Legalisierung von Cannabis: Verkehrssicherheit hat oberste Priorität

image_pdfimage_print

BADS appelliert eindringlich an Koalitionsparteien

Hamburg (nr.) Mit großer Sorge verfolgt der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS) die in den anstehenden Koalitionsgesprächen diskutierte Legalisierung von Cannabis. In einem Brief an die Fraktionsvorsitzenden der verhandelnden Parteien der Ampelkoalition, SPD, Bündnis90/Die Grünen und FDP

warnt der Präsident des BADS, Helmut Trentmann, davor, die Auswirkungen von Cannabis auf die Verkehrssicherheit nicht gebührend zu berücksichtigen.

„Für die Sicherheit der Allgemeinheit im Straßenverkehr ist es maßgebend, dass jeder Verkehrsteilnehmer ein Fahrzeug ohne vorherige Einnahme von Drogen und Alkohol führt. So wie wir im Straßenverkehr jegliche Beeinflussung durch alkoholische Getränke ablehnen – also 0,0 Promille fordern-, muss dies auch beim Cannabiskonsum gelten.“

Trentmann verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf Erfahrungen derPolizei in europäischen Ländern, die insbesondere auch bei Kontrollen von E-Scootern ergeben, dass der Anteil von Drogen im Straßenverkehr exponentiell zunimmt. „Hier zeigt sich eine für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer steigende Bedrohung, die von der Politik nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf“, so der BADS-Präsident weiter.

Helmut Trentmann wiederholte im Blick auf das seit 2017 legalisierte sogenannte Medizinalcannabis, dass es unter den Aspekten der Verkehrssicherheit auch kein Privileg für Cannabis als Medizin geben dürfe. „Wir sind deshalb auch weiterhin dafür, die sogenannte Medikamentenklausel im § 24a des Straßenverkehrsgesetzes zu streichen.“

Die vom Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und anderen Organisationen bisher geleistete Präventionsarbeit zur Verkehrssicherheit habe in den vergangenen Jahren zu einem signifikanten Rückgang von Verkehrsunfällen insbesondere bei denen mit Todesfolge geführt. Durch die Legalisierung von Cannabis würde diese positive Entwicklung gefährdet. „Der BADS fordert deshalb weiterhin ein ausnahmslos absolutes Drogenverbot im Straßenverkehr, das auch Cannabis einschließt.“


Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 21 Landessektionen getragen. Internationale Akzeptanz findet unsere renommierte wissenschaftliche Publikation BLUTALKOHOL. Jährlich verleihen wir an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihr Engagement um mehr Sicherheit auf unseren Straßen die Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold. Der B.A.D.S.  finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten zufließenden Geldbußen, aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen.


Posts Grid

Erinnerung an Deportationen vor 80 Jahren

Am 9. Dezember 1941 verließ der erste Transport mit über 1.000 Menschen jüdischen Glaubens aus…

Mann schlägt mit Wischmop zu

(ots) Weil ein 26-Jähriger aus Nieste im Kasseler Hauptbahnhof mit einem Wischmop auf einen 17-Jährigen…

„Dulden keinerlei Einschüchterungen oder Bedrohungen“

Radikalisierung von Querdenkern und Corona-Leugnern Politisch motivierte Straftaten im Kontext Corona steigen Amtsträger am häufigsten…

Impftour Schwalm-Eder-Kreis

  Neben dem stationären Impfen im Kulturbahnhof Wabern bietet der Schwalm-Eder-Kreis zudem die Möglichkeit über…

Zivilstreife stoppt Fahranfänger mit 162 km/h in Baustelle auf A 49

A 49/ Kassel/ Baunatal: Ausgerechnet ins Visier einer Zivilstreife der Baunataler Autobahnstation mit einem „Provida“…

Kfz-Versicherung oft nach dem 30. November kündbar

  Der 30. November ist für viele Autofahrer der Stichtag zum Wechsel der Kfz-Versicherung. Doch…

Wie steigere ich den Erfolg meiner Website?

Waren vor knapp 30 Jahren etwa 10 Webseiten online, sind es im Jahr 2020/2021 weltweit…

So laden Sie die Energiereserven wieder auf

  Die Corona-Pandemie hat sowohl bei Kindern und Jugendlichen wie auch bei Eltern zu deutlichen Belastungen geführt,…

50 Jahre Rettungsdienst in Deutschland: Die Notfallversorgung ist längst selbst zum Notfall geworden

(ots) Vor genau 50 Jahren, am 6. Dezember 1971, schenkte die Björn Steiger Stiftung jedem…

Ökobrennstoff Holz: Die private Wärmewende im Wohnzimmer

  Kamin- und Pelletofen als Zusatzheizung Jeder Bundesbürger emittiert durchschnittlich 7,8 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr…

Fabian Ribnitzky wechselt zu den Kassel Huskies

Zuwachs für das Husky-Rudel: Fabian Ribnitzky ist ab sofort neu im Team der Kassel Huskies….

Aus dem Wald ans Futterhaus

  Wenig Samen und Baumfrüchte im Wald – viele Besucher am Futterhaus. Dieser Effekt könnte…

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

%d Bloggern gefällt das: