Jetzt mit Forschung bestmöglich auf künftige Krisen vorbereiten

BMBF/Hans-Joachim Rickel

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(ots) 14 Projekte aus dem BMBF-Wettbewerb SifoLIFE erproben innovative Sicherheitslösungen für den Katastrophenschutz in der Praxis. Mit dem Wettbewerb „SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen“ unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 14 Städte und Landkreise dabei, neue Sicherheitslösungen für den Katastrophenschutz zu erproben. Dabei kommen innovative Technologien ebenso zum Einsatz wie organisatorische Maßnahmen und neue Dienstleistungsangebote. Zum Projektstart erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek:

„Die Pandemie hat uns klar vor Augen geführt, wie wichtig Krisenvorsorge ist. Krisenvorsorge ist oft ein glanzloses Geschäft, von dem man häufig nichts mitbekommt. Im Ernstfall aber ist sie entscheidend.

Für eine Verbesserung des Katastrophenschutzes müssen wir auch unsere Forschungsanstrengungen verstärken. Das gilt für Naturereignisse wie Starkregen, aber auch für großflächige Stromausfälle, zum Beispiel nach Hackerangriffen, terroristische Attacken oder die nächste Pandemie. Wir alle hoffen, dass solche Szenarien nicht eintreten, aber das können wir leider nicht ausschließen, weil sie auf dieser Welt immer wieder Realität werden. Umfassende Ansätze aus der Forschung helfen bei der Krisenvorsorge und der Reduzierung von Folgen – wir müssen aber noch besser darin werden, relevante Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen. Für den Transfer in die Anwendung vor Ort liefert die Förderinitiative SifoLIFE nun wichtige Impulse. Ich werde insgesamt 33,5 Millionen Euro für diese Initiative zur Verfügung stellen. Die 14 ausgewählten Städte und Landkreise erarbeiten zunächst Konzepte zur Erprobung neuer Sicherheitslösungen für den Katastrophenschutz, die besten fünf Vorschläge werden im Anschluss in der Praxis erprobt. Letztlich kommt es immer auf die Praxistauglichkeit an.

Dabei ist eines für mich ganz klar: Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – das hat die Pandemie eindrücklich belegt. Neben Behörden, Einsatzkräften oder Betreibern kritischer Infrastrukturen müssen wir auch die Bürgerinnen und Bürger als Betroffene, aber auch als handelnde Akteure, etwa als Ersthelfende, in den Konzepten berücksichtigen. Dieser Aspekt ist mir bei der Förderung besonders wichtig. Die ausgewählten Projekte erarbeiten die Ideen daher von Beginn an in engem Austausch mit den Menschen vor Ort. Mit SifoLIFE ist es möglich, nicht nur eine einzelne Sicherheitslösung, sondern ein Gesamtkonzept im realen Einsatz zu testen und zu bewerten, beispielsweise für den Fall eines Blackouts in einer internationalen Metropole wie Berlin.“

Die Praxistauglichkeit steht auch beim Präsidenten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, an vorderster Stelle:

„Forschungsergebnisse bringen uns immer einen Schritt weiter! Aber der letzte Schritt zu einem noch effizienteren und effektiveren Krisenmanagement ist die Einsatzfähigkeit in der Praxis. Die ausgewählten 14 Projekte spiegeln eine Bandbreite an Risiken wider, für die wir uns dringend rüsten müssen – dies gut koordiniert und abgestimmt, und eben praktisch. Das BBK bringt daher auch selbst seine Expertise in die Projekte, beispielsweise SysKa und Energy-Islands-HeRo, ein. Den Projekten wünsche ich einen regen Austausch und ein erfolgreiches, Ebenen-übergreifendes Zusammenwirken. Das BBK als Anwender ist bereits jetzt gespannt auf die Ergebnisse.“

 

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