Greenpeace-Aktive an Bord der „Rainbow Warrior“ protestieren gegen geplanten Tiefseebergbau

image_pdfimage_print

 

Hamburg/Clarion-Clipperton-Zone, Pazifik  – Gegen den umweltzerstörenden Abbau von Metallen und seltenen Erden in der Tiefsee protestierten Greenpeace Aktivist:innen vergangene Nacht im nordöstlichen Pazifik an Bord des Greenpeace-Aktionsschiffes „Rainbow Warrior“. Mit zwei Schlauchbooten und einem „Meere schützen–Tiefseebergbau stoppen!“-Banner demonstrierten sie vor dem Industrieschiff „Maersk Launcher“.  Von der „Maersk Launcher“ aus plant die kanadische Firma DeepGreen Metals derzeit in der Clarion-Clipperton-Zone, wie sie künftig am dortigen Meeresgrund Rohstoffe ausbeuten kann. Meeresforscher:innen weltweit warnen, dass der geplante kommerzielle Tiefseebergbau einzigartige Ökosysteme langfristig schädigen und ganze Arten auslöschen kann.

„Unsere Meere können die steigenden Temperaturen und Massen an Plastikmüll kaum verkraften“, sagt Dr. Sandra Schöttner, Meeresbiologin bei Greenpeace. „Industrieller Tiefseebergbau würde das rasante Artensterben in den Ozeanen beschleunigen. Diese ökologische Katastrophe muss verhindert werden.“ In den kommenden Wochen wollen auch Deutschland und Belgien eigene Tests mit einem Tiefseebergbau-Roboter in der Clarion-Clipperton-Zone durchführen.

Auch Deutschland am Geschäft mit Tiefsee-Rohstoffen interessiert

Auch Deutschland will in das Geschäft mit Kobalt, Kupfer, Nickel und seltenen Erden aus der Tiefsee einsteigen, die in Handys, Computern oder Batterien verbaut werden. Dafür schickt das führende europäische Tiefsee-Bergbauunternehmen Global Sea Mineral Resources (GSR) das Industrieschiff „Normand Energy“ in die Clarion-Clipperton-Zone im Pazifik. Das Industrieschiff hat den Prototyp eines Tiefseebergbau-Roboters an Bord, der in über 4.000 Metern Wassertiefe auf dem Meeresboden für die kommerzielle Ausbeutung von Manganknollen getestet werden soll.

Die Bundesregierung hat sich Explorationslizenzen für zwei Tiefseeregionen gesichert, die von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erkundet werden. Auf Flächen so groß wie Bayern und halb Rheinland-Pfalz sollen im Pazifischen und im Indischen Ozean der industrielle Abbau von Manganknollen vorbereitet werden. Gewaltige Maschinen würden sie mit Walzen aus dem Sediment ausgraben. Sie tragen dabei die gesamte obere, mit Lebewesen bevölkerte Schicht des Meeresbodens ab. So wird Lebensraum samt speziell angepasster Arten zerstört. Die freigesetzten gigantischen Sedimentwolken könnten die Nahrungskette im Meer empfindlich stören und zum Absterben von Plankton führen. Einzigartige Tiefsee-Ökosysteme wären gefährdet und der Meeresboden als wichtige Kohlenstoffsenke der Erde beeinträchtigt.

 

OC von Greenpeace e.V.

Posts Grid

Opferrente – Schockschaden auch Jahre nach der Tat anerkannt

Celle/Berlin (DAV). Verbrechensopfer können Anspruch auf eine Opferrente haben. Der Schockschaden kann auch Jahre nach…

Hessens Zahlen zum Tag der Verkehrssicherheit am 19. Juni 2021

Am 19. Juni 2021 lädt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) zum Tag der Verkehrssicherheit ein. Unter…

Durchsuchungen bei drei mutmaßlichen Dealern in Kassel: Ermittler stellen Drogen, Bargeld und Auto sicher

(ots) Kassel: Am Mittwoch haben Ermittler der Regionalen Ermittlungsgruppe 4 der Kasseler Polizei die Wohnungen von…

Schlechtes Zeugnis für Luftqualität in deutschen Städten

  Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht sich in ihrer Forderung nach wirksamen Maßnahmen für saubere…

Unbekannter verletzt 40-Jährigen mit Messer am Finger

Hinweise auf Täter im Jogginganzug erbeten Kassel (ots) Kassel-Bettenhausen: Eine leichte Schnittverletzung an einem Finger…

Wohnwagen für Anwohner oft ein Ärgernis

  (ots) Während der Corona-Pandemie hat Urlaub mit dem Wohnmobil oder Wohnanhänger stark an Beliebtheit gewonnen….

Sonderimpftermine mit AstraZeneca im Impfzentrum Eschwege vom 28.06. bis 02.07.21

In der Zeit vom 28.06. bis 02.07.21 bietet das Impfzentrum Eschwege für Bürger des Werra-Meissner-Kreises…

Sport als Ausgleich zum Baby-Alltag: So klappt’s

  (ots) Zeit für sich selbst haben: Das ist für viele Mütter etwas ganz Besonderes. Schließlich…

Trotz COVID-19-Krise sorgen sich junge Menschen in Deutschland am meisten um Umwelt und Klima

  Die COVID-19-Pandemie hat die Sicht junger Menschen in Deutschland auf die wirtschaftliche Zukunft eingetrübt….

Waldbrandgefahr wegen Hitzewelle sehr hoch

  Das Umweltministerium warnt angesichts des anhaltend heißen Wetters vor einer hohen Waldbrandgefahr und bittet…

MT Melsungen und Glinicke verlängern Premiumpartnerschaft

Wenn ein Unternehmen seinen Sponsoringvertrag mit einem Profisportclub verlängert, deutet dies daraufhin, dass beide Seiten…

Autofahrer fährt Neunjährigen auf Tretroller an und flüchtet: Kind leicht verletzt

Polizei bittet um Hinweise Kassel (ots) Kassel-Bettenhausen: Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Donnerstagmorgen in…

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

%d Bloggern gefällt das: