Holperiger Start für das Biodiversitätsabkommen

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Gestern wurde der erste offizielle Entwurf für das neue globale Abkommen zur Rettung der Artenvielfalt veröffentlicht. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert:

„Der zunehmende Verlust an Tier- und Pflanzenarten führte vor einigen Jahren zu der Idee eines globalen ‚Paris-Abkommens‘ für Artenschutz und Biodiversität. Nach vielen Verzögerungen liegt dafür jetzt ein Vorschlag auf dem Tisch. Der enttäuscht jedoch durch fehlende Details und lässt Tatendrang vermissen – das betrifft besonders den Umbau der Intensivlandwirtschaft, einem Haupttreiber des Artenverlustes. Hier müssen die Regierungen auf konkrete Zwischenziele verpflichtet und alle naturfeindlichen Subventionen gestoppt werden und nicht nur die schädlichsten. Auch Nutztierbestände in den in den Industrie- und Schwellenländern sind deutlich abzubauen, um die Belastung für die Natur zu reduzieren. Die Wissenschaft ist sich einig: Die Grenzen der Belastbarkeit des Planeten sind im Bereich des Artensterbens weit überschritten.“

Im Kontext der Bundestagswahl fordert der NABU, dass die nächste Bundesregierung dem Verlust der natürlichen Lebensgrundlagen deutlich stärker als bisher entgegenwirkt und mit wirkungsvollen Vorschlägen in die Verhandlungen geht. Der nächste Koalitionsvertrag muss einen Ausstiegspfad aus den schädlichen Agrarsubventionen bis 2028 und ein ökologisches Wiederaufbauprogramm für geschädigte Wälder, Gewässer und Meere enthalten. Ebenso fordert der NABU eine deutsche Zusage von mehr als einer Verdopplung der internationalen Naturschutzhilfen, auf insgesamt zwei Milliarden Euro pro Jahr.

 

OV von NABU

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