Daugavins trifft erstmals – doch am Ende heulen nur die Wölfe

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Nach dem überzeugenden Heimsieg am Freitag erwischten die Kassel Huskies beim Gastspiel in Freiburg einen Start nach Maß – doch am Ende reichte selbst der erste Treffer von Routinier Kaspars Daugavins im Huskies-Trikot nicht zum Sieg. Der EHC Freiburg holte sich nach Verlängerung und Penaltyschießen den Zusatzpunkt.

Starker Auftakt – aber zu wenig Ertrag

Die Nordhessen legten los, als wollten sie die Partie direkt einrahmen. Bereits im ersten Powerplay fälschte Turgeon einen satten Distanzschuss von Wilde ab und erzielte die frühe Führung (2.). Und weil Ilestedt kurz darauf 2+2 Minuten kassierte, bot sich den Huskies sogar die Chance, direkt nachzulegen – ungenutzt.

Freiburg meldete sich erst spät offensiv an. Die beste Möglichkeit vor der Pause hatte Weidner, der nach feinem Zuspiel von Braun frei durch war, aber an Cerveny scheiterte (12.). So blieb es bei der knappen, aber verdienten Kasseler Führung nach 20 Minuten.

Wölfe übernehmen – Ausgleich hochverdient

Im zweiten Drittel marschierten die Wölfe. Shilin musste gleich mehrfach retten, unter anderem gegen Ewanyk (22.) und nach einem kuriosen Abpraller bei eigenem Unterzahl-Klärungsversuch (24.). Doch in der 29. Minute war auch er machtlos: Schwamberger bediente Hempel völlig blank im Slot – Ausgleich.

Hoelscher (31.) und Ilestedt (38.) ließen für Freiburg sogar die Führung liegen. Die Huskies wirkten in dieser Phase zu passiv, ließen den Gastgebern zu viel Raum und Tempo.

Ilestedt trifft – Huskies zeigen Moral

Im Schlussabschnitt war es dann Ilestedt selbst, der den Freiburger Druck in Zählbares verwandelte. Sein Schuss unter die Latte zum 2:1 (47.) war ebenso platziert wie wuchtig.

Kassel verteidigte ein Unterzahlspiel stark weg, verpasste aber im Gegenzug zwei Riesenchancen: Weidner (50.) und Keck (54.) scheiterten jeweils allein vor Cerveny. Erst nach dem Powerbreak gelang doch noch der Ausgleich – und der war sehenswert. Die Top-Reihe kombinierte sich blitzschnell vors Tor, Daugavins stand am linken Pfosten goldrichtig und schob ein (54.).

In den Schlussminuten drückte Freiburg noch einmal, konnte aber ein spätes Powerplay nicht nutzen. Shilin hielt die Huskies mit einer starken Fanghand-Parade in der letzten Sekunde in der Partie.

Verlängerung, Penalty – und wieder Ilestedt

Die Overtime gehörte klar den Gastgebern. Linsenmaier hatte die Entscheidung auf der Kelle, scheiterte aber frei an Shilin (61.). Im Shootout waren dann die Wölfe kaltschnäuziger: Nur Daugavins traf für Kassel, während Ilestedt mit seinem Versuch den Zusatzpunkt für Freiburg klar machte.

Tore:

  • 0:1 Turgeon (PP, Wilde, Daugavins – 2.)
  • 1:1 Hempel (Schwamberger – 29.)
  • 2:1 Ilestedt (47.)
  • 2:2 Daugavins (Turgeon, Detsch – 54.)

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