Gebt den Flüssen Raum

image_pdfimage_print

 

Am gestrigen Tag tauschten sich die Länder bei einer Sonder- Umweltministerkonferenz über das verheerende Juli-Hochwasser aus. Im Zentrum standen Konsequenzen für den Hochwasserschutz, auch angesichts der fortschreitenden Erderhitzung. Die Umweltschutzorganisation WWF sieht die Bundesländer in der Pflicht, den ökologischen Hochwasserschutz und den natürlichen Wasserrückhalt in der Landschaft in den Mittelpunkt zu stellen.

„Es geht darum, mit den anstehenden Investitionen in den Hochwasserschutz zugleich den Nutzen für Klima, Gewässer und Artenvielfalt zu fördern. Dass sich solche Investitionen mit Mehrfachnutzen auszahlen, ist längst bekannt und hinreichend belegt. Deiche zurückzuverlegen ist dafür am wichtigsten: So können natürliche Überschwemmungsgebiete in den Flussauen für den natürlichen Hochwasserschutz zurückgewonnen werden. Flussauen sind nicht nur ein Gewinn für den Hochwasserschutz. Sie sind Hot Spots der Artenvielfalt und mit ihrer filternden Funktion sozusagen die Nieren der Landschaft“, sagt Tobis Schäfer, WWF-Experte für Gewässerschutz in Deutschland. An der Elbe hat der WWF hat mit dem größten Deichrückverlegungsprojekt Deutschlands bei Lödderitz demonstriert, dass solche Maßnahmen greifen. Im Brandenburgischen Lenzen zeigte sich beim Junihochwasser 2013, dass die dortige Deichrückverlegung eine deutliche Absenkung des Wasserstands bewirkte, örtlich um knapp einen halben Meter.

„Laut dem 2014 beschlossenen Nationalen Hochwasserschutzprogramm wollen die Länder rund 32.000 Hektar Auenflächen durch Deichrückverlegungen als natürliche Überschwemmungsflächen zurückgewinnen. Aber für den Löwenanteil dieser Projekte ist die Umsetzung erst nach 2027 geplant, abgeschlossen ist bislang keines“, kritisiert Tobias Schäfer.

„Hochwassergefahren haben sich vielerorts auch deshalb verschärft, weil wir die Landschaft auf schnellen Abfluss getrimmt haben. Bäche und Flüsse sind in ein Korsett gezwängt und haben zu wenig Raum für das, was sie ausmacht: Über die Ufer zu treten und sich immer wieder zu verändern. Wir brauchen Korridore, in denen sich Gewässer naturnah entwickeln können. Für die Klimaanpassung in der Landschaft ist dies grundlegend. Hierfür hat die Länderarbeitsgemeinschaft Wasser bereits eine Methodik entwickelt. Die UMK muss genau diese Verbindung Gewässer- und Hochwasserschutz nun endlich voranbringen“, fordert Schäfer. Die Länder müssten vor allem jene Flächen sichern, die dafür notwendig sind.

 

OV von WWF Deutschland

Posts Grid

Countdown läuft – Sababurg nur noch bis Ende Oktober geöffnet

Corona-Lockerungen machen es möglich, dass auch während der Bauphase Burgen-Liebhaber und Märchen-Fans die Außenanlagen der…

ABS mit Überschlagschutz vermeidet Pedelec-Unfälle

(ots) Der Boom von E-Bikes und Pedelecs ist ungebrochen. 1,95 Millionen Stück wurden 2020 insgesamt…

Windows 10 auf Windows 11 upgraden (Detaillierte Anleitung)

Hier kommen einige Fragen: Kann ich mein Windows 10 auf Windows 11 aktualisieren? Wie kann…

Rent a Bee? – Das Modell „Bienen pachten“ als Alternative zur eigenen Bienenhaltung

Der Wunsch, sich mit Bienen zu beschäftigen und der Natur etwas Gutes zu tun ist…

Tier der Woche

Der lebensfrohe und gutmütige Inco hat ein Herz aus Gold. https://shelta.tasso.net/Hund/393260/INCO Er wäre ein ausgezeichneter…

Erfreulich: August 2021… 28 Verkehrstote weniger als im August 2020

WIESBADEN – Im August 2021 sind in Deutschland 241 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen….

Steinmeier wollte noch einmal Bundespräsident werden… LACH !

      (Satire) Erst vor ein paar Wochen bekundete Bundespräsident Walter Steinmeier, noch eine…

Hessenweite Durchsuchungen zur Bekämpfung des Rechtsextremismus

Polizei stellt Speichermedien sicher (ots) Im Rahmen von mehreren Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaften Darmstadt, Frankfurt am…

ADAC e-Ride: 10 Praxistipps fürs E-Bike in der kalten Jahreszeit

E-Bikes sind auch im Herbst und Winter praktische Fortbewegungsmittel Gute Ausrüstung und erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich…

Erblicher Brustkrebs – Risikogenen auf der Spur Deutsche Krebshilfe fördert deutschlandweiten Forschungsverbund

(ots) Die Krebsrisikogene BRCA1 und BRCA2 sind zwei gut untersuchte Kandidaten für erblich bedingten Brust-…

Wenn die Angst vor der Krankheit zur Krankheit wird

  Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder ein Stechen im Bauch hat jeder mal. Doch bei…

Zoll am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt 75 Kilogramm Khat im Reiseverkehr

(ots)Am 15. Oktober kontrollierte der Zoll am Frankfurter Flughafen das Gepäck von Reisenden eines Fluges…

Wir freuen uns über Kommentare

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmst du dem zu. Datenschutzerklärung

%d Bloggern gefällt das: