Interessante Fakten über Nachtsichtgeräte

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In Deutschland nimmt der Anteil der Jäger in der Bevölkerung seit Jahrzehnten stetig zu. Aber auch den klassischen Wanderer treibt es immer öfter schon in der Dämmerung hinaus. Denn zu dieser Zeit sind zahlreiche Wildtiere zu beobachten. Viele Jäger und Wanderer nutzen dazu Nachtsichtgeräte.

Doch man muss zwischen den unterschiedlichen Modellen unterscheiden.

 

Es gibt 2 Arten von Nachtsichtgeräten

Es gibt Restlichtverstärker und Nachtsichtgeräte, die Infrarotstrahlen umwandeln können. Auf der Webseite von Pulsar findet man die neuesten Modelle, egal ob Fernglas oder Nachtsichtgerät mit einem Objektiv.

So funktioniert ein Nachtsichtgerät mit IR-Strahlern

“IR” steht für Infrarotstrahlung. Jeder Körper und jedes Objekt geben Wärme ab, die in Form von Infrarotstrahlen sichtbar ist. Nachtsichtgeräte mit dieser Funktion, zeigen – in der Regel in farblichen Abstufungen – wo sich Tiere aufhalten. Diese werden in einem Thermografiebild sichtbar, da ihre Körper als orangerote Formen erkennbar sind.

Bisher sind Nachtsichtgeräte, als Vorsatzgerät mit Zieloptik, für den Einsatz bei der Jagd allerdings in den meisten Bundesländern nicht erlaubt.

 

Vorteile:

  • Deutliches Thermografiebild, das auch durch Nebel und Regen nicht beeinträchtigt wird.
  • Gleichmäßig ausgeleuchtetes Bild.
  • Funktioniert auch ohne Restlicht.

Nachteile:

  • Bei Schnee werden die Infrarotstrahlen reflektiert und das Bild ist unkenntlich.
  • Hoher Akkuverbrauch.
  • Geringer Einsatzradius.

 

 

So funktioniert ein Restlichtverstärker

English: United States Navy SEALs, Public domain, via Wikimedia Commons

Hier steckt die Funktionsweise im Begriff. Das restliche Tageslicht wird so verstärkt, dass trotz eintretender Dunkelheit noch Details in der Umgebung erkennbar sind. Diese Bilder wirken in der Regel wie schwarz-weiß-Aufnahmen, manche nutzen auch Grünabstufungen, da diese vom menschlichen Augen gut erfasst werden können.

 

Vorteile:

  • Ist bei der Jagd erlaubt.
  • Großer Einsatzradius.
  • Geringes Gewicht.

Nachteile:

  • Bei Nebel und schlechter Witterung nicht einsetzbar.
  • Bei Dunkelheit nicht einsetzbar.

 

Einteilung in Generationen

Die technische Entwicklung von Nachtsichtgeräten lässt sich an den Bezeichnungen ablesen. Hier gibt es eine Einteilung in Generationen. Die ersten Geräte gehören noch zur Generation 0. Heute spricht man über Generation 1-4.

●     Generation 1: Hierbei handelt es sich um Geräte, die auf sogenannten Bildwandlerröhren basieren und nur sehr kurzlebig sind (maximal 1000-2000 Stunden). Die Geräte dieser Generation sind bereits Jahrzehnte alt und sehr unhandlich.

●     Generation 2: Bei Geräten dieser Generation ist eine 20.000-fache Restlichtverstärkung möglich. Sie sind deutlich langlebiger, fast 6 Mal so lang. Sie funktionieren über eine Mikrokanalplatte (MCP).

●     Generation 3: Hier wurde die Technik der Mikrokanalplatte deutlich verbessert. Die Lebensdauer liegt bei 15.000 Stunden. Es ist eine 50.000-fache Restlichtverstärkung möglich.

●     Generation 4: Diese Geräte sind dem Militär vorbehalten und können nicht frei erworben werden.

 

Wo werden Nachtsichtgeräte eingesetzt?

Feuerwehr, Suchdienste und Polizei nutzen diese Techniken bei Einsätzen und Suchaktionen.

Jäger können rechtlich nur Nachtsichtgeräte auf Restlichtbasis einsetzen.

Im privaten Sicherheitsdienst und für private Grundstücke sind Überwachungskameras erhältlich, die sowohl über die Restlichtverstärkung, als auch mit der Erfassung von Infrarotstrahlung arbeiten.

Darauf ist beim Kauf zu achten

●     Beobachten oder Aufnehmen:

Wer das Nachtsichtgerät nur zum Beobachten und Aufspüren von Wild nutzen will, braucht keine Zusatzfunktionen. Tierbeobachter, die auch Veränderungen dokumentieren wollen, sollten auf Geräte mit Aufnahmefunktion zurückgreifen.

●     Geräteform:

Nachtsichtgeräte gibt es als Fernglas, als Monokular oder aber als Sucheraufsatz für Gewehre. Man sollte sich also vorab Gedanken machen, wie man das Nachtsichtgerät einsetzten möchte.

●     Akkulaufzeit:

Da gerade IR-Geräte wahre Akkufresser sind, sollte man bei der Anschaffung darauf achten, dass die Akkulaufzeit möglichst hoch ist. Aber Vorsicht: Große Akkus bedeuten auch großes Gewicht.

●     Objektiv:

Bei guten Objektiven sollte man auf die F-Zahl achten. Je kleiner dieser Wert, desto mehr Licht gelangt in die Bildebene, das heißt, die Objektive besitzen einen hohen Lichtdurchlass.

 

●     Vernetzbarkeit:

Wer nicht nur beobachten will, sondern seine Entdeckungen etwa auch mit der Familie teilen möchte, der sollte darauf achten, dass die Nachtsichtgeräte über WI-FI oder Bluetooth-Schnittstellen verfügen.

●     Bildqualität:

 Objektiv, Detektorauflösung (bei IR-Varianten) und Displayqualität müssen aufeinander abgestimmt sein, um eine möglichst hohe Bildqualität zu gewährleisten.

 

Fazit

Da man Restlichtverstärkern und IR-unterstützte-Geräte sowohl im Sektor Sicherheit, als auch im privaten Bereich nutzen kann, gibt es mittlerweile eine große Bandbreite an Geräten, in denen diese Technologie verbaut wurde. Man muss jedoch genau darauf achten, welche Ausführung für den jeweiligen Einsatz geeignet ist.


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