documenta fifteen stellt neue Gesprächsreihe lumbung konteks vor


lumbung konteks, Collage, 2021, © lumbung member und documenta fifteen

Das öffentlichen Programm der documenta fifteen, genannt Meydan, wird nach lumbung calling mit der neuen Online-Gesprächsreihe lumbung konteks fortgesetzt. Die siebenteilige Reihe findet ab dem 5. Dezember 2021 an jedem ersten Sonntag im Monat statt. Zu jeder Ausgabe werden zwei lumbung member der documenta fifteen eingeladen, ihre Praxis und ihr größeres Ekosistem vorzustellen und im gemeinsamen Gespräch zu vertiefen und zu reflektieren. Dabei teilen die lumbung member Geschichten, Lieder und Werkzeuge für alternative gemeinschaftliche Lebens- und Arbeitspraxen und sprechen über Unterschiede und Schnittmengen ihrer jeweiligen Kontexte.

lumbung konteks widmet sich den Standorten, in denen die lumbung member arbeiten, und den Bedingungen, die ihre Praxen bestimmen. Die Reihe untersucht, wie wir gegenseitig von unseren jeweiligen ökologischen, ökonomischen und Bildungsmodellen lernen können. In der ersten Ausgabe sprechen die lumbung member Jatiwangi art Factory und The Question of Funding mit der Autorin Rayya Badran über ihre Arbeit und deren Beziehung zu Land. Die beiden lumbung member nehmen Lieder und Klänge, deren Rhythmus direkt dem Boden entspringt, zum Ausgangspunkt, um über zivilgesellschaftliche Arbeit nachzudenken, und darüber, wie es klingt, gemeinsam gegen Enteignung zu kämpfen.

lumbung member

Die vierzehn lumbung member der documenta fifteen sind Kollektive und Organisationen, die von ruangrupa und dem Künstlerischen Team eingeladen wurden, mit ihnen gemeinsam in einem langfristig angelegten Prozess Ressourcen zu teilen und Freund*innenschaften zu pflegen. Als Teil dieses Prozesses treffen sich die lumbung member regelmäßig online, um ein Netzwerk zu bilden, das für das Wohlergehen ihrer lokalen Praxen und Communities sorgt, nicht nur während der documenta fifteen, sondern darüber hinaus.

Zu den lumbung member gehören: Britto Arts Trust, FAFSWAG, Fondation Festival Sur Le Niger, Gudskul, INLAND, INSTAR (Instituto de Artivismo Hannah Arendt), Jatiwangi art Factory, Más Arte Más Acción, OFF-Biennale, Project Art Works, The Question of Funding, Trampoline House, Wajukuu Art Project und ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik.

Erste Ausgabe von lumbung konteks

lumbung konteks: Listening to The Land, The Land itself
Sonntag, 5. Dezember 2021, 13.30 Uhr (MEZ), 14.30 Uhr (EET), 19.30 Uhr (WIB)
Mit Jatiwangi art Factory und The Question of Funding
Moderiert von Rayya Badran
In englischer Sprache mit Simultanübersetzung in deutsche Sprache und Gebärdensprache (International Sign)
Livestream via YouTube

Im Gespräch

Die 2005 gegründete Jatiwangi art Factory (JaF) ist ein Gemeinschaftsprojekt für zeitgenössische Kunst und kulturelle Praktiken und versteht sich als Teil des lokalen Diskurses in einer ländlichen Gegend. Unter Mitwirkung großer Teile der Bevölkerung betreibt JaF unter anderem ein Videofestival, ein Musikfestival, ein Residency-Programm, eine Diskussionsreihe sowie einen TV- und Radiosender. Die Arbeiten von JaF waren in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungsorten zu sehen, unter anderem im Museum of Modern and Contemporary Art, Seoul (2020), auf der Asian Art Biennial, Taichung (2017), der Gwangju Biennale (2016), der Copenhagen Alternative Art Fair (2016), SONSBEEK ’16, Arnheim (2016) und im Stedelijk Museum, Amsterdam (2013) sowie auf der Jakarta Contemporary Ceramic Biennale (2012).

The Question of Funding ist ein stetig wachsendes Kollektiv Kulturschaffender und Community Organizer aus Palästina. Anliegen ist es, die Förderwirtschaft sowie die Kultur, die diese in Palästina und der Welt produziert, durch die Schaffung einer politisch und kulturell engagierten Wirtschaftsweise zu verändern. Das Kollektiv reicht jenen die Hand, die in ihrem Leben und ihrer Arbeit versuchen, die Förderwirtschaft zu unterlaufen und zu kritisieren. Es hat sich die Produktion, Dokumentation, Ansammlung und Verbreitung von Wissen in einer breiten Gemeinschaft zum Ziel gesetzt.

Rayya Badran ist Autorin, Übersetzerin und Lehrende. Sie lebt in Beirut.

Undine Schäfer ist Gebärdendolmetscherin in Göttingen.


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