Corona-Pandemie und ihre Folgen: SOS-Kinderdörfer befürchten weltweiten Versorgungsnotstand

Corona-Pandemie und ihre Folgen: SOS-Kinderdörfer befürchten weltweiten Versorgungsnotstand / Sprechstunde in der SOS-Klinik in Bangui, Zentralafrikanische Republik. Nicht nur in Afrika nimmt die Zahl der Menschen, die an Hunger leiden, drastisch zu. In Folge der Corona-Pandemie steigen die Zahlen weltweit. Wenn nicht schnell umfangreiche Maßnahmen ergriffen werden, droht ein weltweiter Versorgungsnotstand, warnt die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit. "Millionen Kinder sind in Gefahr. Je länger die Krise dauert, desto größer ist das Risiko, dass sie dauerhaft Schaden nehmen", sagt Luciana Dabramo, Nothilfe-Koordinatorin der Hilfsorganisation. (Foto nur zur Verwendung im Kontext der SOS-Kinderdörfer weltweit). Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/1658 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/SOS-Kinderdörfer weltweit/Sylvain Cherkaoui"

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(ots) Die Zahl der Menschen auf der Welt, die hungern, ist in Folge der Corona-Pandemie drastisch angestiegen. Wenn nicht schnell umfangreiche Maßnahmen ergriffen werden, droht ein weltweiter Versorgungsnotstand, warnt die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer weltweit. „Millionen Kinder sind in Gefahr. Je länger die Krise dauert, desto größer ist das Risiko, dass sie dauerhaft Schaden nehmen“, sagt Luciana Dabramo, Nothilfe-Koordinatorin der Hilfsorganisation.

Bereits vor der Krise hätten 820 Millionen Menschen an Hunger gelitten, mehr als jedes fünfte Kind war unterernährt. Konflikte sowie die Folgen des Klimawandels wie Dürren und eine nach wie vor anhaltende Heuschreckenplage in Afrika hätten die Ernährungssicherheit massiv bedroht. Jetzt könne es sein, dass sich die Zahl der Hungernden noch in diesem Jahr verdopple. Nach aktuellen Daten der FAO würden in der Zentralafrikanischen Republik bereits 11 Prozent mehr Menschen an Hunger leiden als vor Ausbruch von COVID-19 und in Afghanistan sei die Zahl der Hungernden auf alarmierende 10 Millionen nach oben gegangen.

Die weltweiten Maßnahmen gegen das Corona-Virus hätten dazu geführt, dass Lebensmittelketten unterbrochen und verderbliche Lebensmittel zum Teil vernichtet wurden, vielerorts seien die Preise erhöht worden, gleichzeitig hätten vor allem unter den Ärmsten Millionen Menschen ihre Arbeit verloren. „In zahlreichen Ländern leisten unsere Mitarbeiter akut Nothilfe, um die Menschen vor dem Verhungern zu bewahren“, sagt Luciana Dabramo. Auch die Schließung von zeitweise über 90 Prozent aller weltweiten Schulen habe dramatische Auswirkungen auf die Ernährungslage. „Für viele Jungen und Mädchen ist die Schulspeisung die einzige Mahlzeit des Tages“, sagt die Nothilfekoordinatorin.

In erster Linie müsse es jetzt darum gehen, Kinder und Erwachsene in Not mit Lebensmitteln zu versorgen. Langfristig müssten die weltweiten Ernährungssysteme nachhaltiger werden. Luciana Dabramo sagt: „In den UN-Milleniumszielen heißt es: ‚Niemand darf zurückgelassen werden!‘ Wir sind trotz der Krise in der Verantwortung, dies umzusetzen. Es sind genug Lebensmittel vorhanden, um alle Menschen weltweit zu ernähren!“

Spendenkonto:

SOS-Kinderdörfer weltweit

IBAN DE22 4306 0967 2222 2000 00

Stichwort: „Coronahilfe weltweit“

 

Original-Content von: SOS-Kinderdörfer weltweit

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