Mangel an Grafikchips: Preise für Grafikkarten auf Rekordhoch

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PC-Gaming war schon immer ein teures Hobby. Aktuell haben es die Gamer jedoch so schwer wie noch nie. Neue Grafikkarten von AMD und Nvidia sind binnen kürzester Zeit ausverkauft und sogar ältere GPU-Modelle waren im Pandemiejahr 2021 zeitweise ausverkauft. Die wenigen Modelle, die erhältlich sind, übersteigen die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) um hunderte Euro.

Der globale Mangel an Halbleiter-Chips

Grafikkarten sind derzeit eine Mangelware. Verantwortlich für die aktuelle Grafikchip-Knappheit ist in erster Linie der globale Mangel an Halbleiter-Chips. In dem aktuellen Jahr haben sich viele Wirtschaftszweige überraschend schnell von den Pandemie-bedingten Restriktionen erholt, womit die führenden Halbleiter-Produzenten nicht gerechnet haben. Als eine direkte Folge dieser unerwarteten Situation kann der globale Bedarf an Chips in vielen Branchen nicht gedeckt werden. Ohne Halbleiter-Chips können keine Prozessoren hergestellt werden, die den Kern einer jeden GPU bilden. Davon sind auch Konsolenhersteller wie Microsoft und Sony betroffen, sodass die Konsolen der neuen Generation aufgrund des Chip-Mangels derzeit kaum verfügbar sind. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass sich PC-Gamer die wenigen erhältlichen GPUs mit den Krypto-Minern teilen müssen. Krypto-Miner nutzen Grafikkarten, um auf ihrem Computer digitale Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum zu erzeugen. Je leistungsstärker die verbaute Grafikkarte ist, umso mehr können Miner von der digitalen Währung pro Stunde generieren. Derzeit buhlen also PC-Gamer und Miner um performante Grafikkarten, was die Preise in die Höhe treibt. Der Kampf um die GPUs sorgt dafür, dass begehrte Modelle sofort nach dem Marktstart ausverkauft sind. Die wenigen Modelle, die erhältlich sind, übersteigen die ursprünglichen Preise teilweise um ein Vielfaches, was in unserer Preisanalyse ersichtlich ist. Grafikkarten werden immer teurer

Die Preise für neue Grafikkarten sind im Zeitraum von einem Jahr um durchschnittlich 136 Prozent teurer geworden. Hierbei handelt es sich lediglich um den Durchschnitt, sodass besonders beliebte und leistungsstarke Modelle in diesem Zeitraum einen noch höheren Preisanstieg erfahren haben. So ist beispielsweise die Radeon RX 5700 XT Red Devil von AMD in den vergangenen 12 Monaten um rund 300 Prozent teurer geworden. Im Mai 2020 kostete die GPU von AMD im Durchschnitt 444 Euro. Ein Jahr später müssen Gamer für dasselbe Modell unglaubliche 1800 Euro ausgeben, wenn die GPU überhaupt erhältlich ist. Denn diese absurden Preise sind auch in erster Linie an die schlechte Verfügbarkeit zurückzuführen.


Quelle: idealo
Neben der Radeon-Karte sind auch die GeForce-20/30-Serien von Nvidia von dem enormen Preisanstieg betroffen. So hat beispielsweise die GeForce RTX 3070 GAMING OC in den vergangenen sechs Monaten einen Preissprung von 679 Euro auf 1.600 Euro erfahren. Auch die neue Spielkonsolengeneration ist betroffen

Die meisten Konsolen-Gamer können die Grafikpracht der neuen Konsolengeneration nur auch YouTube und Twitch betrachten. Die neue Xbox Series X sowie die PlayStation 5 sind derzeit Mangelware, was für viele Spielenthusiasten eine äußerst frustrierende Situation darstellt. Sony und Microsoft haben den Sprung in die neue Konsolengeneration bereits vor vielen Monaten vollzogen, jedoch konnte der Markt aufgrund der geringen Stückzahlen der neuen Konsolen leider nicht vollständig bedient werden. Die „zurückgelassenen Gamer“ können die neuen Next-Gen-Titel momentan nicht in Eigenregie erleben, sondern nur auf Videoplattformen wie Twitch oder YouTube dabei zuschauen, wie andere Streamer die neuen Games zocken.

Fazit
Aktuellen Angaben von AMD und Nvidia zufolge wird die Grafikkarten-Knappheit auch in diesem Jahr
fortbestehen, was bei vielen Gamern für Frustration sorgt. Eine Entspannung der Lage am GPU-Markt wird erst im nächsten Jahr erwartet.


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