Kleines Land mit XXL-Highlights: Montenegro überrascht mit spektakulären Naturschauplätzen und unbekannten Schätzen

Nationale Pic from Tourismusorganisation von Montenegro by Slaven Vilus

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Ein Anblick, der auch ohne rosa Brille zauberhaft ist: Flamingos in den Salinen von Ulcinj und Tivat

Die Saline Ulcinj ist eines der wichtigsten Rast- und Brutgebiete für Zugvögel an der östlichen Adriaküste.Insbesondere im Frühjahr und Herbst rasten hier zehntausende Wasservögel auf ihrem Zugweg. Insgesamt 252 Vogelarten sind hier gezählt worden, allein 20 sind weltweit vom Aussterben bedroht. Kein Wunder, dass der Naturpark unter besonderem Natur- und Umweltschutz steht. Flamingos lieben diesen besonderen Platz – in den flachen Gewässern staksen sie durchs Nass und suchen nach Nahrung. Rosafarbene Artgenossen treffen sich zum fröhlichen Get-together auch in der Saline von Tivat. Wer mehr über die Vogelwelt erfahren möchte, geht mit einem Ornithologen auf Bird-Watching-Tour.

2000 Jahre und kein bisschen morsch: der älteste Olivenbaum Europas

Der Olivenbaum in Mirovica steht seit 1963 unter besonderem Schutz. Aus gutem Grund: Er ist mehr als 2000 Jahre alt und gilt als ältester Baum Europas. Knorrig und weise präsentiert er sich mit einem stattlichen „Bauchumfang“ von stolzen zehn Metern. Einer Legende nach, trafen sich hier verfeindete Familien und kehrten im Anschluss versöhnt in ihr Heim zurück. Noch heute erfährt der Olivenbaum eine besondere Ehre: Neben einer „Olivenwallfahrt“, gibt es traditionelle Feste, wie beispielsweise das in der Altstadt von Bar, bei dem die Olive der Stargast ist.

Einer der letzten Urwälder Europas: der Biogradska Gora

Der Nationalpark Biogradska Gora im Zentrum der montenegrinischen Bjelascia-Bergkette ist der zwar kleinste der fünf Nationalparks von Montenegro, dennoch, oder vielleicht gerade deswegen ein ganz besonderer. Naturfreunde finden hier auf einer Fläche von gut 16 Quadratkilometer den letzten „echten“ Urwald Europas – mit über 500 Jahre alten, fast 50 Meter hohen Bäumen und einer unglaublichen Artenvielfalt. König Nikola I. erkannte den immensen Wert dieser einzigartigen Naturlandschaft und stellte die Region bereits 1878 unter seinen Schutz – nur 14 Jahre nachdem mit dem Yellowstone-Park in den USA der erste Nationalpark der Welt gegründet wurde.

Felsenfestes Heiligtum: das Kloster von Ostrog

Unweit von Niksic befindet sich auf gut 900 Meter ein erstaunliches, architektonisches Bauwerk: In eine fast senkrechte Felswand wurde hier 1665 das Kloster Ostrog erbaut, das seinen Namen dem Felsen Ostroska greda verdankt. Das Felsenkloster ist Sveti Vasilije Ostroski gewidmet, der hier begraben wurde und dessen Reliquien auf wundersame Weise heilen sollen. Fantastisch nicht nur der Blick auf und in das imposante Gebäude mit alten Fresken, sondern von hier oben aus auch weit über die Ebene von Bjelopavlisi.

Von wegen unterirdisch: die Tropfsteinhöhle Lipa-Cave

Lipa-Cave ist eine der größten Höhlen in Montenegro und die einzige Höhle des Landes, die auch besichtigt werden kann. Sie besteht aus einem System an Gängen, Höhlen und Passagen von gut 2,5 Kilometern, ein Teil wird von einem unterirdischen Fluss genutzt. Die Hohle wurde eher zufällig, quasi von einem Hund entdeckt: Er war in ein Loch gefallen. Bei Suche nach ihm entdeckte man zunächst den oberen Eingang zur Höhle. Bereits im 19. Jahrhundert begann die Erforschung von Lipa-Cave. Wer mehr über das dunkle Labyrinth erfahren möchte, geht mit einem Guide durch die Unterwelt. Wegen der Karstlandschaft gibt es in Montenegro zahlreiche Höhlen – wie auch die Djalovica-Höhle mit einem bisher noch nicht vollständig erforschten, unterirdischen Tunnel- und Wegenetz von über 16 Kilometern.

Für Schwindelfreie: Überquerung der höchsten Eisenbahnbrücke der Welt (Mala Rijeka Viadukt, 198 Meter hoch)

Die Bahnverbindung zwischen Belgrad und dem Ferienort Bar an der Adriaküste war ein Projekt, das die jugoslawische Regierung bereits 1966 in Angriff nahm. Dazu verlängerte sie eine gebaute Bahnlinie zwischen Bar und Polgorica. Über 301 Kilometer verläuft sie auf serbischem Gebiet, 175 Kilometer unterstehen montenegrinischer Hoheit. Die Bahnlinie passiert auf ihrem Weg durch eine zerklüftete Landschaft 254 Tunnel, deren längster mit 6,2 Kilometern der Suzina-Tunnel ist. Die herausragendste Ingenieurleistung ist jedoch der Mala-Rijeka-Viadukt. Er ist erstaunliche 498,8 Meter lang, erhebt sich 198 Meter über dem Fluss Mala Rijeka und erreicht eine maximale Spannweite von 151 Metern. Er gilt als die höchste Eisenbahnbrücke der Welt.

Zwei auf einen Blick: das Naturwunder Crnojevic-Flussschleife und der Skadar-See

Unweit des kleinen Dörfchens Rijeka Crnojevica befindet sich einer der wohl schönsten Aussichtsplätze des Landes: Von hier aus sieht man nicht nur ein seltenes Naturwunder, die Schleife des Flusses Crnojevic, sondern auch weit über die umliegenden Berge hinweg bis zum Skadar-See. Obwohl dieser im Frühjahr nach der Winterschmelze etwa auf die Größe des Gardasees heranwächst und damit zum zweitgrößten See Südeuropas wird, ist das Süßwasserreservoir vielen noch völlig unbekannt. Mit 270 Vogelarten ist der Skadar-See eines der größten Vogelschutzgebiete Europas: Einige der letzten Pelikane Europas, aber auch Störche, Reiher, Falken und Adler haben hier ein geschütztes Refugium gefunden.

13 Kilometer feinster Sandstrand: der Velika Plaza, südlich von Ulcinj

117 Strände mit einer Länge von insgesamt 73 Kilometern – jeder findet an den malerischen Adria-Stränden Montenegros ausreichend Platz für ein entspanntes, ungestörtes Sonnenbad. Der längste Sandstrand mit einer Länge von sage und staune 13 Kilometern liegt in Ulcinj. Hier treffen sich in den Sommermonaten Kitesurfer aus der ganzen Welt, um beim forschen Maestral-Seewind mit ihren Drachen zu tanzen.

 

OV von Nationale Tourismusorganisation von Montenegro

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