Etappensieg und Podiumsplatz für Toyota Gazoo Racing

 

Köln Mit einer starken Schlussoffensive und einem souveränen Etappensieg hat Toyota Gazoo Racing die diesjährige Rallye Dakar beendet. Trotz des abschließenden Triumphs in Saudi-Arabien reichte es für Nasser Al-Attiyah und Navigator Mathieu Baumel nach insgesamt mehr als 5.000 Kilometern nur zum zweiten Platz – gerade einmal sechs Minuten und 21 Sekunden fehlten zum Sieg.

Die Schlussetappe von Haradh in die neu erbaute Vergnügungsstadt Qiddiyah wurde auf nur noch 167 Kilometer halbiert – zu wenig, um den Führenden noch einzuholen. Der Erfolg festigte jedoch den zweiten Podiumsplatz.

Fernando Alonso und Marc Coma lieferten zum Abschluss die viertbeste Zeit. Gerade einmal drei Minuten und 25 Sekunden fehlten auf Al-Attiyah und Baumel, womit sie die zweitbeste Toyota Crew des Tages waren. Am ersten Wegpunkt lag das Duo sogar nur 25 Sekunden hinter ihren Teamkollegen, erlitt aber in der Mitte der Etappe einen Reifenschaden, der sie zurückwarf. In der Gesamtwertung landeten Alonso und Coma auf dem 13. Platz, vier Stunden, 42 Minuten und 47 Sekunden hinter dem Rennsieger. Nachdem sie auf der zweiten Etappe mehr als zwei Stunden verloren, gingen sie auf den folgenden Etappen mit ihrem Toyota Hilux bis an die Grenzen des Möglichen und verbesserten sich auf Rang zehn, ehe ein Überschlag alle Hoffnungen auf eine Top-10-Platzierungen beendete.

Giniel de Villiers und Navigator Alex Haro schlossen die letzte Etappe als Siebter ab. Sie hatten zu Beginn direkt die zweite Etappe gewonnen, ehe sie durch eine Vielzahl von Reifenpannen an Boden verloren. Trotz der verlorenen Zeit konnte das Duo während des gesamten Rennens eine Top-10-Position halten, im Ziel steht ein fünfter Platz mit einer Stunde, sieben Minuten und neun Sekunden Rückstand auf dem Sieger.

Auch Bernhard ten Brinke und Navigator Tom Colsoul zeigten bei der 42. Auflage der Rallye Dakar eine starke Leistung. Bei der zweiten gemeinsamen Teilnahme fuhren sie einen starken siebten Platz und damit ihr bestes gemeinsames Ergebnis ein. Zwar gewann die Crew diesmal keine Etappe, aber sie war jederzeit unter den Top 10 – insbesondere dank der Zuverlässigkeit und Robustheit des Toyota Hilux. Alle vier Besatzungen absolvierten das härteste Automobilrennen der Welt ohne technische Schwierigkeiten. Und das, obwohl die Renndistanz von mehr als 5.000 Kilometern durch eines der härtesten Terrains führte, das Saudi-Arabien zu bieten hat.

Die erstmals in Saudi-Arabien ausgetragene Ausgabe der Rallye Dakar 2020 umfasste zwölf Etappen mit Dünenüberquerungen, felsigen Strecken und Hochgeschwindigkeits-Wüstendurchfahrten. Drei Toyota Gazoo Racing Crews kamen in die Top 10, während Dakar-Neuling Alonso auf einem soliden 13. Platz in der Gesamtwertung landete, was die Qualität, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit des Toyota Hilux beweist. Die Crews mussten verschiedene Rückschläge hinnehmen, darunter allein 43 Reifenschäden, durch die sie jeweils mindestens anderthalb Minuten verloren.

„Die heutige Leistung von Nasser und Mathieu war beeindruckend. Sie konnten sich den zweiten Platz sichern und den Rückstand auf die Führenden deutlich verringern. Nach mehr als 5.000 Rennkilometern trennten sie nur knapp über sechs Minuten vom Sieg“, erklärt Teamchef Glyn Hall. „Wir wollten natürlich gewinnen und mussten auf Schritt und Tritt kämpfen, das haben wir ganz im Sinne der Dakar getan. Nasser sagte, er sei noch nie so lange so hart gefahren. Unter Berücksichtigung der Privatteams hatten wir vier Hilux in den Top acht. Außerdem haben wir Fernando trotz einiger Rückschläge auf Platz 13 ins Ziel gebracht.“

Akio Toyoda, Präsident der Toyota Motor Corporation, ergänzt: „Die Rallye Dakar 2020 hat die Ziellinie erreicht! Zunächst möchte ich mich bei allen Teilnehmern bedanken, dass sie diese harte Strecke bewältigt haben. Nasser und Mathieu, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Gesamtrang im Hilux. Es ist schade, dass sie den zweiten Sieg in Folge verpasst haben, aber ihr Einsatz in der zweiten Hälfte der Rallye war wirklich beeindruckend. Ich werde einfach noch ein Jahr lang einen Platz neben dem Siegerpokal 2019 in meinem Büro freihalten.

Außerdem feiern wir auch die anderen Hilux Crews, die die Ziellinie erreicht haben: Giniel und Alex, Bernhard und Tom sowie Fernando und Marc. Als ich Fernando Anfang letzten Jahres in Detroit traf, erzählte er mir von seinem Traum, die Rallye Dakar zu bestreiten. Ich sah, wie er die Herausforderung annahm und dabei auf viele Schwierigkeiten stieß: Er lernte, das Auto zu reparieren, Reifenschäden und sogar Überschläge wegzustecken. Als Fernando sich überschlug, entfernte er die zerbrochene Windschutzscheibe und fuhr einfach weiter. Ich wusste, dass er gut ohne Windschutzscheibe fahren kann, wie in der Formel 1. Ich war überzeugt, dass er ohne Scheibe sogar schneller sein könnte! Spaß beiseite, ich glaube, dass Fernando diese Herausforderung und die Fähigkeit, an der Spitze zu kämpfen, genossen hat. Ich bin froh, dass wir ihm diese Möglichkeit geben konnten.

 

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