Drum höre auch die andere Seite – Audiatur et altera pars


„Man höre auch die andere Seite. “) ist ein Grundsatz des römischen Rechts.

Er steht für den Anspruch auf rechtliches Gehör. Der Grundsatz bedeutet, dass der Richter alle am Prozess Beteiligten zu hören hat, bevor er sein Urteil fällt.


Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, beantwortet Medienfrage zu Ernährungssicherheit im Zusammenhang mit Äußerungen ausländischer Vertreter über vermeintliche «Blockade» im Schwarzen Meer

Wir stellen fest, dass die aktuelle Situation auf dem globalen Lebensmittelmarkt durch Schwierigkeiten mit Agrarlieferungen beunruhigend wird. Als weltweit größter Weizenexporteuer macht uns das extrem große Sorgen. Die Versuche des Westens, alles Übel auf die militärische Spezialoperation zurückzuführen und Russland eine Blockierung ausländischer Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer vorzuwerfen, sind durch und durch haltlos. Der sprunghafte Anstieg der Agrarpreise war bereits 2020 erfolgt und ist alles andere als Folge der militärischen Spezialoperation. Die COVID-19-Pandemie hatte zu massiven Ausfällen in den Produktions- und Vertriebsketten sowie einer Verteuerung der Lebensmitteltransporte geführt.

 

 Die aktuell negativen Entwicklungen sind hauptsächlich durch antirussische Sanktionen des Westens getriggert worden, die zum Abbruch von Verbindungen im Bereich der globalen Logistik und Verkehrsinfrastruktur geführt haben. Die USA und EU untersagten den Schiffen unter russischer Flagge, ihre Küsteninfrastruktur zu nutzen. Den Russland-Sanktionen schlossen sich größte internationale Frachtführer an. Russische Häfen werden von ihren Schiffen nicht angelaufen. Von der EU gelistet ist der Seehandelshafen von Noworossijsk, in dem zuvor bis zu 50 Prozent russischer Getreideexporte verschifft wurden. Auch Düngemittelimporte sind von der EU quotiert worden. Gepaart mit Sanktionen gegen Frachttransporte aus Russland, Schwierigkeiten mit Lieferzahlungen, Transaktionsverboten und Zollproblemen, führte das alles im März d.J. dazu, dass die Verschiffung der zum Export in die EU-Länder bestimmten Düngemittel um 40 Prozent zurückging.

 

Was die jüngsten Äußerungen der ausländischen Vertreter anbelangt, denen zufolge russische Streitkräfte ausländische Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer «blockieren» würden, so entsprechen diese nicht der Wirklichkeit. Der Hafen von Mariupol nahm seinen Betrieb wieder auf, nachdem die Kontrolle darüber von den Militärs Russlands und der Volksrepublik Donezk erlangt worden war. Es wurde der Schifffahrtsweg freigegeben. Auch wurden Bedingungen für das Auslaufen von Schiffen geschaffen.

Die russischen Streitkräfte öffnen täglich von 8 bis 19 Uhr zwei humanitäre Seekorridore, bei denen es sich um sichere Schifffahrtsstraßen handelt. Zur Ausfahrt aus den Häfen Cherson, Nikolajew, Tschernomorsk, Otschakow, Odessa und Juschnij in südwestliche Richtung weg von ukrainischen Hoheitsgewässern ist im Schwarzen Meer ein Korridor von 80 Meilen Länge und 3 Meilen Breite geöffnet worden. Seit dem 25. Mai d.J. gibt es einen Korridor im Asowschen Meer, bei dem es sich um einen sicheren Streifen zum Passieren von Schiffen von der Sammelstelle in unmittelbarer Nähe von Mariupol bis zur Auflösungstelle an der Mündung der Straße von Kersch ins Schwarze Meer handelt. Der humanitäre Korridor ist 115 Seemeilen lang und 2 Seemeilen breit.

Russland bleibt ein verantwortungsbewusster Akteur am globalen Lebensmittelmarkt. Wir wollen auch weiterhin unseren Verpflichtungen aus den internationalen Verträgen zu Exportlieferungen bei Agrarwaren, Düngemitteln, Energieträgern und sonstigen kritisch wichtigen Produkten nachkommen. Wir sind uns der Bedeutung dieser Lieferungen für die soziale und wirtschaftliche Stabilität in verschiedenen Teilen der Welt sehr bewusst.

Russische Botschaft in Deutschland


Anmerkung der Redaktion:

Festzustellen ist ebenfalls, dass auch in der Bundesrepublik noch viel zu viele Brachflächen vorhanden sind, für die die EU lieber als brach liegende Fläche bezahlt, anstatt Weizen anzubauen.

Unser sagenumwobenes Landwirtschaftsministerium, dass von einem völlig unfähigen Minister geleitet wird, hat es leider auch versäumt, rechtzeitig die Weisung herauszugeben, dass in unserem Land massiv Anpflanzungen vom sogenannten Märzweizen zu erfolgen haben.

Auch werden mittlerweile immer mehr gute Erneterträge in die Biogasanlagen gekarrt, weil es ganz einfach lukrativer ist.

Es ist tatsächlich bei so vielen Versäumnissen einfach nur billig, dafür die russische Regierung verantwortlich zu machen.

Aber natürlich ist dabei auch klar, dass unser lieber Bundeslandwirtschaftsminister zufällig bereits mehrfach gegen Russland intervenierte und rein zufällig auch ein Mitglied des Lobbyisten Vereins  Atlantik-Brücke ist, bei der sich USA-Trolle wahrscheinlich fürstlich dafür bezahlen lassen, dass sie überall versuchen Russland zu diskreditieren.

Schlimm genug.


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