Mehr als Klima-Claims

 

 Unternehmen werden ihrer Verantwortung für umfassenden Klimaschutz nur über eine ganzheitliche Strategie gerecht, die Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette reduziert, in Klima- und Naturschutz investiert und sich bei Partnern und Politik für echten Klimaschutz einsetzt. Das geht aus einem neuen Leitfaden des WWF für Unternehmen hervor. „Reine Kompensation von Emissionen mit eingekauften CO2-Gutschriften zur Unterstützung von Marketing-Claims à la ‘klimaneutral’ sind keine ausreichenden Klimaschutzmaßnahmen“, sagt Sebastian Öttl, Experte für nachhaltige Unternehmensführung beim WWF Deutschland. „Schlimmstenfalls sind sie bloßes Greenwashing.“

Denn zum Teil besteht bei Kompensationsprojekten die Gefahr, dass CO2-Einssparungen doppelt angerechnet werden – beim Unternehmen und im Land des Projektes. Außerdem eröffnet sich die Frage der Langfristigkeit etwa mancher Land- und Waldprojekte und inwieweit sie tatsächlich mit Emissionen aus fossilen Quellen verrechnet werden können.

„Wir fordern dreierlei von Unternehmen: die drastische Emissionsreduktion in der gesamten Wertschöpfungskette, eine angemessene Bepreisung der nicht vermeidbaren Emissionen für zusätzliche Investitionen in Klima- und Naturschutz sowie die aktive und transparente Kommunikation“, so Sebastian Öttl.

An erster Stelle jeder ganzheitlichen Klimaschutzstrategie steht so, die Unternehmensarbeit auf einen wissenschaftsbasierten 1,5 Grad Pfad zu lenken und Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette mittelfristig zu senken und langfristig zu eliminieren. Emissionen, die auf diesem Reduktionspfad weiterhin anfallen, sollten nicht 1:1 kompensiert werden.  Stattdessen sollten Unternehmen sie angemessen bepreisen– etwa mit den rund 200 Euro pro Tonne CO2, die das Umweltbundesamt an Umweltschäden berechnet. Dieses Budget sollte dann als Investition etwa in Minderungsprojekte oder nachhaltige Landschaftsansätze in ökologisch und sozial sensiblen Regionen entlang breiter Nachhaltigkeitskriterien fließen.

Darüber hinaus gilt es, transparent über die Klimaschutzstrategie zu informieren und bei Partnern, Wettbewerbern und Politik für die notwendige Transformation einzutreten und entsprechende regulatorische Rahmenbedingungen zu setzen. Gleichzeitig müssen Unternehmen gegenüber Verbraucher:innen offen kommunizieren, statt mit ungenauer und nicht nachvollziehbarer “Klimaneutralität” zu werben.

„Die Wirtschaft hat eine extrem große Verantwortung für den Klimaschutz, aber auch extrem große Hebel und enorme Potenziale. Mit der richtigen Strategie können Unternehmen die Transformation vorantreiben und sich selbst und uns alle zukunftssicher machen“, so Sebastian Öttl.

 

OV von WWF Deutschland

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