Neue Ampelmännchen im Wesertor gesichtet – Fußgängerquerung über die Weserstraße sorgt für mehr Sicherheit

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Dank der neuen Querung für Fußgänger und Radfahrer auf Höhe der Magazinstraße kommt man jetzt sicher über die Weserstraße (v.l.n.r.): Heiko Büsscher (Amt für Stadtplanung, Bauaufsicht und Denkmalschutz) Ingeborg Jordan (Ortsvorsteherin), Stadtbaurat Christof Nolda, Sabrina Schlomski (Amt für Stadtplanung), Verkehrsdezernent Dirk Stochla und Carsten Koch (Straßenverkehrs- und Tiefbauamt).

Ab sofort können Fußgänger und Radfahrer die Weserstraße auf Höhe Magazinstraße sicher überqueren. Stadtbaurat Christof Nolda und Verkehrsdezernent Dirk Stochla weihten heute die neue Fußgängerquerung offiziell ein. „Zwischen dem Katzensprung und der Ampelkreuzung Ysenburgstraße bestand bislang auf gut 400 Metern Länge keine Möglichkeit, gefahrlos über die stark befahrene vierspurige Weserstraße und den Gleiskörper zu gelangen. Diese langen Umwege gehören jetzt endlich der Vergangenheit an,“ freut sich Verkehrsdezernent Stochla.

Um die Schulwegesicherheit, die Nahmobilität sowie die Fußgänger- und Radfahrerfreundlichkeit zu erhöhen, hat die Stadt Kassel seit August dieses Jahres das Projekt „Fußgängerquerung Weserstraße/Magazinstraße“ im Rahmen des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt verwirklicht. Hierfür wurden ca. 650.000 Euro investiert.

Was ist nun neu? Für ein sicheres Überqueren wurde eine Mittelinsel in den Bereich der Gleisanlagen integriert. Für die dafür notwendige Verschenkung musste der Fahrbahnverlauf auf einer Länge von fast hundert Metern angepasst werden. An der Einmündung der westlichen Magazinstraße wurde eine „Nase“ gebaut, die den Gehweg am Eckbereich verbreitert und die Querungslänge für Fußgänger über die Magazinstraße verringert. Die Fußgängerquerung über die Weserstraße ist mit Nullabsenkung besonders barrierearm ausgeführt und mit einer Signalanlage und einem taktilen Leitsystem ausgestattet. Im nächsten Frühjahr werden zur Verbesserung der Stadtökologie noch fünf neue Bäume gepflanzt.

Besonders für die Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Quartiere, die Bewohner des Studentenwohnheims gegenüber der Magazinstraße, die Lehrer- und Schülerschaft der Carl-Schomburg-Schule, die Besucher des Stadtteilzentrums und der neuen Brüderkirche wird sich die Anbindung wesentlich verbessern. Die neue Anlage wertet zudem die Rad- und Fußwegebeziehungen zwischen Universität, Innenstadt und Unterneustadt deutlich auf. „Wir brauchen in unserer Stadt mit Blick auf den Klimaschutz die Verkehrswende, und wir brauchen diese bald. Vor diesem Hintergrund sind alle Maßnahmen, die den Umweltverbund, und hier den Fuß- und Radverkehr stärken und attraktiver machen, sinnvolle und notwendige Investitionen in eine zukunftsfähige, umweltverträgliche Mobilität,“ erklärt Stadtbaurat Christof Nolda.

Parallel zur neu geschaffenen Querung wurde eine beidseitige Fahrbahndeckensanierung auf der Weserstraße von der Ysenburgstraße bis zur Schützenstraße Anfang Oktober durchgeführt. Hierbei kamen zum Teil drei Asphaltfertiger gleichzeitig zum Einsatz, um die neuen Fahrbahnbeläge schnellstmöglich fertigzustellen. Die Sanierung kostete ca. 450.000 Euro und wurde aus kommunalen Mitteln finanziert.

Die Gesamtkosten für beide Baumaßnahmen (Fußgängerquerung und Fahrbahndeckensanierung) belaufen sich somit ohne die Investitionen der Versorgungsunternehmen auf 1,1 Mio. Euro. Im Zuge der Arbeiten wurden unter anderem zwei Fahrleitungsmasten durch neue ersetzt, 650 m2 neuer Platten- und Pflasterbelag verlegt und auf 400 Metern Länge neue Bordsteine gesetzt. Allein von der Straßenbaufirma Rohde wurden ca. 3.100 Arbeitsstunden geleistet. Beide Maßnahmen sorgen für einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung adäquate und zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur und stärken die Nahmobilität und Fußgängerfreundlichkeit im Stadtgebiet Kassel.

Hintergrund: Soziale Stadt Wesertor

Der Stadtteil Wesertor befindet sich seit dem Jahr 2007 im Bund-Länder-Programm Soziale Stadt. Seit dem Jahr 2018 wurde das Programmgebiet um das Pferdemarktquartier erweitert und umfasst seitdem eine Fläche von ca. 116 ha. Ziele der Sozialen Stadt sind die Verbesserung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen vor Ort durch städtebauliche Entwicklungs- und Erneuerungsmaßnahmen. Das hier beschriebene Projekt ist Bestandteil der von der Stadtverordnetenversammlung am 5. November 2012 beschlossenen Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzepts Soziale Stadt Wesertor und ist somit Teil mehrerer Maßnahmen, die seit dem Jahr 2009 mittels Städtebauförderung im Stadtteil Wesertor realisiert werden konnten.
documenta-Stadt Kassel


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