MT Melsungen reist zu Remis-König GWD Minden

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In der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga steht offiziell der 30. Spieltag an, für die beiden Kontrahenten GWD Minden und MT Melsungen ist es – coronabedingt – jedoch erst der 29., beziehungsweise 28. Einsatz in dieser Saison. Der findet statt am Himmelfahrtstag, 13. Mai, um 19:00 Uhr, in der MERKUR Arena in Lübbecke. Die Kampa-Halle, eigentliche Heimspielstätte der Grünweißen, ist seit Januar 2020 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Lübbecke ist nur 22 Kilometer von Minden entfernt.

Nein, eine gemütliche Himmelfahrtspartie steht der MT Melsungen gewiss nicht bevor, wenn sie am Donnerstag in Ostwestfalen antreten muss. Dazu ist der dortige Gegner viel zu unbequem und darüber hinaus nur sehr schwer einzuschätzen. Die bisherige Statistik aus den direkten Duellen spricht zwar für die Nordhessen – von 27 Spielen gewannen sie 16 – aber die Ergebnisse waren meist recht knapp.

Besonders auffällig: Gegen keinen anderen Gegner spielte Melsungen öfter unentschieden als gegen Minden – bislang fünfmal, zuletzt im Hinspiel im Oktober in Kassel (24:24). Und weil die Grünweißen auch in der laufenden Saison schon wieder in sechs Spielen jeweils einen Teilerfolg verbuchten – soviel wie keiner der 20 Clubs – darf man GWD Minden getrost als einen Remis-König der Liga bezeichnen.

Mindens Trainer Frank Carstens misst dem Unentschieden seiner Mannschaft in Kassel eine hohe Bedeutung bei und erinnert daran, dass die Abwehr der Schlüssel zum Punktgewinn und dieses Spiel ein Wendepunkt in der Hinrunde gewesen sei. Im Rückspiel nun müsse man die Rückraumachse Kühn–Pavlovic–Häfner in den Griff bekommen. Besonders Häfner sei derzeit in guter Form.

Was die Melsunger ihrerseits mit nach Lübbecke nehmen können, ist das Selbstvertrauen aus zwei Siegen in Folge: Sehr gelungene Auftritte in Leipzig und zuletzt zuhause gegen Göppingen – diese beiden Teams wurden damit in dieser Saison jeweils im Hin- und im Rückspiel geschlagen – lassen die Zuversicht wachsen, auch gegen Minden etwas zu reißen.

Aber auch der Gegner wird nach den beiden jeweils einfachen Punktgewinnen gegen Stuttgart und in Balingen mit einer etwas breiteren Brust in das Spiel gehen. Als Tabellenfünfzehnter ist Minden zwar noch nicht gänzlich auf der sicheren Seite, hat sich aber inzwischen mit fünf Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz eine hervorragende Ausgangsbasis für einen erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt erarbeitet.

Auf wen die MT-Abwehr besonderes Augenmerk legen muss, ist schnell zu beantworten: Auf mindestens alle Spieler der sogenannten “Ersten Sechs”. Denn da kann GWD auf wirklich jeder Position mit torgefährlichen Akteuren aufwarten. Angefangen von Christoffer Rambo im rechten Rückraum, mit 137 Treffern bester Schütze, über Regisseur und Jungnationalspieler Juri Knorr, Doruk Pehlivan, Rückraum links, Kevin Gulliksen, Rückraum links, Mats Korte, Linksaußen, bis hin zu Julius Richtzenhain am Kreis.

Und die MT-Schützen müssen sich gut auf den 1. Mann im Mindener Gehäuse gut einstellen: Malte semisch weist mit fast 31 Prozent gehaltene Würfe hinter Magdeburgs Jannick Green die zweitbeste Torhüterquote der Liga auf. Und sollte der mal eine Pause benötigen, steht Bundesliga-Rekordspieler Carsten Lichtlein bereit.

Apropos Torhüter: Steht beim Gegner, wie in diesem Fall mit Malte Semisch, ein besonders herausragender Akteur zwischen den Pfosten, könnte man meinen, dass die Trainer ihre Schützlinge in der Vorbereitung auf das betreffende Spiel gezielt auf dessen Stärken und Schwächen hinweisen. Nicht so Gudmundur Gudmundsson: “Damit habe ich keine gute Erfahrungen gemacht. Die Spieler müssen in dem Augenblick intuitiv entscheiden, wohin sie am besten werfen. Wenn man zu genau auf den Torhüter hinweist und die Spieler fangen an, nachzudenken, kommt dabei kein guter Wurf heraus”.

Was der MT-Trainer hingegen seinen Schützlingen mit auf den Weg gibt, sind die Hinweise auf die entsprechenden Feldspieler. Dabei warnt “Gudmi” besonders vor Christoffer Rambo und Juri Knorr, die beide imstande sind, aus jeder Situation ein Tor zu erzielen. Im Abschlusstraining am Mittwoch wurden natürlich auch mögliche Strategien gegen die Mindener Abwehr festgelegt. Die ist bekannt für ihre Kompaktheit und zupackende Art in der 6:0-Formation.

Da muss die MT-Offensive schon mit einer ähnlichen Leistung aufwarten, wie zuletzt gegen Leipzig und Göppingen. “Hier hat mich die Art und Weise überzeugt, wie die Siege herausgespielt wurden”, stellt der MT-Coach seiner Mannschaft ein pauschales Lob aus. “Können wir das in Abwehr und Angriff erneut abrufen, haben wir auch gegen Minden alle Chancen”. Das Ziel ist indes klar: Die MT will ihre noch junge Erfolgsserie jetzt weiter ausbauen – auch gegen Remis-König GWD Minden.

Schiedsrichter in Lübbecke:
Nils Blümel / Jörg Lopuschanskij (beide Berlin); DBB-Superaufsicht: Wolfgang Jamelle

Bisherige Erstligavergleiche MT Melsungen – GWD MInden

27 Spiele, davon 16 Siege Melsungen, 6 Siege Minden, 5 Remis
Letzter Vergleich:
7.10.2020, MT Melsungen – GWD Minden 24:24
Letzter MT-Sieg in Minden:
14.11.2019, GWD Minden – MT Melsungen 27:29

Live-Berichterstattung:
18:30 Uhr: Sky startet mit der Konferenzschaltung und Vorberichten, das Spiel aus der MERKUR Arena Lübbecke kommentiert ab 19:00 Uhr Heiko Mallwitz.

Infos zum Gegner:
https://gwd-minden.de


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