Mit Messer und Gabel das Klima schützen

Zu-Gut-Für-die-Tonne

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Zerstörung der Artenvielfalt und ihrer Lebensräume, Klimakrise sowie Zoonosen wie COVID-19: Die Menschen und der Planet stehen vor größten Herausforderungen. Die Ursachenanalyse dieser Krisen zeigt vielfach: Alles hängt mit allem zusammen – und am Ende oft mit dem Essen auf unseren Tellern. Damit sitzt die Chance, durch veränderte Essgewohnheiten natürliche Ressourcen zu schonen und das Klima zu schützen, jeden Tag mit am Esstisch.

Was sind die konkreten Auswirkungen unserer Ernährungsgewohnheiten? Wie viel Fläche beanspruchen wir dafür? In welchem Maße tragen unsere Essgewohnheiten zur Klimakrise, aber auch zur Zerstörung natürlicher Lebensräume bei? All diese Fragen erläutern und beantworten Tanja Dräger de Teran, Referentin für nachhaltige Landnutzung und Ernährung beim WWF Deutschland, und Stephanie Wunder, Koordinatorin der Bereiche Landnutzungspolitik und Ernährung beim Ecologic Institut, in dem WebinarMit Messer und Gabel das Klima retten? Wie unsere Ernährung die Umwelt beeinflusst“. Das kostenlose Internetseminar findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Smart Democracy“ des Deutschen Volkshochschul-Verbands am 21. April 2020 von 19 Uhr bis 20.15 statt. Inhaltlich werden sich die Referentinnen des Webinars damit befassen, welchen Beitrag wir alle leisten können, was wir alle tun können, wie gesunde und nachhaltige Ernährungsempfehlungen aussehen und wie man sich für nachhaltige Ernährung engagieren kann.

„Weltweit stellt unser heutiges Ernährungssystem die größte Bedrohung für Umwelt und Artenvielfalt dar. So sind etwa 70 Prozent der Verluste an biologischer Vielfalt auf die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln zurückzuführen,“ sagt WWF-Ernährungsexpertin Tanja Dräger de Teran.  Und auch wir tragen mit unseren Ernährungsgewohnheiten in Deutschland in vielfältiger Weise zur Zerstörung der Artenvielfalt und der Klimakrise bei. Mehr als 30 Prozent der für unseren Konsum importierten Lebensmittel stammt aus tropischen Regionen, in denen zerstörerische Waldnutzung betrieben wird. Für die Produktion von Lebens- und Futtermitteln in Deutschland werden Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche in anderen Regionen dieser Welt beansprucht, vor allem in Südamerika und Asien. Soja aus Südamerika ist das bekannteste Beispiel.

„Gleichzeitig gehen wir über die Maßen verschwenderisch mit unseren Lebensmitteln um“, sagt Tanja Dräger de Teran. „Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird nie verzehrt, sondern entlang der Lieferkette vom Acker bis zum Teller weggeschmissen.“

„Das Gute ist: Wir können dies ändern und dabei köstlich, vielfältig, gesund essen und gleichzeitig Landwirtschaft und Ernährungssystem widerstandsfähiger machen. Denn wir entscheiden bei jeder Mahlzeit mit, wie Lebensmittel produziert, wie viele Ressourcen dafür benötigt werden und woher die Lebensmittel stammen”, sagt Stephanie Wunder vom Ecologic Institut.“ Alleine die Berücksichtigung der Empfehlungen für eine gesunde Ernährungsweise, mit mehr frischen, pflanzlichen Lebensmitteln und einer Halbierung des Fleischkonsums macht einen riesigen Unterschied für Ressourcen-, Klima- und Artenschutz.”

„Um an der Änderung von Ernährungsgewohnheiten anzusetzen, braucht es weniger Verbote, als einen langen Atem, viele Anreize und geänderte politische Rahmenbedingungen“, sagt Wunder weiter. „Es gibt mehr Möglichkeiten als jemals zuvor, sich so zu ernähren, dass es gesund für den Menschen und den Planeten ist.”

 

Original COntent von: WWF Deutschland

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