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Am Rande der UN-Vollversammlung in New York tauschten sich zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher privater Organisationen und Finanzinstitutionen über den Schutz der biologischen Vielfalt und die internationale Naturschutzfinanzierung aus. Neun philanthropische Organisationen, darunter der Bezos Earth Fund, die Wyss Foundation und Bloomberg Philanthropies, kündigten Gelder für die Natur in Höhe von insgesamt fünf Milliarden US-Dollar an. Die Finanzierung soll vor allem dafür verwendet werden, in gemeinsamer Arbeit mit indigenen Völkern, der Zivilgesellschaft und staatlichen Regierungen 30 Prozent der Erde unter Schutz zu stellen. Ein Zusammenschluss von 75 Finanzinstitutionen – der Finance for Biodiversity Pledge – verpflichtet sich außerdem, seine Investments in Zukunft am Schutz der biologischen Vielfalt ausrichten zu wollen. Die Gruppe repräsentiert einen Vermögenswert von insgesamt über 12 Billionen US-Dollar. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm an dem vom WWF mit organisierten „Mini-Gipfel“ per Videobotschaft teil . Sie betonte, dass Deutschland bereits 800 Millionen Euro im Jahr für den Erhalt biologischer Vielfalt ausgebe. Florian Titze, Experte für Biodiversität und internationale Politik beim WWF Deutschland, sagt zu den Ergebnissen:
 
„Die privaten Finanzierungszusagen sind beträchtlich. Die philanthropischen Organisationen machen, was eigentlich von den Regierungen kommen sollte. Denn so erfreulich es ist, dass die aktuelle Bundesregierung beispielsweise 800 Millionen Euro im Jahr in den internationalen Biodiversitätsschutz investiert: Die Finanzierungslücke für den Erhalt unserer Ökosysteme in der Welt liegt bei knapp 700 Milliarden US-Dollar im Jahr. Die kommende Bundesregierung muss Deutschlands Leistungen aufstocken auf mindestens zwei Milliarden im Jahr. Die Zukunft der Erde sollte nicht allein in den Händen privater Geldgeber und Geldgeberinnen liegen.
 
Weltweit ist eine Wirtschaftsleistung von rund 44 Billionen US-Dollar – mehr als die Hälfte des globalen Bruttoinlandsproduktes – abhängig von der Natur und ihrer Leistungen. Biodiversität ist systemrelevant und sie zu schützen ist auch gute, vorsorgende Wirtschaftspolitik. Das erkennen auch immer mehr Finanzinstitutionen, vor allem international. Das zeigt auch die Selbstverpflichtung von 75 Finanzinstitutionen, ihre Investments in Zukunft am Schutz der biologischen Vielfalt ausrichten zu wollen. Es bleibt zu hoffen, dass die Kriterien dafür präzise und verbindlich genug ausfallen, um Wirkung zu erzielen. Denn die globalen Geldströme haben einen massiven Einfluss auf die Zukunft der Natur: Bisher fließt zu viel Kapital in Wirtschaftsaktivitäten, die den Verlust der biologischen Vielfalt beschleunigen.
 
Die Politik muss nachziehen und öffentliche Gelder in Einklang mit der Natur bringen, insbesondere bei den staatlichen Subventionen, wie für die Landwirtschaft oder fossile Brennstoffe. Das gilt auch für Deutschland nach dem Wahlabend. Zudem braucht es im neuen Rahmenwerk der UN-Konvention zur Biologischen Vielfalt ein entsprechendes Ziel, um die öffentlichen und privaten Finanzströme in Einklang mit der biologischen Vielfalt zu bringen.“

 

OV von WWF Deutschland

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