Karliczek: Wissenschaft und Industrie nehmen gemeinsam den Kampf gegen Tuberkulose auf

Foto von: Hans-Joachim Rickel

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Tuberkulose zählt weltweit nach wie vor zu den bedrohlichsten Erkrankungen. Sie ist die häufigste Todesursache bei Erkrankungen durch eine bakterielle Infektion. Um die Forschung gegen Tuberkulose weltweit voranzutreiben und wirkungsvolle neue Medikamente zu entwickeln, beteiligt sich Deutschland am neu gegründeten internationalen Forschungskonsortium „Academia and industry united innovation and treatment for tuberculosis“, kurz: UNITE4TB. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die beiden deutschen Assoziierten-Partner des EFPIA-Konsortiums, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Tropeninstitut am LMU Klinikum München, mit rund 25 Millionen Euro. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Mit UNITE4TB hat die Europäische Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Dachverband der Arzneimittelunternehmen und -verbände eine einzigartige Plattform geschaffen. An weltweit mehr als 40 Standorten wird der neue Zusammenschluss aus führenden Forschungseinrichtungen und der pharmazeutischen Industrie an neuen wirksameren Medikamenten gegen Tuberkulose forschen. Ich freue mich, dass das BMBF die zwei deutschen Partner in diesem Konsortium tatkräftig unterstützen kann.

Wir müssen neue Wirkstoffkombinationen entwickeln, um Tuberkulose in Zukunft effektiver behandeln zu können. Denn: Diese Erkrankung wird zunehmend durch multiresistente Erreger hervorgerufen gegen die herkömmliche Medikamente nicht ausreichend wirksam sind. Wir brauchen deshalb dringend neue Therapiemöglichkeiten durch verbesserte Arzneimittel.

Im Fokus unserer Förderung steht daher insbesondere die Weiterentwicklung eines Antibiotikums, das von Forscherinnen und Forschern des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – (Leibniz-HKI) in Jena entdeckt wurde. Mit Unterstützung des BMBF wird das Antibiotikum mit dem Namen BTZ-043 seit 2014 in einer Forschungsgemeinschaft des Leibniz-HKI und des LMU Klinikums München im Rahmen des DZIF und des Zwanzig20 Konsortiums InfectControl entwickelt. Die frühen klinischen Studien hat das neue Medikament bereits erfolgreich durchlaufen.

Aber: Um eine arzneimittelresistente Tuberkulose wirklich wirkungsvoll behandeln zu können, müssen drei bis vier solcher innovativer Medikamente kombiniert werden. Das ist die große Herausforderung für die Forschung! Und das ist das Neue an UNITE4TB: Hier stellen nun Wissenschaft und Industrie ihre jeweiligen Wirkstoffkandidaten zur Verfügung. So können wirksame Kombinationen mit der ausreichenden Patientenzahl getestet und die Forschungsergebnisse untereinanter ausgetauscht werden. UNITE4TB – Gemeinsam gegen Tuberkulose – ein bemerkenswertes Beispiel für internationale Forschungszusammenarbeit!“

 

OV von Bundesministerium für Bildung und Forschung

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