„Made in Germany“ muss auch in Zukunft für gute, zukunftsfeste Arbeitsplätze stehen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und ZEW-Präsident Achim Wambach stellen die zentralen Ergebnisse der Innovationserhebung 2020 in einer Pressekonferenz vor. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/67245 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

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(ots) Mit dem neuen Forschungsprogramm „Zukunft der Wertschöpfung – Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Forschung im Bereich der Wertschöpfung mit bis zu 780 Millionen Euro für die nächsten sieben Jahre. Das Programm setzt bei den Bedingungen für Wohlstand und Arbeit der Zukunft an: Es fördert so umfassend wie noch nie Produktions-, Dienstleistungs- und Arbeitsforschung in einem integrierten Ansatz. Hieraus geht das Wissen für den Wohlstand und die Arbeitsplätze der Zukunft hervor. Die Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern ist dabei unerlässlich. Das Programm „Zukunft der Wertschöpfung“ bindet die Arbeitnehmer und Arbeitgebervertretungen in allen Phasen mit ein. Die Partnerschaft reicht von den ersten Ideen bis zum Transfer der Forschungsergebnisse in die Anwendung. In einer gemeinsamen Pressekonferenz äußerten sich am heutigen Donnerstag Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, sowie der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Siegfried Russwurm, zu Herausforderungen und Perspektiven von Produktion, Dienstleistung und Arbeit in Deutschland.

Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Wir müssen uns als Gesellschaft nicht nur die Frage stellen, wie wir in Zukunft leben wollen, sondern auch, wovon. Beide Fragestellungen sind zwei Seiten derselben Medaille und von herausragender Bedeutung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sowie zur Wohlstandssicherung in unserem Land.

Deutschland verfügt über ein enormes Potenzial in den Schlüsseltechnologien von morgen, wie Künstliche Intelligenz, Informations- und Kommunikationstechnologien oder Quanten- und Supercomputing. Dieses Potenzial entsteht durch Forschung und Entwicklung, damit können und wollen wir den Wohlstand in unserem Land sichern.

Die Zukunft unseres Wohlstands, die Zukunft der Wertschöpfung hat ihren Beginn genau hier, in der Forschung und Entwicklung. Aber sie wird getragen von der Anwendung in Produkten und Dienstleistungen, in der Arbeit und im Alltag jedes einzelnen Menschen. Im Bereich der Industrie 4.0 ist es uns schon jetzt gelungen, neue Märkte zu erschließen, Arbeitsplätze besser und zukunftsfest zu machen und das Innovationsland Deutschland weltweit zum Spitzenreiter zu machen.

Deutschland ist Weltklasse darin, komplexe Wertschöpfungsketten mit kleinen, mittleren und großen Unternehmen aufzubauen, in die viele ‚hidden champions‘ ihre Stärken einbringen. Diesen Vorsprung von ‚Made in Germany‘ müssen wir auch in Zukunft bewahren. Das fördern wir mit unserem Programm.“

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie Siegfried Russwurm führt aus:

„Mit dem Fokus auf die Zukunft der Wertschöpfung setzt die Bundesregierung das wichtige Signal, dass es in Pandemiezeiten nicht nur um das ‚Heute‘ geht, sondern ganz entschieden auch um das ‚Morgen‘. Für einen zukunftsfähigen Standort und die Erreichung klima- wie digitalpolitischer Ziele muss das deutsche Innovationssystem mehr Tempo aufnehmen und agiler werden. Das neue Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zahlt auf dieses Anliegen ein und ebnet den Weg für eine frühzeitige Verzahnung relevanter Forschungsbereiche und Akteure. Entscheidend ist, den Menschen in den Mittelpunkt des fundamentalen Wandels, wie wir in Zukunft arbeiten, zu stellen. Die Wirtschaft freut sich auf den Austausch mit Gewerkschaften und Politik über die besten Lösungen, um Wertschöpfung in Deutschland zu sichern.“

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Reiner Hoffmann sagt:

„Die Herausforderungen der Plattformökonomie, Dekarbonisierung oder neuer Technologien stellen uns vor die Frage, ob wir es schaffen, den digitalen und klimapolitischen Wandel für einen inklusiven gesellschaftlichen Fortschritt zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um ökonomische Verwertbarkeit, sondern auch um gesellschaftliche Bedarfe, die ausreichend berücksichtigt werden müssen. Wichtig ist, dass ausreichend in die Zukunft investiert wird. Dafür ist das Forschungsprogramm ein positives Beispiel.

Entscheidend wird auch sein, neue Mitbestimmungs- und Partizipationsformen im Transformationsprozess zu erforschen. Dies ist von herausragender Bedeutung für die gemeinsame Gestaltung von Arbeit und Technologie, die am Ende zur neuen Wertschöpfung werden soll. Wir erwarten deshalb, dass mit dem neuen Programm ein besonderer Schwerpunkt auf die Herausforderungen für eine neue Governance in den Betrieben gelegt wird.“

 

 

OC von Bundesministerium für Bildung und Forschung

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