Köln: bis zu 500 E-Roller liegen im Rhein

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Es wurde gewarnt. Es wurden Bedenken angemeldet. Und es wurde auf Erfahrungen anderer Länder und anderer Städte verwiesen. Es wurde überhört. Es wurde ignoriert. Es wurde belächelt.

Kurz mal abgetaucht: ein Kölner E-Roller nach der Bergung!

Inzwischen sind wir beim Thema E-Roller etwas klüger. Zumindest all die, die gelächelt haben. So die Hoffnung….

 

Unfälle haben zugenommen. Nicht mit Autos, wohl aber mit Fahrradfahren und Passanten, die sich gemeinsame Wege teilen müssen. Und da keine Helmpflicht besteht, sind diese Unfälle oft schlimm.

Den Roller als Mittel der Wahl für den Heimweg und nach Kneipenbesuchen zu nutzen kostete nicht wenige Führerscheine.

Auch die Frage nach dem ökofreundlichen Transport zur Wiederaufladestation ist geklärt. Verbrenner sammeln die Roller ein. Allabendlich. Aus dem ganzen Stadtgebiet.

Aber nicht alle. Es gibt da nämlich so eine Quote, die verschwindet. Täglich. Tag für Tag. Unauffindbar trotz GPS-Ortung. Das sind die Roller, die aus Spaß an der Freud auch mal in Flüsse, Seen und Kanäle abtauchen. Nicht durch Irrtümer oder Unfälle. Sondern durch puren, unverklärten und ach so witzigen Vandalismus.

 

 

Und das summiert sich durchaus. In Köln liegen beispielsweise bis zu 500 E-Roller auf dem Grund des Gevatter Rhein. Rosten vor sich hin. Lassen die Akkus undicht werden bis das Wasser mit dem Akku selbst anfängt zu reagieren. Und das ist dann weder umweltverträglich noch nachhaltig.

Nur lassen sich diese Roller auch nicht so einfach aus dem Rhein fischen. Was bei städtischen Teichen noch geht, bei Baggerseen gar nicht mehr versucht wird, ist beim Rhein nur mit großem Aufwand zu stemmen. Zwar gibt es durchaus Stellen, wo bekannt ist, dass Spaß hier Gelegenheit findet, dennoch sind bis zu fünf Meter Wassertiefe und starke Strömung echte Showstopper bei der Beseitigung. Der Aufwand pro Roller übersteigt den Restwert des Gefährts.

Auch Leihräder schwimmen nicht!

So macht es wirtschaftlich Sinn ihn abzuschreiben. Steuerlich, besitztechnisch und auch ethisch.

Und wie das so inzwischen ist, nicht die Leute zu belangen, die soetwas machen, was gemeinhin umständlich wäre und dann auch zu politisch unopportunen Erkenntnissen führen könnte (Stichwort: Partyszene!), sollen nun die Anbieter in die Pflicht genommen werden und für die so abhandengekommenen und wieder aufgefundenen Roller zahlen. Ein erweitertes Verursacherprinzip unter Ausklammerung der Täterkreise. Gefährdungshaftung wie beim Auto.

Unter dem Strich kann man nach diesem nun „gelungenem“ Feldversuch sagen: Es war ein netter Gedanke. Die Kritiker von einst hatten vollumfänglich Recht. Die Politik hat wieder versagt. Die Schuldigen/Verursachen gehen leer aus und man sucht Idioten, die das ausbügeln sollen. Und da ist in linken Gedankenwelten immer einer schnell gefunden: die Wirtschaft.

Und ganz nebenbei: aus dem Rhein beziehen bis zu 30 Millionen Menschen ihr Trinkwasser. Da ist so eine Lithium-Anreicherung nicht in jedem Fall für die angestrebte Mineralwasserqualität erwünscht.

 

  

Und nun unterhalten wir uns einmal über E-Autos. Da wurde ja auch gewarnt… Und gelächelt!

SIC!


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