Kümpel (Arbeitgeberverband): Zeit für Lösungen. Warnstreiks schaffen keine Aufträge.

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Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen zu den Tarifforderungen der IG Metall

Kassel. „Unser Land und insbesondere die Metall– und Elektro-Industrie (M+E) befinden sich in der schwersten Wirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg. Man braucht kein Volkswirt oder Wirtschaftsweiser zu sein, um zu erkennen, dass eine vierprozentige Lohnforderung in dieser Extremsituation völlig unrealistisch ist. Für viele Betriebe, die ohnehin schon stark unter der Krise leiden, könnte es das Aus bedeuten“, warnt Jürgen Kümpel, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSENMETALL Nordhessen.

„Wer jetzt für vier Prozent auf die Straße geht, hat die Realität komplett aus den Augen verloren. Es ist Zeit für Lösungen – nicht für Streiks. Jetzt geht es in erster Linie darum, Jobs zu sichern und den Strukturwandel und die Digitalisierung zu meistern. Immerhin machen noch 46 Prozent der M+E-Betriebe Kurzarbeit, jeder vierte M+E-Beschäftigte ist davon betroffen. So mancher Firma geht bald die Luft aus. Deswegen brauchen wir klare Signale gegen Verunsicherung und Zukunftsangst. Momentan kann niemand in die Glaskugel schauen und sagen, wann der Normalzustand wieder erreicht sein wird. Ein Blick zurück hingegen zeigt: Bisher wurden die M+E-Beschäftigten immer fair am Wachstum beteiligt. Allein von 2011 bis 2020 erhielten M+E-Beschäftigte 29,5 Prozent mehr Geld. Mit im Schnitt 60.000 Euro pro Jahr sind die Verdienste in unserer Branche weltweit top. Wer verdient das schon? Momentan gibt es jedoch nichts zu verteilen. Eine Nullrunde wäre schon ein Kompromiss, weil Aufträge und Umsätze massiv eingebrochen sind. Deswegen heißt es jetzt, zusammen an einem Strang ziehen, und zwar in die gleiche Richtung. Ich appelliere daher an die IG Metall und die vielen tausend Beschäftigten in der nordhessischen Metall- und Elektro-Industrie: Werden Sie sich dem Ernst der Lage bewusst und lassen Sie uns den Flächentarifvertrag wieder attraktiv machen, indem wir ihn an die unterschiedlichen Bedingungen in den Betrieben anpassen“, so Kümpel.


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