Delfinmassaker auf den Färöern schockiert Menschen rund um den Globus: PETA appelliert an Touristen, die Inselgruppe und ganz Dänemark zu boykottieren

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Tórshavn (Färöer) / Stuttgart, 16. September 2021 – Nach dem Delfinmassaker auf den Färöern, bei dem am Wochenende mehr als 1400 Weißseitendelfine getötet wurden, ruft PETA zum Boykott auf und appelliert an jeden Einzelnen, die Färöer und Dänemark sowie von diesen Ländern hergestellte Produkte zu meiden. Die Tierrechtsorganisation appellierte zudem erneut an den färöischen Fischereiminister Jacob Vestergaard, die als vermeintliche Tradition vermarktete blutige Wal- und Delfinjagd umgehend einzustellen.

 

„Die Bilder der ungeheuer grausamen Delfinjagd haben der Welt gezeigt, dass die Jagd auf Meeressäuger auf den Färöern nichts mit Selbstversorgung zu tun hat, sondern mit purer Lust am Töten. Unvorstellbar grausame Szenen haben sich abgespielt, so versuchte beispielsweise ein Fischer einem lebenden Delfin am Strand immer wieder das Rückgrat zu durchtrennen, dennoch musste der Delfin lange massiv leiden, bevor er starb“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Jeder kann etwas gegen diese Grausamkeit tun: Wir fordern alle Menschen auf, die Färöer und auch Dänemark so lange zu meiden, bis das Blutbad für immer verboten wird, und auch keine Produkte von den Färöern mehr zu kaufen und sich persönlich auch an den verantwortlichen Minister zu wenden.“

 

Seit Hunderten von Jahren werden jedes Jahr Hunderte Grindwale und Delfine auf den Färöern getötet. Mit Motorbooten treiben Fischer die Tiere in die Buchten. In der Regel sterben hauptsächlich Grindwale, in diesem Jahr kesselten die Fischer in nur einer Nacht 1428 Weißseitendelfine ein. Jedes Jahr aufs Neue werden den gestrandeten Meeressäugern Metallhaken in die Blaslöcher gerammt und das Rückgrat durchschnitten. Die Tiere verbluten dabei langsam und qualvoll. Ganze Familienverbände werden getötet. Manche Tiere schwimmen stundenlang im Blut ihrer Familienangehörigen und versuchen diese zu retten, panisch vor Angst, da sie die Gefahr wittern, die auch ihnen droht.

 

Die Färöer sind eine autonome Inselgruppe, die nicht in der Europäischen Union ist, aber zur dänischen Krone gehört. Ein Verbot des als Tradition vermarkteten Massakers auf den Färöern ist nicht erkennbar, obwohl es zu Dänemark gehört, einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union, dem es daher verboten ist, Wale zu töten. Grindwale und Weißseitendelfine zählen zur Familie der Delphinidae und zur Unterordnung der Zahnwale.

 

PETA setzte sich seit vielen Jahren mit Demonstrationen vor der dänischen Botschaft und mit einer Petition für ein Ende der Walschlachtungen auf den Färöern ein. Die Säugetiere sind wie Menschen: Sie leben in Gruppen und Familien, haben Gefühle, spielen, lernen und geben ihr Wissen weiter.

 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 

Weitere Informationen
PETA.de/Aktiv/Färöer-Walfang-petition

 

 

PETA Deutschland e.V. ist mit über 1,5 Millionen Unterstützenden die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

 


Entscheiden sie selbst, ob sie diese grausamen Bilder sehen müssen


 

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