Viele Menschen gehen davon aus, dass Aluminium per se umweltschädlich sei.

Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass das Leichtmetall vollständig recycelbar ist und aus diesem Grund eine geeignete sowie vorteilhafte Alternative zu Stahl darstellen kann.     

Recycling von Aluminium

Aluminium kann fast vollständig wiederverwertet werden, weshalb das Recycling des Leichtmetalls sehr lohnenswert ist. Dies ist auch der Grund, weshalb die Recyclingraten für Aluminium in Deutschland hoch sind. Bei dem Recyclingprozess können zwei verschiedene Ansätze verfolgt werden: entweder wird der Metallschrott möglichst sortenrein von anderen Materialien getrennt, sodass es zu keinem Qualitätsverlust kommt, oder das Aluminium wird mit anderen Materialien zusammen eingeschmolzen, wodurch sich die Materialqualität folglich verschlechtert. Dieser Prozess nennt sich Downcycling.        .

Was Aluminium so besonders macht

Aluminium wird aus Bauxit-Erz gewonnen und zu verschiedenen Legierungen weiterverarbeitet. In der Industrie findet es vielfältige Verwendung. Zum Beispiel ist es ein unverzichtbares Material im Flugzeug- und Fahrzeugbau. Auch zahlreiche Photovoltaikanlagen enthalten das Metall. Es ist wenig anfällig für Rost, lässt sich leicht formen und punktet vor allem mit seinem geringen Gewicht. Auch als Verpackungsmaterial in der Lebensmittelbranche sowie als Getränkedose hat es sich etabliert, denn es ist geschmacksneutral und reflektiert Sonnenstrahlen. Getränke werden also nicht so schnell warm. Außerdem lässt das Material weder Licht noch Luft hinein. Dementsprechend bleibt der Inhalt lange frisch.

Erneuerbare Energiequellen für die Herstellung nutzen

Wenn für die Herstellung von Aluminium vornehmlich fossile Brennstoffe als Energiequelle eingesetzt werden, wirkt sich das natürlich auf die Umwelt aus. Alternativ kommen aber oft erneuerbare Energien wie Wasserkraft zum Einsatz, was den ökologischen Fußabdruck schon einmal deutlich verkleinert. Wenn jetzt davon ausgegangen wird, dass Aluminium immer wieder recycelt wird und somit eine lange Lebensdauer aufweist, relativiert sich der hohe Energieaufwand ohnehin. Er wird jedoch noch unbedeutender, wenn saubere Energieressourcen verwendet werden.

Bei Aluminiumdosen funktioniert das Recycling besonders gut

Da Aluminiumdosen separat gesammelt werden, können sie so von einem Getränkedosen-Hersteller wie Speira ordentlich recycelt werden. Der Qualitätsverlust ist bei der Herstellung von recycelten Aluminiumdosen demnach äußerst gering, weshalb die Wiederverwertung von Aluminiumdosen besonders gut funktioniert. Hinzu kommt der Aspekt, dass Aluminiumdosen über einen kurzen Lebenszyklus verfügen, da das Metall schnell wieder zum Recycling bereitsteht.

Ausblick auf die Zukunft

Auch bei anderen Aluminium-Legierungen besteht Hoffnung. So unterstützt das Wirtschaftsministerium eine spezielle Lasertechnik, die verschiedene Aluminiumarten voneinander trennen soll. Das kommt sowohl der Umwelt als auch der Industrie zugute, die das korrosionsbeständige und leicht formbare Metall dadurch wahrscheinlich noch lange verwenden kann.