Kassel verschleppt und ermordet.

Ungeachtet der düsteren Kapitel deutsch-jüdischer Geschichte gibt es heut glücklicherweise wieder eine jüdische Gemeinschaft in Kassel.

Die Veranstaltung findet als Live-Stream via Instagram statt unter www.instagram.com/stadtmuseum_kassel

documenta-Stadt Kassel


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