Jagdzeitung ruft zur bundesweiten Fuchsjagdwoche auf: PETA prangert Verstoß gegen Tierschutzgesetz an und fordert Verbot des blutigen Massakers


Stuttgart, 13. Dezember 2021 – Sinnlose Fuchsjagdwochen: Die Deutsche Jagdzeitung (DJZ) hat für die Zeit zwischen dem 13. und 19. Dezember die erste bundesweite Fuchsjagdwoche ausgelobt. Das Ziel der Veranstaltung: möglichst viele Tiere zu töten. PETA weist darauf hin, dass der Aufruf zur Jagd auf Füchse in dieser Form gegen das Tierschutzgesetz verstößt: Auch der Fuchsrüde ist an der Aufzucht beteiligt ist. Jungfüchse entwickeln sich schlechter und weisen ein erhöhtes Sterberisiko auf, wenn der Rüde fehlt. Wenn dann auch noch die Fähe ums Leben kommt, verhungern die verwaisten Fuchskinder im Bau. Somit verstößt die Veranstaltung gegen den Elterntierschutz des Bundesjagdgesetzes. Die Tierrechtsorganisation sieht daher die Politik in der Pflicht und fordert, die Jagd sowie Aufrufe zur Massentötung wie den der DJZ zu verbieten.

„Mit der in der Deutschen Jagdzeitung ausgerufenen bundesweiten Fuchsjagdwoche offenbart die Jägerschaft ihr wahres Gesicht“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Renommierte Wildbiologen und Studien belegen, dass die Fuchsjagd völlig unnötig ist. Die Fuchsjagd ist nichts weiter als ein blutiges Hobby. Die Lust am Töten dieser hochintelligenten Vertreter der Familie der Hunde verschafft den Jägern offenbar einen besonderen Kick.“

 

Wissenschaftlich ist hinreichend belegt worden, dass es keinen vernünftigen Grund zum Töten von Füchsen gibt. Ein solcher „vernünftiger Grund“ muss aber laut Tierschutzgesetz vorliegen, damit ein Tier legal getötet werden darf. Die Veranstaltung der DJZ mit Wettbewerbscharakter verstößt daher nach PETAs Auffassung mehrfach gegen das Tierschutzgesetz. Jägerinnen und Jäger töten jedes Jahr allein in Deutschland etwa eine halbe Million Füchse. Jagdverbände schüren ungerechtfertigte Ängste vor dem Fuchs als Parasitenüberträger, um die Jagd zu rechtfertigen.

 

Hintergrundinformationen

Weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht besteht ein Grund für die massenhafte Bejagung von Füchsen. [1, 2] Zudem hat die Jagd auf die Tiere keinerlei regulierende oder reduzierende Auswirkungen auf die Population, weil belegt ist, dass Füchse Verluste rasch durch Zuwanderung und steigende Geburtenraten ausgleichen. Renommierten Experten wie dem Biologen Professor Dr. Josef Helmut Reichholf zufolge regulieren sich Wildtierpopulationen durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten von selbst. [3] Darüber hinaus sichert der Fuchs seinen Beutearten das Überleben, indem er schwache und kranke Tiere erlegt und somit Krankheitsherde eliminiert. Der Fuchsbandwurm ist ebenfalls keine Begründung für die Massentötungen, denn er zählt zu den seltensten Parasitosen Europas.

 

PETA spricht sich grundsätzlich gegen die Fuchsjagd aus. Aufgrund der Faktenlage ist die Fuchsjagd in Luxemburg bereits seit April 2015 verboten. Ein solches Verbot ist in Deutschland überfällig – daher hat PETA eine entsprechende Petition ins Leben gerufen.

 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 

[1] Baker, P., Harris, S., & White, P. (2006): After the hunt: The future for foxes in Britain. Report. University of Bristol/University of York.

[2] Baker, P., & Harris, S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? Springer-Verlag 2005.

[3] Reichholf, J. H.: Die Wahrheit über die Jagd – Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen. TV-Dokumentation SWR BW (abgerufen am 15.05.2014).

 

Weitere Informationen:
PETA.de/Kampagnen/Fuchsjagd-stoppen

PETA.de/Neuigkeiten/Fuchswochen

PETA.de/Aktiv/Schliefenanlagen-melden

PETA.de/Themen/Jungfuchsjagd

PETA.de/Themen/Fuechse

 

 

PETA Deutschland e.V. ist mit über 1,5 Millionen Unterstützenden die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.
 


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